23.07.2024 07:33:40

MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa -2-

Personen. Verizon (-6,1%) hat im zweiten Quartal einen leichten Gewinnrückgang verbucht. Der Umsatz legte aufgrund des Wachstums bei Postpaid-Telefonanschlüssen und Einnahmen pro Konto zu. Den Ausblick für das Gesamtjahr bestätigte der US-Telekommunikationskonzern. Starbucks fielen um 3,4 Prozent. Elliott Investment Management hat Kreisen zufolge eine beachtliche Beteiligung an Starbucks aufgebaut und den US-Kaffeeriesen zu Maßnahmen zur Steigerung des Aktienkurses gedrängt. Die Aktie von Crowdstrike (-13,5%) fiel erneut stark, nachdem ein Software-Update am Freitag weltweite IT-Ausfälle verursachte hatte.

USA - ANLEIHEN

Laufzeit Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD

2 Jahre 4,52 +0,7 4,51 10,0

5 Jahre 4,17 +0,7 4,17 17,4

7 Jahre 4,20 +1,3 4,18 22,6

10 Jahre 4,26 +1,7 4,24 37,5

30 Jahre 4,48 +2,9 4,45 50,6

Am Anleihemarkt stiegen die Renditen etwas an. Da die US-Wahlen noch einige Monate entfernt sind, werden sich die Anleger wieder auf die Wirtschaftsdaten konzentrieren, beginnend mit den Daten zur PCE-Inflation am Freitag, hieß es von Saxo. Wenn die PCE-Daten darauf hindeuten, dass sich die Fed ihrem Inflationsziel von 2 Prozent nähert, könnte der Anleihemarkt positiv reagieren und die zehnjährigen Renditen könnten unter 4,18 Prozent fallen, so die Analysten.

+++++ DEVISENMARKT +++++

DEVISEN zuletzt +/- % 0:00 Mo, 17:08 % YTD

EUR/USD 1,0889 -0,0% 1,0891 1,0886 -1,4%

EUR/JPY 170,32 -0,4% 170,92 170,79 +9,5%

EUR/CHF 0,9683 -0,1% 0,9689 0,9680 +4,4%

EUR/GBP 0,8423 +0,0% 0,8422 0,8427 -2,9%

USD/JPY 156,42 -0,3% 156,94 156,92 +11,0%

GBP/USD 1,2927 -0,0% 1,2931 1,2917 +1,6%

USD/CNH 7,2890 -0,1% 7,2956 7,2954 +2,3%

Bitcoin

BTC/USD 66.538,20 -1,9% 67.860,20 66.791,30 +52,8%

YTD bezogen auf Schlusskurs des Vortags

Nach der Biden-Entscheidung gab der Dollar leicht nach. Der Dollarindex sank um 0,1 Prozent auf 104,34. Die Dollar-Reaktion ist bisher gedämpft, da eine solche Entscheidung nicht ausgeschlossen worden war und Anleger wahrscheinlich abwarten wollen, wie sich dies auf neue Umfragen auswirkt, so Unicredit. Der Dollar-Index liege immer noch über der Marke von 104, und seine implizite Volatilität, ein Maß für erwartete Kursschwankungen, sei nur leicht gestiegen. "In der Tat bleibt der Dollar derzeit dadurch benachteiligt, dass die Märkte weiter eine intensive geldpolitische Lockerung durch die Federal Reserve für den Rest des Jahres 2024 einpreisen", so die Analysten.

+++++ ROHSTOFFE +++++

ÖL / GAS

ROHOEL zuletzt VT-Settlem. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 78,35 78,4 -0,1% -0,05 +9,8%

Brent/ICE 82,41 82,4 +0,0% +0,01 +8,6%

YTD bezogen auf Schlusskurs des Vortags

Die Ölpreise gaben leicht nach. Die Preise für die Sorten WTI und Brent fielen um bis zu 0,3 Prozent. Marktteilnehmer verwiesen auf Bedenken hinsichtlich der Öl-Nachfrage aus China. Zudem würden Investoren die Auswirkungen des Ausscheidens von Präsident Biden aus dem US-Präsidentschaftswahlkampf abwägen.

