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Geändert am: 16.06.2026 22:17:49

Dow Jones schließt nach neuem Allzeithoch im Plus -- ATX beendet Handel mit Gewinnen -- DAX grenzt Zuschläge letztlich ein -- Asiens Börsen schließlich uneinheitlich

AUSTRIA

Die Wiener Börse bewegte sich am Dienstag nach oben.

Der ATX notierte zur Eröffnung marginal höher und legte im weiteren Tagesverlauf zunächst zu. Am Nachmittag fiel er an die Nulllinie zurück und gewann dann wieder leicht hinzu. Letztlich ging es 0,38 Prozent auf 6.445,04 Punkte aufwärts.

Beflügelt wurden die Märkte durch die angebliche Einigung auf ein Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran. Skepsis ist aber laut manchen Analysten angebracht. "Das Abkommen muss erst noch unterzeichnet werden und die wichtigsten und kritischsten Themen darin müssen ebenso erst gelöst werden", merken die Experten der Helaba an. Immerhin soll die wichtige Ölversorgungsroute in der Straße von Hormuz geöffnet werden. "Die Energiepreise haben im Zuge dessen weiter nachgegeben. Inflations- und Zinserwartungen haben sich im Zuge dessen zurückgebildet", heißt es weiter.

Am Vormittag richtet sich laut Helaba wohl die Aufmerksamkeit auf die Ergebnisse der ZEW-Umfrage in der letzten Woche. Die positiven Entwicklungen in Sachen Nahost-Konflikt und die rückläufigen Energiepreise dürften sich dabei aber wohl noch nicht nachhaltig niedergeschlagen haben.

DEUTSCHLAND

Am deutschen Aktienmarkt ging es am Dienstag knapp nach oben.

Der DAX bewegte sich zum Sitzungsstart etwas höher und kletterte anschließend weiter. Im Späthandel wurden die Gewinne immer kleiner, letztlich reichte es noch für ein Plus von 0,07 Prozent auf 24.910,41 Punkte.

Der LBBW-Experte Rolf Schäffer sieht in dem Abkommen zwischen den USA und Iran einen "diplomatischen Erfolg auf Bewährung", betonte aber auch, dass noch kein Schlussstrich unter den Konflikt gemacht werden könne. Bei Anlegern rückt nun der Zinsentscheid der US-Notenbank Fed am Mittwoch in den Fokus, gefolgt vom grossen Verfall an den Terminbörsen am Freitag. "Die Notenbanker rund um den neuen Fed-Chef (Kevin) Warsh werden sich wohl in Zurückhaltung üben und damit den Markterwartungen entsprechen", kommentierten die Helaba-Experten. Die Erwartung zeitnah steigender Zinsen habe sich mit den sinkenden Ölpreisen der letzten Tage zurückgebildet.

WALL STREET

Die US-Börsen zeigten sich im Handel am Dienstag mit verschiedenen Vorzeichen.

Der Dow Jones Industrial beendete den Handel bei 51.999,67 Punkten um 0,64 Prozent höher, nachdem er im Handelsverlauf zeitweise auf ein neues Allzeithoch bei 52.190,29 Zählern geklettert war. Zum Börsenstart hatte er sich noch kaum bewegt.
Der Techwerteindex NASDAQ Composite ging hingegen mit Verlusten in Höhe von 1,15 Prozent auf 26.376,34 Zähler aus der Sitzung. Er hatte bereits mit einem leichten Minus geöffnet und dann - nach einem kurzen Ausflug ins Plus - im Verlauf immer mehr nachgegeben.

Nach der Erleichterungsrally vom Wochenstart über das anstehende Friedensabkommen zwischen den USA und dem Iran ging es am Dienstag an der Wall Street uneinheitlich zu. Dies lag zum einen daran, dass viel Unklarheit über den Inhalt der Vereinbarung herrscht, beispielsweise die künftige Rolle des Iran bei der Kontrolle über die Straße von Hormus, zum anderen rückte der Zinsentscheid der US-Notenbank Fed am Mittwoch stärker in den Fokus. Im Vorfeld macht sich dann oft Zurückhaltung breit.

Bei der ersten Sitzung unter ihrem neuen Vorsitzenden Kevin Warsh werden die US-Währungshüter nach Einschätzung von Ökonomen am derzeitigen Zinsniveau festhalten. Die Sitzung dürfte allerdings Hinweise liefern, welche Neuerungen der seit dem 22. Mai amtierende Warsh plant. Allerdings geht Analyst Bernd Weidensteiner von der Commerzbank davon aus, dass tiefgreifende Änderungen bei der Geldpolitik kurzfristig kaum durchsetzbar sein dürften. US-Präsident Donald Trump hatte zuvor versichert, dass er keinen Druck auf den neuen Fed-Chef ausüben will. Dessen Vorgänger Jerome Powell war von Trump mehrfach heftig kritisiert worden, wobei der Präsident immer wieder Zinssenkungen gefordert hatte. Auch jüngst hatte sich Trump für eine Zinssenkung ausgesprochen. Daraus dürfte aber so schnell nichts werden angesichts der beharrlich zu hohen Inflation. Immerhin wird aber eine Zinserhöhung im laufenden Jahr trotz des Energiepreisschocks nicht vollständig eingepreist.

ASIEN

Die Börsen in Fernost verzeichneten am Dienstag mehrheitlich Verluste.

In Tokio gewann der Nikkei 225 letztlich 0,13 Prozent bei 69.404,50 Punkten. Zeitweise konnte der japanische Leitindex jedoch deutliche Gewinne verzeichnen und dabei sogar erstmals die 70.000er-Marke überschreiten.

Auf dem chinesischen Festland sank der Shanghai Composite schlussendlich um 0,11 Prozent auf 4.091,89 Zähler.

In Hongkong verlor der Hang Seng derweil 1,4 Prozent auf 24.493,95 Einheiten an.

Die asiatischen Aktienmärkte haben am Dienstag kein einheitliches Bild gezeigt. Während der japanische Nikkei-225 nach der Zinsentscheidung der Notenbank erstmals über die Marke von 70.000 Punkten sprang, belasteten schwache Daten in China. In Südkorea trieb die Rally bei Halbleiterwerten den technologielastigen Kospi nach oben. Die Hoffnung auf ein Ende des Iran-Krieges hatte die regionalen Börsen bereits am Vortag beflügelt, wirkte nun aber kaum mehr stützend. "Die USA und der Iran stehen kurz vor einer Einigung, obwohl die Details noch wichtig sind", hieß es bei den OCBC-Analysten relativierend.

Redaktion finanzen.at / APA / Dow Jones Newswires / dpa-AFX


Bildquelle: wienerborse.at, Ionana Davies / Shutterstock.com, Bule Sky Studio / Shutterstock.com
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Ethanolpreis 2,16 0,00 0,05
Goldpreis 4 152,66 -23,05 -0,55
Haferpreis 2,85 -0,01 -0,35
Heizölpreis 86,12 2,11 2,52
Holzpreis 623,50 4,00 0,65
Kaffeepreis 3,17 0,01 0,33
Kakaopreis 3 980,00 238,00 6,36
Kohlepreis 122,00 -0,40 -0,33
Kupferpreis 13 298,40 96,80 0,73
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Sojabohnenpreis 11,60 0,28 2,50
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