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11.11.2024 07:30:51
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MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa -2-
Der Dollarindex gewann 0,4 Prozent. Gestützt wurde der Greenback von den positiven Daten zum Verbrauchervertrauen. Die Daten sprachen gegen einen aggressiven Zinssenkungszyklus der Fed. Aber auch der Wahlsieg von Donald Trump mit der Aussicht auf eine protektionistische und damit dollarfreundliche Politik half dem Dollar weiter.
+++++ ROHSTOFFE +++++
ÖL
ROHOEL zuletzt VT-Settlem. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 70,28 70,38 -0,1% -0,10 -0,7%
Brent/ICE 73,79 73,87 -0,1% -0,08 -1,2%
YTD bezogen auf Schlusskurs des Vortags
Deutlich abwärts ging es auch mit dem Ölpreis (um rund 2,5%). Marktteilnehmer verwiesen auf Nachfragesorgen nach den mit Enttäuschung aufgenommenen Stimuli in China und der Prognose des National Hurricane Centers, wonach sich Wirbelsturm Rafael abschwächt und die US-Ölförderung voraussichtlich nicht beeinträchtigen wird.
METALLE
METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 2.672,87 2.684,32 -0,4% -11,45 +29,6%
Silber (Spot) 31,32 31,31 +0,0% +0,01 +31,7%
Platin (Spot) 982,38 971,95 +1,1% +10,43 -1,0%
Kupfer-Future 4,31 4,29 +0,5% +0,02 +8,9%
YTD bezogen auf Schlusskurs des Vortags
Die Dollarstärke drückte indes den Goldpreis um 0,9 Prozent. Am Goldmarkt wurde der Spielraum der US-Notenbank für aggressive Zinssenkungen in Zweifel gezogen, wie es von BMI hieß. Denn höhere Einfuhrzölle und eine restriktivere Einwanderungspolitik, wie Trump sie anstrebe, hätten eine höhere Inflation zur Folge.
+++++ MELDUNGEN SEIT VORTAG 17.30 UHR +++++
INNENPOLITIK DEUTSCHLAND
- Nach dem Scheitern der Ampel verliert die SPD im aktuellen Sonntagstrend an Zustimmung bei den Bürgern. Nach den neuesten Daten, die das Meinungsforschungsinstitut INSA für Bild am Sonntag erhoben hat, gibt die SPD im Vergleich zur Vorwoche einen Prozentpunkt ab und erreicht nur noch 15 Prozent. Auch die anderen Ampel-Koalitionspartner können von dem Bruch nicht profitieren: Die Grünen stagnieren bei 10 Prozent, die FDP wäre mit unverändert 4 Prozent nicht im nächsten Bundestag vertreten. Die Union erreicht wie in der Vorwoche 32 Prozent. Die AfD gewinnt leicht hinzu auf 19 Prozent (+1 Prozentpunkt). Die Linke bleibt bei 4 Prozent und würde damit die Fünf-Prozent-Hürde nicht überwinden. Das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) verliert ebenfalls leicht, erreicht 7 Prozent (-1 Prozentpunkt). Auf sonstige Parteien entfallen 9 Prozent (+1 Prozentpunkt).
- Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) ist offen dafür, die Vertrauensfrage bereits vor Weihnachten und nicht erst im neuen Jahr im Bundestag zu stellen. Das sagte er am Sonntagabend in der ARD-Sendung "Caren Miosga". Voraussetzung dafür sei, dass es eine Verständigung zwischen SPD-Fraktionschef Rolf Mützenich und Unionsfraktionschef Friedrich Merz gebe.
METALLINDUSTRIE DEUTSCHLAND / STREIKS
Die IG Metall Bayern hat zehntausende Beschäftigte in 117 Betrieben zu Arbeitsniederlegungen am Montag aufgerufen.
RATING SPANIEN
Die Rating-Agentur Fitch hat den Ausblick für die Kreditwürdigkeit Spaniens auf "positiv" angehoben. Die Einstufung "A+" für das langfristige Ausfallrisiko wurde aber zunächst bestätigt.
INFLATION CHINA
Die Verbraucherpreise sind im Oktober im Monatsvergleich um 0,3 Prozent zurückgegangen. Im Jahresvergleich sind sie im Oktober lediglich mit einer Jahresrate von 0,3 Prozent gestiegen, erwartet worden war ein Plus von 0,4 Prozent. Bei den Verbraucherpreisen sorgten die Nahrungsmittel für das kleine Plus im Jahresvergleich. Ohne diese sind die Verbraucherpreise auch im Jahresvergleich gefallen, und zwar um 0,3 Prozent. Die Nahrungsmittelpreise stiegen mit einer Jahresrate von 2,9 Prozent. Der Erzeugerpreisindex (PPI) fiel im Jahresvergleich sogar deutlich, hier gab es ein Minus von 2,9 Prozent. Damit fielen die Erzeugerpreise noch stärker als um die erwartete Minus-Rate von 2,6 Prozent.
BANK OF JAPAN (BOJ)
Der geldpolitische Rat hat die möglichen Auswirkungen von Veränderungen in der US-Wirtschaft und -Politik diskutiert, während sich das Land auf weitere Zinserhöhungen zubewegt. "Die Notenbank sollte weitere Zinserhöhungen in Betracht ziehen, nachdem sie eine Pause eingelegt hat, um die Entwicklung der US-Wirtschaft zu bewerten", sagte eines der neun Mitglieder des Zentralbankrats bei der Sitzung am 30. und 31. Oktober, wie aus dem am Montag veröffentlichten Sitzungsprotokoll hervorgeht.
ÖLFÖRDERUNG USA
Die Anzahl der in den USA aktiven Ölförderanlagen ist in der laufenden Woche unverändert bei 479 geblieben. Dies stellt ein Minus von 15 auf Jahressicht dar, wie der Öldienstleister Baker Hughes mitteilte. Die in Betrieb befindlichen Bohranlagen für Erdgas blieb ebenfalls stabil - bei 102, ein Rückgang um 16 binnen Jahresfrist.
ÖLINDUSTRIE RUSSLAND
Moskau arbeitet an einer Fusion seiner größten Ölgesellschaften und will so einen nationalen Champion schaffen. In einem der diskutierten Szenarien würde der staatlich unterstützte Ölriese Rosneft Oil den staatlichen Produzenten Gazprom Neft und das unabhängige Unternehmen Lukoil übernehmen, so Personen, die mit den Diskussionen vertraut sind. Alle drei Unternehmen stehen unter den Sanktionen der USA.
STABILUS
Nachfolgend die Zahlen zum vierten Geschäftsquartal (in Millionen Euro, Ergebnis je Aktie in Euro, Marge in Prozent, nach IFRS):
. BERICHTTET
4. QUARTAL 4Q23/24 ggVj 4Q22/23
Umsatz 336 +9% 308
EBIT bereinigt 42 -3% 43
EBIT-Marge bereinigt 12,5 -- 14,0
Ergebnis nach Steuern 18 -26% 24
Ergebnis je Aktie 0,70 -25% 0,93
TELEFONICA
zahlt gut 85,2 Millionen Dollar und legt so einen Rechtsstreit mit den US-Justizbehörden bei. Dabei geht es laut den Justizbehörden um den Vorwurf der Bestechung von Beamten in Venezuela 2014.
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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com
DJG/cln/flf/cln
(END) Dow Jones Newswires
November 11, 2024 01:30 ET (06:30 GMT)
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