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11.09.2026 07:30:44
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MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa
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+++++ TAGESTHEMA +++++
Der Inflationsdruck in den USA dürfte im August konstant geblieben sein, während für die Kerninflation ein leichter Rückgang erwartet wird. rechnen damit, dass die Verbraucherpreise gegenüber dem Vormonat um 0,4 Prozent gestiegen sind und damit wie im Juli um 3,4 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats lagen. Die Verbraucherpreisdaten stehen nach dem unerwartet starken Arbeitsmarktbericht für August im Fokus der Finanzmärkte. Der überraschend hohe Zugewinn an Stellen schien eine Bestätigung der Einschätzung von Fed-Chairman Kevin Warsh zu sein, der gesagt hatte, der Arbeitsmarkt befinde sich in einem guten Zustand. Das impliziert die Einschätzung, dass sich die Fed vor allem um ihre Preisstabilitätsmandat kümmern müsse. Allerdings scheint der Offenmarktausschuss bezüglich einer Zinserhöhung am 16. September ziemlich gespalten zu sein.
+++++ AUSBLICK UNTERNEHMEN +++++
07:00 DE/Fraport AG, Verkehrszahlen August
Im Laufe des Tages
- IT/Telecom Italia SpA (TI), Ende der Angebotsfrist von Poste Italiane
+++++ AUSBLICK KONJUNKTUR +++++
- GB
08:00 BIP Monat Juli
PROGNOSE: +0,0% gg Vm/+1,1% gg Vj
zuvor: +0,3% gg Vm/+1,1% gg Vj
Drei-Monats-Rate
PROGNOSE: +0,3% gg Vq/k.A.
zuvor: +0,4% gg Vq/+1,1% gg Vj
08:00 Handelsbilanz Juli
PROGNOSE: -22,4 Mrd GBP
zuvor: -23,0 Mrd GBP
08:00 Industrieproduktion Juli
PROGNOSE: -0,3% gg Vm/+0,1% gg Vj
zuvor: -0,2% gg Vm/-0,2% gg Vj
- US
14:30 Realeinkommen August
14:30 Verbraucherpreise August
PROGNOSE: +0,4% gg Vm/+3,4% gg Vj
zuvor: +0,1% gg Vm/+3,4% gg Vj
Verbraucherpreise Kernrate
PROGNOSE: +0,2% gg Vm/+2,4% gg Vj
zuvor: +0,2% gg Vm/+2,5% gg Vj
16:00 Index Verbraucherstimmung Uni Michigan (1. Umfrage) September
PROGNOSE: 51,4
zuvor: 51,7
+++++ ÜBERSICHT FUTURES / INDIZES +++++
Aktuell:
Index zuletzt +/- %
DAX Futures 25.397,00 -0,1
E-Mini-Future S&P-500 7.613,00 +0,2
E-Mini-Future Nasdaq-100 29.140,50 +0,0
Topix (Tokio) 4.021,19 -0,8
Hang-Seng (Hongk.) 24.795,90 -0,6
Shanghai-Comp. 3.869,84 -1,6
Donnerstag:
INDEX Schluss +/- %
DAX 25.361,15 -0,8
DAX-Future 25.359,00 -0,8
MDAX 31.596,42 -1,5
TecDAX 3.940,71 -1,4
SDAX 18.414,79 -0,8
Euro-Stoxx-50 6.268,97 -0,7
Stoxx-50 5.300,23 -0,7
XDAX 25.313,81 -0,2
Dow-Jones 52.064,10 -0,6
S&P-500 7.591,70 -0,6
Nasdaq Composite 26.081,73 -0,7
+++++ FINANZMÄRKTE +++++
EUROPA
Ausblick: Die Börsen dürften zur Eröffnung erneut leicht nachgeben und damit angesichts des negativen Umfelds erstaunlich robust agieren. Denn das Umfeld bleibt schwierig. Brent geht bei knapp 108 Dollar das Fass um, während 10-jährige US-Staatsanleihen an der 5-Prozenthürde kratzen. Mit der Einnahme der Stadt Mokka durch Huthi-Truppen droht der weltweiten Energieversorgung ein weiterer Schlag, besteht damit doch die Gefahr, dass die vom Iran unterstützten Rebellen schon bald die Kontrolle über Bab el-Mandeb übernehmen, die nach Hormus zweite Meerenge für den internationalen Öltransport. Das treibt das Inflationsgespenst weiter an. Die EZB-Sitzung am Vortag wird an den Märkten eher falkenhaft aufgenommen. EZB-Präsidentin Christine Lagarde sprach erstmalig davon, dass die Inflation über einen "ausgedehnten Zeitraum" über dem Ziel von 2 Prozent liegen werde. Während die meisten Ökonomen davon ausgehen, dass die Währungshüter im Dezember die Leitzinsen erneut anheben werden, berichtet Reuters, dass selbst ein Zinsschritt bereits im Oktober grundsätzlich nicht ausgeschlossen werde. Den Höhepunkt des Tages liefert die Veröffentlichung der US-Verbraucherpreise am Nachmittag.
