08.09.2026 07:29:44

MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa

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+++++ TAGESTHEMA +++++

Die Hornbach Holding hat im zweiten Quartal ihres Geschäftsjahres 2026/27 dank einer robusten Nachfrage und zusätzlicher Verkaufstage auf Basis vorläufiger Zahlen ihren Nettoumsatz um 7,3 Prozent auf 1,812 Milliarden Euro erhöht. Angetrieben durch das Rohertragswachstum legte das bereinigte EBIT trotz anhaltendem Kostendruck um 12,8 Prozent auf 124,6 Millionen Euro zu. Während die Entwicklung der ersten sechs Monate nach Aussage von Hornbach im Rahmen der Erwartungen liegt, behält der Konzern seine Jahresprognose mit Blick auf geopolitische Risiken unverändert bei und rechnet für das Gesamtjahr weiterhin mit einem Umsatz auf oder leicht über Vorjahresniveau sowie einem bereinigten EBIT auf dem Niveau von 2025/26.

+++++ AUSBLICK UNTERNEHMEN +++++

Keine relevanten Termine angekündigt.

+++++ AUSBLICK KONJUNKTUR +++++

- DE

08:00 Handelsbilanz Juli

Handelsbilanz kalender- und saisonbereinigt

PROGNOSE: k.A.

zuvor: +15,4 Mrd Euro

Exporte

PROGNOSE: -0,2% gg Vm

zuvor: +0,9% gg Vm

Importe

PROGNOSE: -1,2% gg Vm

zuvor: +4,4% gg Vm

08:00 Arbeitskostenindex 2Q

+++++ ÜBERSICHT FUTURES / INDIZES +++++

Aktuell:

Index zuletzt +/- %

DAX Futures 26.014,00 +0,0

E-Mini-Future S&P-500 7.722,25 0,0

E-Mini-Future Nasdaq-100 29.730,00 +0,6

Topix (Tokio) 4.094,53 -0,8

Hang-Seng (Hongk.) 25.287,96 -0,5

Shanghai-Comp. 3.939,30 +0,2

Montag:

INDEX Schluss +/- %

DAX 26.006,53 -0,2

DAX-Future 26.026,00 -0,2

MDAX 32.405,44 +0,2

TecDAX 4.055,52 +0,8

SDAX 18.753,48 +0,1

Euro-Stoxx-50 6.403,99 +0,2

Stoxx-50 5.432,97 +0,0

XDAX 26.005,56 -0,2

Dow-Jones 53.414,25 -0,5 (Freitag)

S&P-500 7.718,60 -0,4 (Freitag)

Nasdaq Composite 26.506,99 -0,3 (Freitag)

+++++ FINANZMÄRKTE +++++

EUROPA

Ausblick: Mit einem ruhigen Geschäft rechnen Händler auch am Dienstag an Europas Börsen. Zumindest bis zum Mittag, denn dann kehren die US-Marktteilnehmer aus ihrem langen Wochenende zurück. Besonders gespannt ist man auf die Entwicklung an den US-Bond-Märkten. Deren Renditeanstieg hatte zuletzt den Takt an den Börsen vorgegeben. Am Morgen zeigen sich die 10-jährigen US-Treasuries mit 4,78 Prozent weiter auf dem bisherigen Niveau. Der DAX-Terminkontrakt notiert leicht höher, aber mit ähnlich niedrigen Umsätzen wie am Vortag. Die Börsen in Asien zeigen uneinheitliche Vorzeichen. Nach dem starken US-Arbeitsmarktbericht vom Freitag dürften erst die US-Inflationsdaten am kommenden Donnerstag und Freitag Aufschluss über die Zinsoptionen der US-Notenbank geben. Bis dahin dürfte an den Märkten Unsicherheit über das Thema Inflationsentwicklung dominieren. Eine Zinserhöhung der Europäischen Zentralbank (EZB) am Donnerstag gilt indes als sicher, bei ihr stehen nur Kommentare zur Inflation im Fokus.