METALLE

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold (Spot) 2.393,40 2.398,00 -0,2% -4,61 +16,1%

Silber (Spot) 28,92 29,23 -1,0% -0,30 +21,7%

Platin (Spot) 949,91 951,80 -0,2% -1,89 -4,2%

Kupfer-Future 4,19 4,20 -0,3% -0,01 +6,2%

YTD bezogen auf Schlusskurs des Vortags

Der Goldpreis notierte mit den steigenden Marktzinsen moderat leichter. Der Preis für die Feinunze sank um 0,1 Prozent. In der Vorwoche hatte das Edelmetall noch einen Rekordstand erreicht, in Erwartung einer steigenden Wahrscheinlichkeit, dass die US-Notenbank im September die Zinsen senken wird.

+++++ MELDUNGEN SEIT VORTAG 17.30 UHR +++++

STEUEREINNAHMEN DEUTSCHLAND

Die deutschen Steuereinnahmen sind im Juni deutlich um 6,2 Prozent gestiegen und haben damit ihre Aufwärtstendenz fortgesetzt. Der Bund verbuchte im Juni 5,9 Prozent mehr an Steuereinnahmen und erreichte ein Aufkommen von 40,6 Milliarden Euro. Die Länder nahmen mit 41,8 Milliarden Euro um 8,0 Prozent mehr an Steuern ein. Insgesamt belief sich das Steueraufkommen im Juni auf rund 91,7 Milliarden Euro.

LUFTFAHRT

Boeing rechnet 2043 mit einem Bedarf von 2,4 Millionen Piloten, Wartungstechnikern und Kabinenmitarbeitern. Die Prognose basiert auf der Annahme, dass sich die globale Flotte an Zivilmaschinen über den Prognosehorizont fast verdoppelt.

PORSCHE AG

hat ihre Jahresprognosen unter anderem bei Umsatz, operativer Umsatzrendite, operativer Gewinnmarge Automobile und BEV-Anteil Automobile gesenkt. Grund sind Lieferengpässe infolge der Überflutung einer Produktionsstätte eines wichtigen europäischen Aluminiumlieferanten. Porsche sieht den Jahresumsatz nun zwischen 39 und 40 Milliarden Euro statt 40 bis 42 Milliarden. Die operative Umsatzrendite sieht der Konzern nun bei 14 bis 15 Prozent statt 15 bis 17 Prozent. Die EBITDA-Marge Automobile soll nun bei 23 bis 24 Prozent landen statt 24 bis 26 Prozent.

PORSCHE AUTOMOBILHOLDING

hat ihre Jahresgewinnprognose bestätigt, auch wenn der Sportwagenhersteller, an dem die Holding beteiligt ist, seine Ziele zurückgenommen hat.

SAP

Das im Januar gestartete Restrukturierungsprogramm von SAP betrifft nun 9.000 bis 10.000 Stellen statt wie anfangs geplant 8.000 Stellen. "Es gibt eine höhere Akzeptanzquote in unserem Freiwilligenprogramm", sagte CEO Christian Klein in einer Telefonkonferenz zu den Zahlen für das zweite Quartal. Dank Neueinstellungen und Umschulungsmaßnahmen soll die Zahl der Mitarbeiter Ende 2024 aber weiterhin in etwa dem Stand zum Jahresende 2023 entsprechen.

FLATEXDEGIRO

hat bei der Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) die Genehmigung für ein Aktienrückkaufprogramm beantragt. Es sei beabsichtigt, für das Rückkaufprogramm einen Großteil des bilanziellen Nettogewinns aus dem Geschäftsjahr 2023 in Höhe von 71,9 Millionen Euro zu verwenden. Zur genauen Höhe machte Flatexdegiro zunächst keine Angaben.

