Geändert am: 24.04.2026 22:29:15

ATX geht schwächer ins Wochenende -- US-Börsen letztlich uneins -- DAX beendet Handelswoche knapp im Minus -- Asiens Börsen schließen uneinheitlich

AUSTRIA

Der Wiener Aktienmarkt zeigte sich am Freitag merklich schwächer.

So eröffnete der ATX mit einem klaren Verlust und stand auch anschließend im Minus. Sein Schlussstand: 5.744,22 Punkte (-1,19 Prozent).

An der Wiener Börse zeigten sich die Anleger vor dem Wochenende in Verkaufslaune. Sie blickten weiterhin mit Sorge auf die Lage am Persischen Golf, wo keine baldige Lösung absehbar ist. Einen leichten Hoffnungsschimmer brachte immerhin die Meldung, dass Irans Außenminister Abbas Araqchi zu weiteren Verhandlungen mit den USA nach Islamabad reisen will.

Während die USA weiter auf einen geeinten Vorschlag des Iran zur Beilegung des Krieges warten, stockten sie ihre Militärpräsenz in der Region weiter auf. Inzwischen befindet sich ein dritter Flugzeugträger im Nahen Osten. Das letzte Mal, dass die USA drei Flugzeugträger im Zuständigkeitsbereich des US-Regionalkommandos Centcom hatten, sei 2003 gewesen, als die USA sich auf die Invasion des Irak vorbereiteten, zitierte das "Wall Street Journal" einen US-Beamten.

Neben dem derzeitigen Dauer-Sorgenthema Naher Osten wurde das Börsenbarometer auch von Dividendenabschlägen der BAWAG und der Österreichischen Post belastet.

DEUTSCHLAND

Anleger am deutschen Aktienmarkt zeigten sich am Freitag unentschlossen.

So startete der DAX etwas leichter und wechselte dann mehrfach das Vorzeichen. Am späten Nachmittag notierte er dann nahe der Nulllinie, wo er die Handelswoche minimale 0,11 Prozent im Minus bei 24.128,98 Punkten beendete.

Bei zuletzt wieder etwas gesunkenen Ölpreisen hat sich der DAX am Freitagnachmittag kaum mehr bewegt. Meldungen, wonach sich der iranische Außenminister auf dem Weg in die pakistanische Hauptstadt Islamabad befinden soll, nährten Hoffnungen auf neue Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran und stützten auch den hiesigen Aktienmarkt leicht.

Kräftige Kursgewinne für die schwer gewichteten SAP-Aktien nach gut aufgenommenen Quartalszahlen des Softwareherstellers stützten den DAX zusätzlich etwas.

Im April fiel das ifo-Geschäftsklima um 1,9 Punkte auf 84,4 Punkte. Analysten hatten einen erneuten Stimmungsdämpfer erwartet, waren aber von einem geringeren Rückgang ausgegangen. "Die Hoffnungen auf einen Aufschwung sind vorerst dahin", kommentierte Ifo-Präsident Clemens Fuest das Ergebnis der monatlichen Umfrage.

WALL STREET

An den US-Börsen tendierten am Freitag vor allem Technologieaktien bergauf.

Der Dow Jones tendierte lediglich seitwärts und verlor zum Handelsschluss 0,16 Prozent auf 49.230,71 Punkte.
Der NASDAQ Composite setzte hingegen seine Rekordlaune fort und legte um 1,63 Prozent auf 24.836,60 Zähler zu.

Im Spannungsfeld der weitgehend unveränderten Lage im Nahen Osten und der Straße von Hormus sowie begeistert aufgenommener Geschäftszahlen von Intel ist es am Freitag an den US-Börsen nach oben gegangen. Zumindest etwas hoffnungsvoll stimmte, dass US-Präsident Donald Trump eine um drei Wochen verlängerte Waffenruhe zwischen Israel und dem Libanon verkündete und dass die US-Unterhändler Steve Witkoff und Jared Kushner zu Gesprächen mit iranischen Regierungsvertretern nach Islamabad reisten. Der iranische Außenminister wird ebenfalls in Islamabad erwartet, soll aber angeblich keine Gespräche mit den USA führen wollen. US-Vizepräsident JD Vance will aber erst reisen, wenn es Fortschritte bei den Verhandlungen gibt.

Die weiter hohen Ölpreise gerieten in den Hintergrund. Brent-Öl kostete im Tageshoch 107,50 US-Dollar. Das hielt Inflationssorgen am Leben, entsprechend verharrten die Renditen der US-Anleihen auf dem zuletzt erhöhten Niveau.

Klar favorisiert wurden Technologieaktien, nachdem der Chiphersteller Intel starke Zahlen präsentiert hatte und zudem überraschend für das laufende Quartal einen Gewinn erwartet. Der Markt feierte das mit einem Kursfeuerwerk. Der S&P 500 und die NASDAQ-Indizes markierten damit Rekordhochs.