Rückblick: Der Brent-Ölpreis näherte sich wieder der 100 Dollar-Marke und bremste - ausgelöst durch neue Feindseligkeiten im Iran-Krieg. Novartis sanken um 3,2 Prozent. Der Pharmakonzern meldete bei einer mit Spannung erwarteten Cholesterin-Studie einen Misserfolg. Technologiewerte notierten auf ganzer Breite im Plus nach starken Vorlagen aus Asien. Im DAX stiegen Infineon um 6,9 Prozent, zusätzlich angetrieben von einer Hochstufung auf "Kaufen" von MPCM. Für Suss Microtec ging es um 5,2 Prozent nach oben, Aixtron gewannen 7,8 Prozent und Elmos legten 3 Prozent zu. Secunet kamen im SDAX auf ein Plus von 10,3 Prozent. In Resteuropa gewannen STMicroelectronics 4,1 Prozent und ASML 2,3 Prozent. Software-Aktien bzw. Aktien von Informationsdienstleistern, die als mögliche Verlierer der KI-Revolution gesehen wurden, wurden dagegen gemieden. OpenAI hatte am vergangenen Donnerstag ihr neuestes KI-Modell Astra vorgestellt. SAP gaben 1,6 Prozent nach, Sout24 0,9 Prozent, Auto1 4 Prozent oder CTS Eventim 2,4 Prozent. Capgemini büßten 1,2 Prozent ein und Wolters Kluwer 1,4 Prozent. Mit einem Plus von 7,7 Prozent erholten sich Lottomatica von zwischenzeitlichen Gewinnmitnahmen nach dem Zusammenschluss mit der spanischen Cirsa (+6,1%).

DAX/MDAX/SDAX/TECDAX

Knapp behauptet - Wenngleich der Erdrutschsieg der AfD am Wochenende in Sachsen-Anhalt direkt keine Auswirkungen auf die Börsen hatte, so wurde er doch intensiv diskutiert. Nach Einschätzung der Commerzbank wird der Druck auf die Bundesregierung weiter steigen. Eine AfD-Regierung in Sachsen-Anhalt werde jedoch die für die Finanzmärkte wichtigsten Politikbereiche nicht beeinflussen. Immobilienaktien fanden weiter keinen Boden. Neben dem hohen Renditeniveau an den Anleihemärkten wurden auch die gestiegenen Zinserwartungen zum Problem. An den Finanzmärkten wurden zunehmend drei EZB-Zinserhöhungen bis Mitte kommenden Jahres eingepreist. Für den zinssensiblen Sektor waren das keine erfreulichen Aussichten. Vonovia verloren 2,2 Prozent, auch belastet durch eine Abstufung durch Goldman Sachs. Daneben sanken LEG Immobilien um 2,2 Prozent und TAG Immobilien um 2,1 Prozent. Nordex sprangen um 10 Prozent nach oben nach einer Hochstufung auf "Kaufen" durch Bank of America. Eon kletterten um 1,1 Prozent - die UBS hatte die Aktie von "Neutral" auf "Kaufen" nach oben genommen.

XETRA-NACHBÖRSE

Für die Aktien von Hornbach Holding ging es im nachbörslichen Handel am Montag um über 3 Prozent nach oben. Der Konzern hat im zweiten Quartal Umsatz und Ergebnis gesteigert. Die Jahresprognose wurde bekräftigt. (Siehe Tagesthema)

USA - AKTIEN (Freitag)

