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Geändert am: 16.06.2026 09:05:05

ATX startet stabil -- DAX eröffnet freundlich -- Asiens Börsen uneinheitlich

AUSTRIA

Die Wiener Börse bewegt sich am Dienstag seitwärts.

Der ATX notiert zur Eröffnung 0,02 Prozent höher bei 6.260,02 Punkten.

Nachdem es am Montag an der Wiener Börse kräftige Gewinne und ein Allzeithoch gegeben hat, spielt sich am Dienstag ein verhaltener Handel ab.

Beflügelt wurden die Märkte durch die angebliche Einigung auf ein Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran. Skepsis ist aber laut manchen Analysten angebracht. "Das Abkommen muss erst noch unterzeichnet werden und die wichtigsten und kritischsten Themen darin müssen ebenso erst gelöst werden", merken die Experten der Helaba an. Immerhin soll die wichtige Ölversorgungsroute in der Straße von Hormuz geöffnet werden. "Die Energiepreise haben im Zuge dessen weiter nachgegeben. Inflations- und Zinserwartungen haben sich im Zuge dessen zurückgebildet", heißt es weiter.

Am Vormittag richtet sich laut Helaba wohl die Aufmerksamkeit auf die Ergebnisse der ZEW-Umfrage in der letzten Woche. Die positiven Entwicklungen in Sachen Nahost-Konflikt und die rückläufigen Energiepreise dürften sich dabei aber wohl noch nicht nachhaltig niedergeschlagen haben.

DEUTSCHLAND

Am deutschen Aktienmarkt geht es am Dienstag nach leich nach oben.

Der DAX bewegt sich zum Sitzungsstart 0,2 Prozent höher auf 24.942,73 Zähler.

Nach dem positiven Wochenstart wegen des Rahmenabkommens zwischen den USA und dem Iran zum Ende des Krieges spielt sich am Dienstag im DAX ein leicht positiver Handel ab.

Zu Wochenbeginn war der Spielraum für den DAX mit der zeitweisen Rückkehr über die Marke von 25.000 Punkten aufgebraucht. Es fehlten schnell die Anschlusskäufe, nachdem die Märkte in der Aussicht auf einen Deal bereits am Freitag angezogen hatten. "Die Euphorie an den Aktienmärkten über die Einigung scheint bereits einer nüchternen Einschätzung gewichen zu sein", kommentierte am Morgen der LBBW-Experte Rolf Schäffer.

Innenpolitisch verschafft das Rahmenabkommen dem US-Präsidenten Donald Trump aus Sicht von Schäffer zwar Entlastung. Es bedeute aber "kein Ende der Risiken", denn in puncto iranisches Atomprogramm bestünden weiterhin erhebliche Differenzen und ausserdem hänge die Situation auch von der Lage im Libanon ab. "Die vorläufige Einigung ist daher weniger ein Schlussstrich als ein Zwischenstand: ein diplomatischer Erfolg auf Bewährung, dessen Bestand sich erst in den kommenden Wochen erweisen wird."

Auch wegen des Zinsentscheids der US-Notenbank am Mittwoch und dem grossen Verfallstermin an den Terminbörsen am Freitag fällt eine weitere Trendprognose für die Aktienmärkte zunächst schwer. "Die Notenbanker rund um den neuen Fed-Chef (Kevin) Warsh werden sich wohl in Zurückhaltung üben und damit den Markterwartungen entsprechen", kommentierten am Morgen die Helaba-Experten. Die Erwartung zeitnah steigender Zinsen habe sich mit den sinkenden Ölpreisen der letzten Tage zurückgebildet.

WALL STREET

Die US-Börsen starteten die neue Handelswoche mit markanten Aufschlägen.

Der Dow Jones Industrial stieg zu Beginn an und baute sein Kursplus im Anschluss deutlich aus. Dabei konnte er bei 51.945,89 Punkten sogar ein neues Rekordhoch verzeichnen. Schlussendlich ging es um 0,92 Prozent nach oben auf 51.671,83 Punkte.
Der Techwerteindex NASDAQ Composite eröffnete die Sitzung mit deutlichen Aufschlägen und legte auch weiterhin zu. Zum Handelsende notierte er 3,07 Prozent stärker bei 26.683,94 Zählern.

Die Aussicht auf eine Entspannung im Nahen Osten verlieh den US-Börsen zum Wochenauftakt deutlichen Rückenwind. Nachdem die Aktienmärkte bereits zuletzt kräftig zugelegt hatten, sorgte das Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran zur Beilegung des Konflikts für zusätzlichen Optimismus. Gleichzeitig gerieten die Ölpreise infolge der Einigung deutlich unter Druck.

Nach wochenlangen Gesprächen verständigten sich Washington und Teheran am Wochenende auf eine Absichtserklärung. Diese sieht eine Verlängerung der Waffenruhe sowie die vollständige Wiederöffnung der für den Welthandel zentralen Straße von Hormus vor. Das Abkommen soll als Grundlage für weitere Verhandlungen dienen, bei denen unter anderem das iranische Atomprogramm im Mittelpunkt stehen wird. Die offizielle Unterzeichnung ist für Freitag vorgesehen.

"Die Risikobereitschaft ist zurück, fraglich ist aber, ob die Meerenge vollständig wieder öffnet", sagte Christopher Dembik, Senior Investment Manager bei Pictet Asset Management. US-Präsident Trump habe keine gute Erfolgsbilanz bei dauerhaften Abkommen im Nahen Osten, daher bestehe das Risiko, dass die Spannungen im Sommer wieder steigen.

ASIEN

Die Börsen in Fernost verzeichnen am Dienstag mehrheitlich Verluste.

In Tokio gewinnt der Nikkei 225 zeitweise 0,13 Prozent bei 69.404,50 Punkten.

Auf dem chinesischen Festland sinkt der Shanghai Composite derweil um 0,01 Prozent auf 4.095,96 Zähler.

In Hongkong verliert der Hang Seng hingegen 1,74 Prozent auf 24.410,60 Einheiten an.

Die asiatischen Aktienmärkte zeigen am Dienstag kein einheitliches Bild. Während der japanische Nikkei-225 nach der Zinsentscheidung der Notenbank erstmals über die Marke von 70.000 Punkten springt, belasten schwache Daten in China. In Südkorea treibt die Rally bei Halbleiterwerten den technologielastigen Kospi nach oben. Die Hoffnung auf ein Ende des Iran-Krieges hatte die regionalen Börsen bereits am Vortag beflügelt, wirkt aber tendenziell noch ein wenig nach. "Die USA und der Iran stehen kurz vor einer Einigung, obwohl die Details noch wichtig sind", heisst es bei den OCBC-Analysten.

Redaktion finanzen.at / APA / Dow Jones Newswires / dpa-AFX


Bildquelle: Bule Sky Studio / Shutterstock.com
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