ASIEN

Die asiatischen Börsen schlugen am Freitag unterschiedliche Richtungen ein.

In Tokio schloss der Nikkei 225 mit einem Gewinn von 0,97 Prozent bei 59'716,18 Punkten.

Auf dem chinesischen Festland verlor der Shanghai Composite 0,33 Prozent auf 4'079,90 Zähler.

In Hongkong legte der Hang Seng um 0,24 Prozent auf 25'978,07 Einheiten zu.

Der andauernde Iran-Krieg dämpfte die Kauflaune. Gelindert wurde der Verkaufsdruck von der Nachricht, dass Israel und der Libanon ihren Waffenstillstand um drei Wochen verlängert haben. Allerdings haben die USA und der Iran ihre Friedensverhandlungen noch nicht wieder aufgenommen, und die Straße von Hormus, ein wichtiger Seehandels- und Öltransportweg, ist noch immer geschlossen, was die Ölpreise nach oben trieb.

Die japanischen Verbraucherpreise sind im März in der Kernrate im von Ökonomen erwarteten Rahmen gestiegen. Im Vergleich zum Februar hat sich die Kernteuerung etwas beschleunigt, bedingt durch den deutlich gestiegenen Ölpreis, allerdings lag der Anstieg mit 1,8 Prozent noch unter dem Ziel der Bank of Japan (BoJ) von 2 Prozent. Der Anstieg liefert der BoJ Argumente, die Geldpolitik über kurz oder lang zu straffen, wie Abhijit Surya, Volkswirt bei Capital Economics, meint. Angesichts der politischen Unsicherheit wird allerdings weithin erwartet, dass die japanische Zentralbank bei ihrer Sitzung in der kommenden Woche die Zinsen zunächst noch unverändert läßt.

Redaktion finanzen.at / APA / Dow Jones Newswires / dpa-AFX


Bildquelle: wienerborse.at, Ionana Davies / Shutterstock.com, Bule Sky Studio / Shutterstock.com
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24.04.26 Retail Sales (YoY)
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24.04.26 Arbeitslosenquote ( Monat )
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24.04.26 Arbeitslosenquote
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24.04.26 Uni-Michigan: Verbrauchervertrauen
24.04.26 Uni-Michigan: Erwartungen der Verbraucher
24.04.26 UoM 1-year Consumer Inflation Expectations
24.04.26 ANZAC Tag
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Rohstoffe in diesem Artikel

Aluminiumpreis 3 597,56 -21,19 -0,59
Baumwolle 0,77 0,26
Bleipreis 1 954,00 13,50 0,70
Dieselpreis Benzin 2,14 0,03 1,28
EEX Strompreis Phelix DE 97,56 0,75 0,77
Erdgaspreis - Natural Gas 2,52 -0,09 -3,48
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Goldpreis 4 708,53 14,64 0,31
Haferpreis 3,23 0,02 0,70
Heizölpreis 102,76 -2,64 -2,51
Holzpreis 582,50 -1,00 -0,17
Kaffeepreis 3,10 -0,07 -2,07
Kakaopreis 2 519,00 -8,00 -0,32
Kohlepreis 102,40 -0,40 -0,39
Kupferpreis 13 230,00 40,00 0,30
Lebendrindpreis 2,48 0,01 0,49
Mageres Schwein Preis 0,94 -0,01 -1,23
Maispreis 4,55 -0,01 -0,11
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Palladiumpreis 1 512,00 16,50 1,10
Palmölpreis 4 517,00 12,00 0,27
Platinpreis 2 023,50 -13,00 -0,64
Rapspreis 555,00 32,00 6,12
Reispreis 10,81 -0,21 -1,91
Silberpreis 75,86 0,41 0,54
Sojabohnenmehlpreis 324,30 3,70 1,15
Sojabohnenpreis 11,62 0,02 0,17
Sojabohnenölpreis 0,72 0,25
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Weizenpreis 198,25 3,00 1,54
Zinkpreis 3 485,00 39,00 1,13
Zinnpreis 50 250,00 -
Zuckerpreis 0,14 2,43
Ölpreis (Brent) 105,75 -0,26 -0,25
Ölpreis (WTI) 94,40 -1,45 -1,51

Indizes in diesem Artikel

DAX 24 128,98 -0,11%
Dow Jones 49 230,71 -0,16%
NASDAQ Comp. 24 836,60 1,63%
S&P 500 7 165,08 0,80%
NIKKEI 225 59 716,18 0,97%
Hang Seng 25 978,07 0,24%
ATX 5 753,83 -1,03%
Shanghai Composite 4 093,25 -0,32%