Etwas leichter - Die überraschend stark ausgefallenen Arbeitsmarktdaten für den August nährten die Zinserhöhungssorgen, wobei zeitweise deutlicher fallende Ölpreise Inflationsängste linderten. Anleger agierten auch wegen des bevorstehenden langen Wochenendes vorsichtig. Am Montag bleiben die US-Börsen wegen des Feiertags "Labor Day" geschlossen. Unternehmensnachrichten kamen unter anderem von Lululemon. Die Aktien des Anbieters von Sportbekleidung brachen um 17,4 Prozent ein, nachdem das Unternehmen seine Ziele schon zum zweiten Mal in diesem Jahr gesenkt hatte. Dagegen sprangen American Outdoor Brands um 44,7 Prozent nach oben. Der Anbieter von Camping-, Angel- und Jagdausrüstung hat im ersten Geschäftsquartal den Umsatz überraschend stark gesteigert. Adobe verbilligten sich um 6,7 Prozent. Das Unternehmen bekommt mit Anil Chakravarthy einen neuen CEO. Dieser ist zwar ein Insider, Anleger hätten aber lieber den bisherigen Leiter des Bereichs Creativity and Productivity, David Wadhwani, auf dem Posten gesehen. Er wird Adobe nun verlassen. Die Tesla-Aktie fiel um 5,9 Prozent, nachdem die US-Bundesaufsichtsbehörden eine Untersuchung des lenkradlosen Cybercab des Elektroautoherstellers eingeleitet hatten, um festzustellen, ob es den Sicherheitsstandards entspricht.

USA - ANLEIHEN (Freitag)

US-Treasuries Rendite +/-

2 Jahre 4,38 +0,05

10 Jahre 4,78 +0,02

Vor allem am kurzen Ende der Zinskurve zogen die Renditen nach den überraschend starken Arbeitsmarktdaten zeitweise kräftiger an. Im späteren Verlauf kamen sie dann wieder zurück. Ursächlich könnten neue Forderungen des US-Präsidenten an die Federal Reserve gewesen sein, die Zinsen zu senken. Die Zehnjahresrendite stieg um 2 Basispunkte auf 4,78 Prozent.

+++++ DEVISENMARKT +++++

DEVISEN zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Mo, 18:11 Uhr

EUR/USD 1,1625 +0,0 0,0004 1,1621 1,1626

EUR/JPY 178,38 -0,6 -1,0000 179,3800 179,4900

EUR/CHF 0,9405 -0,0 -0,0003 0,9408 0,9406

EUR/GBP 0,8584 +0,0 0,0002 0,8582 0,8585

USD/JPY 153,45 -0,6 -0,9000 154,3500 154,3800

GBP/USD 1,3539 +0,0 0,0001 1,3538 1,3541

USD/CNY 6,7104 -0,0 -0,0004 6,7108 6,7108

USD/CNH 6,7096 +0,0 0,0004 6,7092 6,7086

AUS/USD 0,7215 0,0 0,0000 0,7215 0,7217

Bitcoin/USD 78.822,38 -0,5 -426,97 79.249,35 78.917,25

Der Dollar-Index verlor 0,3 Prozent - der Euro legte um 0,1 Prozent auf 1,1627 Dollarzu. Eine erwartete Zinserhöhung der Europäischen Zentralbank um 25 Basispunkte am Donnerstag stützte die Gemeinschaftswährung.

+++++ ROHSTOFFE +++++

METALLE

Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag

Gold 4.428,89 +0,5 24,22 4.404,67

Silber 66,76 +0,9 0,62 66,14

Platin 1.832,53 +0,3 6,09 1.826,44

Der Goldpreis stand weiter unter Druck, wobei sich die Feinunze um 0,5 Prozent auf 4.452,70 Dollar verbilligte. "Eine gestiegene Nachfrage nach sicheren Häfen sei zwar einer der wichtigsten stützenden Faktoren, doch der stetige Anstieg der Anleiherenditen und die steigenden Zinserwartungen machten die kurzfristige Goldprognose zu einer Herausforderung, da zinslose Anlagen in diesem Umfeld weniger attraktiv würden", erläuterte Marktanalyst Fawad Razaqzada von Forex.com. Im asiatischen Handel am Dienstag holte das Edelmetall seine Vortagesverluste wieder auf. Die Verbraucherpreise werden entscheidend dafür sein, ob die Fed ihre Politik in der nächsten Woche straffen werde, so Soojin Kim von der MUFG Bank. Anhaltender Preisdruck dürfte für Gold ein kurzfristiger Belastungsfaktor bleiben. Höhere Zinsen verringern typischerweise die Attraktivität des zinslosen Edelmetalls.

(MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires

September 08, 2026 01:29 ET (05:29 GMT)

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