Rückblick: Leichter - Eine negative Gemengelage aus Inflationangst, gestiegenen Zinsen und Ölpreisexplosion setzte die Börsen unter Druck. Nachrichtlich im Fokus stand zunächst die EZB-Zinserhöhung um 25 Basispunkte. Diese war erwartet worden, nicht unbedingt aber der negative Ausblick auf eine steigende Inflation. Echte Besorgnis rief aber der Anstieg der Ölpreise hervor. Mit einem Sprung über 105 Dollar je Fass für Rohöl der Sorte Brent wurden die Anleiherenditen weltweit nach oben getrieben - es grassierte Inflationsangst. In Deutschland stieg die Zehnjahresrendite auf ein frisches 15-Jahreshoch. Hauptverlierer waren europaweit zinssensible Branchen wie Technologie- und Immobilien. Umgekehrt zählten Versicherer zu den Gewinnern. AB Foods fielen nach dem Zwischenbericht um 8 Prozent. Nach Einschätzung von JP Morgan lieferte der Bericht keinen Grund zu Optimismus. Bei Minen- und Stahlwerten ging es mit den Konjunktursorgen am heftigsten abwärts. Dazu kam bei Kupferproduzenten die Sorge, bereits eingepreiste US-Zölle könnten gar nicht angewandt werden. Antofagasta fielen um 5,7 Prozent, Glencore um 4,1 Prozent. In Deutschland verloren Aurubis 5,3 Prozent, Salzgitter 7,3 Prozent.
DAX/MDAX/SDAX/TECDAX
Leichter - Für Adidas ging es 2,6 Prozent nach unten, nachdem sich Morgan Stanley negativ geäußert hatte. Nach den zuletzt schwachen Geschäftszahlen im Sektor senkten die Analysten bei Adidas die Gewinnschätzungen für 2026 um 8 Prozent. Bei Puma ging es um 2 Prozent tiefer. DHL kletterten gegen den Trend um 0,9 Prozent nach positiven Kommentaren von JP Morgan. SAP blieben wie bereits in den vergangenen Tagen volatil, die Aktie verlor 2,8 Prozent.