SCHAEFFLER

hat seine Jahresprognose gesenkt, nachdem die von ihm übernommene Vitesco Technologies Group ihren Ausblick anpassen musste. Das Unternehmen erwartet für das laufende Geschäftsjahr unverändert ein deutliches Umsatzwachstum. Die kombinierte, bereinigte Marge vor Zinsen und Steuern (EBIT) dürfte nun aber lediglich 5 bis 8 Prozent statt 6 bis 9 Prozent erreichen. Der freie Cashflow vor Ein- und Auszahlungen für M&A-Aktivitäten wird nun bei 200 bis 300 Millionen Euro gesehen, bisher lag der Ausblick bei 300 bis 400 Millionen Euro.

Nachfolgend ein Vergleich der vorläufigen Zahlen zum zweiten Quartal mit den Prognosen (in Millionen Euro, Marge in Prozent, nach IFRS):

VORAB*

. BEKANNTGABE PROG PROG PROG

2. QUARTAL 2024 2Q24 ggVj 2Q24 ggVj Zahl 2Q23

Umsatz 4.191 +3% 4.064 +0,2% 7 4.056

EBIT bereinigt k.A. -- 267 -8% 6 289

EBIT-Marge bereinigt 4,9 -- 6,6 -- 6 7,1

Free Cashflow vor M&A 75 -27% 107 +3% 3 103

VITESCO

hat seine Jahresprognose angesichts einer nur langsam voranschreitenden Erholung des Marktumfelds im Auto-Sektor gesenkt. Dies betreffe speziell den Bereich der batterieelektrischen Fahrzeuge. Angesichts der aktuell geringeren Abrufzahlen der Autohersteller werde der Konzernumsatz im Gesamtjahr 2024 voraussichtlich rund 8,1 Milliarden Euro erreichen. Bisher wurden 8,3 bis 8,8 Milliarden Euro in Aussicht gestellt nach 9,23 Milliarden Euro im Jahr zuvor. Der Markt erwarte im Konsens einen Rückgang auf rund 8,4 Milliarden Euro. Es wird nur noch eine bereinigte EBIT-Marge im Gesamtjahr von rund 4,0 Prozent erwartet, statt 4,5 bis 5,0 Prozent. Im Vorjahr lag diese bei 3,7 Prozent, die aktuelle Markterwartung liege bei 4,7 Prozent. Im zweiten Quartal sank der Umsatz auf Basis vorläufiger Zahlen auf 2,025 Milliarden Euro, von 2,442 Milliarden im Vorjahreszeitraum. Die für Vitesco wichtigen Umsätze mit Elektrifizierungskomponenten dürften von 354 Millionen auf 316 Millionen Euro gesunken sei.

HELLA

hat Umsatz und Ergebnis im ersten Halbjahr leicht gesteigert und die Jahresprognose innerhalb der erwarteten Bandbreiten auf die untere Hälfte der Spanne konkretisiert. Wie der unter der Dachmarke Forvia mit dem französischen Partner Faurecia agierende Automobilzulieferer mitteilte, legte der währungsbereinigte Umsatz in den ersten sechs Monaten um 1,6 Prozent auf 4,06 Milliarden Euro zu. Das "berichtete" Wachstum lag bei 0,9 Prozent. Das operative Ergebnis stieg um 1,4 Prozent auf 248 Millionen Euro. Die entsprechende Marge verbesserte sich leicht auf 6,2 von 6,1 Prozent.

IAG

hat sich nach Angaben von GE Aerospace zum Kauf von GEnx-Triebwerken für sechs neue 787 Dreamliner von British Airways verpflichtet. British Airways betreibt derzeit Flugzeuge mit GE90-, CF34- und LEAP-Triebwerken von GE Aerospace.

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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/ros/err/cln

(END) Dow Jones Newswires

July 23, 2024 01:34 ET (05:34 GMT)

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