17.03.2026 07:41:42

MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa -2-

Die Federal Reserve soll nach dem Wunsch von US-Präsident Trump "sofort" die Zinsen senken. Er forderte Chairman Jerome Powell auf, eine Sondersitzung zur Senkung der Zinsen einzuberufen. "Was wäre ein besserer Zeitpunkt, um die Zinssätze zu senken, als jetzt? Ein Drittklässler wüsste das", sagte der Präsident. Die Fed beginnt ihre zweitägige März-Sitzung am Dienstag und wird ihre Entscheidung über die Zinssätze am Mittwoch um 19:00 Uhr MEZ bekannt geben.Die japanische Regierung und die Zentralbank sind alarmiert wegen unregelmäßiger Schwankungen bei Währungen sowie Anleiherenditen. Sie signalisierten ihre Bereitschaft zu Markteingriffen.

GELDPOLITIK JAPAN

Der Gouverneur der Bank of Japan (BoJ), Kazuo Ueda, sagte dem Parlament, dass die Zentralbank flexibel Anleihekaufprogramme durchführen werde, um schnelle Renditeanstiege einzudämmen. Er fügte jedoch hinzu, dass die langfristigen Zinssätze durch die Marktkräfte bestimmt werden sollten. "Wir werden die Geldpolitik angemessen steuern, um das nachhaltige und stabile Erreichen unseres Inflationsziels von 2 Prozent sicherzustellen", sagte Ueda. Ebenfalls am Dienstag sagte Finanzministerin Satsuki Katayama zu, die notwendigen Maßnahmen gegen eine übermäßige Yen-Schwäche zu ergreifen.

BIONTECH

Nach den Rücktrittsankündigungen im Vorstand sucht Biontech die Nachfolger verstärkt in Amerika. "Die Suche läuft international, fokussiert sich jedoch auf die Vereinigten Staaten", teilte das Unternehmen auf Anfrage der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) mit. "Die Stellen werden am Firmensitz in Mainz sein." Vergangene Woche hatten der Vorstandsvorsitzende Ugur Sahin und seine Frau Özlem Türeci als Forschungschefin angekündigt, bis Ende 2026 aus dem Vorstand auszuscheiden. Unternehmenskenner nannten Expertise in der Onkologie als erwünscht für Sahins Nachfolger. Sie ist aber nicht im Suchprofil erwähnt, welches Biontech auf Anfrage ebenfalls offenlegte: "Der Chief Executive Officer (CEO) soll über eine nachweisliche Erfolgsbilanz im Life-Sciences-Sektor verfügen und Biontech in die nächste Wachstumsphase führen." Er solle in enger Zusammenarbeit mit dem weiteren Vorstand "die konsequente Umsetzung des präklinischen und klinischen Portfolios vorantreiben". (FAZ)

COMMERZBANK / UNICREDIT

Die Commerzbank will bei der Prüfung des angekündigten Übernahmeangebots von Unicredit besonders die Interessen ihrer Beschäftigten berücksichtigen. Das kündigte Vorstandschefin Bettina Orlopp in einer Nachricht an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an, die am Montag im Intranet der Commerzbank veröffentlicht wurde und dem Handelsblatt vorliegt. "Wir als Vorstand haben gemeinsam mit dem Aufsichtsrat die Pflicht, das angekündigte Angebot der Unicredit, sobald es veröffentlicht wird, zu prüfen", erklärte Orlopp darin. "Das werden wir mit der gebotenen Sorgfalt und Verantwortung auch tun. Dabei werden die Interessen aller Stakeholder einfließen - insbesondere eure Interessen als Mitarbeitende." Mehrere Insider, mit denen das Handelsblatt gesprochen hat, gehen fest davon aus, dass Vorstand und Aufsichtsrat der Commerzbank den Aktionären eine Ablehnung des Angebots empfehlen werden. Beide Gremien glaubten nicht, dass eine feindliche Übernahme Sinn ergebe und Unicredit dabei die erhofften Synergien erzielen könne, sagten sie. Zudem sei der gebotene Angebotspreis nicht attraktiv für die eigenen Anteilseigner. (Handelsblatt)

SARTORIUS

will sich stärker auf die Bedürfnisse der wachsenden Biopharma-Branche ausrichten und ihr Angebot etwa für fortschrittliche Therapien in der Zell- und Gentherapie gezielt weiterentwickeln. Ziel ist es, in den relevanten Geschäftsfeldern ab 2027 mittelfristig jährlich um rund 100 bis 200 Basispunkte stärker zu wachsen als der Markt, wie das Labortechnikunternehmen vor Beginn seines Kapitalmarkttages mitteilte. Auf Konzernebene erwartet Sartorius ein organisches Umsatzwachstum von wechselkursbereinigt 8 bis 11 Prozent pro Jahr. Die beiden Konzernsparten sollen dazu mit über dem Markt liegenden Wachstumsraten beitragen: Für die Sparte Bioprocess Solutions geht die Unternehmensleitung von einem jährlichen Zuwachs von wechselkursbereinigt 9 bis 12 Prozent aus, für die Sparte Lab Products & Services von wechselkursbereinigt 5 bis 7 Prozent.

FRAPORT

BERICHTET PROG PROG

GESAMTJAHR Gj25 ggVj Gj25 ggVj Gj24

Umsatz 4.432 +0,1% 4.525 +2% 4.427

EBITDA 1.437 +10% 1.415 +9% 1.302

EBIT 885 +15% 865 +12% 770

Ergebnis nach Steuern 468 -7% 478 -5% 502

Ergebnis nach Steuern/Dritten 432 -4% 443 -2% 451

Ergebnis je Aktie 4,67 -4% 4,79 -2% 4,88

Dividende je Aktie 1,00 -- -- -- 0,00

Ausblick 2026 - das Unternehmen erwartet:

- EBITDA: bis zu rund 1,5 Mrd Euro

- Konzernergebnis: einen Rückgang

- rund 65 bis 66 Mio Passagiere (Vj 63,2)

- alle Angaben in den Tabellen in Millionen Euro, Ausnahme Ergebnis und Dividende je Aktie in Euro:

KERING

stellt seine Schmuck-Segmente neu auf. Wie der Luxusgüterkonzern mitteilte, fasst er seine Schmuck-Marken in einer neuen Geschäftseinheit zusammen. Leiter von Kering Jewelry wird mit sofortiger Wirkung Jean-Marc Duplaix, der gleichzeitig Chief Operating Officer des Gesamtkonzerns bleibt. Unterdessen kündigte Kering eine neue Struktur seiner anderen Geschäftsbereiche an und schuf ein Segment für Mode und Lederwaren, das Gucci, Saint Laurent, Bottega Veneta, Balenciaga, McQueen und Brioni umfassen wird. Dennoch werde Gucci angesichts seiner Bedeutung für die Gruppe auch weiterhin separat ausgewiesen. Kering passt seine Struktur damit an den Konkurrenten LVMH Moet Hennessy Louis Vuitton an, der ebenfalls über eine Abteilung für Mode und Lederwaren verfügt.

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HINWEIS: Dieses Briefing kann Meldungselemente enthalten, die mit Künstlicher Intelligenz automatisch aus der ursprünglich englischen Version ins Deutsche übersetzt wurden. Die englischsprachige Version sollte als die maßgebliche Fassung betrachtet werden.

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/cln/ros/flf

(END) Dow Jones Newswires

March 17, 2026 02:42 ET (06:42 GMT)

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