USA - AKTIEN
Leichter - Auf die jüngste Ölpreisexplosion mit deutlich gestiegenen Anleiherenditen reagierte die Wall Street erneut mit eher moderaten Abgaben. Dies sorgte im Handel durchaus für etwas Verwunderung. Die Inflation stand mit der Ölpreisrally seit Tagen im Fokus, weil Unsicherheit über die Geldpolitik der US-Notenbank bestand. Die US-Erzeugerpreise lieferten nicht die erhofften Erkenntnisse, denn sie wurden von der Ölpreisrally überlagert. Apple stiegen um 3,6 Prozent. Der Technologieriese hatte am Vorabend ein faltbares Mobiltelefon vorgestellt. Macy's fielen um 4,7 Prozent, obwohl der Einzelhändler mit seinen Quartalszahlen die Markterwartungen geschlagen und die Prognose angehoben hatte. Allerdings überzeugte der Umsatzausblick nicht. American Eagle Outfitters brechen um 14 Prozent ein, der Modekonzern meldete gesunkene Margen aufgrund verstärkter Werbeaktionen. Nach einer gesenkten Prognose stürzten Cooper um 14,7 Prozent ab. Skillsoft sausten um 34,2 Prozent gen Süden - nach einem ebenfalls gesenkten Ausblick. Navan übernimmt die Veranstaltungsplattform BoomPop, der Kurs rutschte um 21,8 Prozent ab. Positive Geschäftszahlen trieben AeroVironment um 4,5 Prozent nach oben.
USA - ANLEIHEN
US-Treasuries Rendite +/-
2 Jahre 4,55 +0,12
10 Jahre 4,94 +0,10
30 Jahre 5,36 +0,08
Die Renditen schossen mit dem rasanten Anstieg der Ölpreise nach oben - die zehnjähriger US-Staatsanleihen auf das höchste Niveau seit Oktober 2023 - getrieben von ölpreisbedingten Inflationssorgen. Die jüngsten Ankündigungen über Rückkäufe durch das US-Finanzministerium wurden von Marktteilnehmern als enttäuschend eingestuft. Für zusätzliche Aufwärtsdruck bei den Renditen sorgte Trumps Versprechen, jedem erwachsenen Amerikaner 5.000 Dollar zu zahlen, falls die Republikaner im November die Kontrolle über den Kongress behielten. Händler warnten vor einer dramatischen Steigerung der Staatsverschuldung. Auch eine starke Nachfrage bei einer Auktion 30-jähriger US-Papiere drückte die Renditen nicht nachhaltig.
+++++ DEVISENMARKT +++++
DEVISEN zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Do, 17:57 Uhr
EUR/USD 1,1605 -0,0 -0,0005 1,1610 1,1627
EUR/JPY 179,10 -0,1 -0,2000 179,3000 179,1300
EUR/CHF 0,9439 +0,0 0,0004 0,9435 0,9431
EUR/GBP 0,8593 0,0 0,0000 0,8593 0,8591
USD/JPY 154,31 -0,1 -0,1100 154,4200 154,0400
GBP/USD 1,3502 -0,0 -0,0006 1,3508 1,3530
USD/CNY 6,7099 +0,1 0,0038 6,7061 6,7061
USD/CNH 6,7095 -0,1 -0,0050 6,7145 6,7128
AUS/USD 0,7159 +0,1 0,0005 0,7154 0,7168
Bitcoin/USD 77.118,10 -0,2 -146,05 77.264,15 77.168,97
Der Dollar-Index legte mit den kräftig gestiegen Marktzinsen um 0,3 Prozent zu, der Euro verlor trotz Leitzinserhöhung durch die EZB und als falkenhaft interpretierter Zukunftsaussagen 0,2 Prozent auf 1,1612 Dollar.
Der US-Dollar verteidigt im asiatisch geprägten Geschäft am Morgen sein erhöhtes Niveau - gestützt von der Erwartung eines weiteren Renditeanstiegs. Dass die Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihen 5 Prozent erreicht, sei eher eine Unvermeidlichkeit als eine Prognose, urteilt ING-Analyst Padhraic Garvey. Höhere Realrenditen seien angesichts von Sorgen um die Fiskalpolitik und eine Ausweitung der Emissionen weiterhin der wichtigste Treiber, aber auch die Ölpreise und die Inflationserwartungen spielten eine Rolle.
+++++ ROHSTOFFE +++++
METALLE
Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag
Gold 4.331,92 +0,4 16,23 4.315,69
Silber 63,53 -0,0 -0,02 63,55
Platin 1.781,63 +0,3 4,95 1.776,68
(MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires
September 11, 2026 01:31 ET (05:31 GMT)
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