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24.04.2026 07:30:48
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MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa -2-
Leichter - Angesichts stockender Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran zog nach den Vortagesgewinnen mit teils neuen Rekordständen wieder etwas Vorsicht ein - auch weil sich Öl weiter verteuerte. Besser als erwartet ausgefallene Einkaufsmanagerindizes gingen eher unter. Tesla übertraf zwar die im vergangenen Quartal die Markterwartungen, prognostizierte jedoch für 2026 höhere Investitionen. Der Kurs gab um 3,6 Prozent nach. Microsoft will bis Ende 2029 rund 18 Milliarden Dollar in Cloud- und KI-Infrastruktur in Australien investieren. Der Softwareriese bietet außerdem laut Informanten US-Mitarbeitern freiwillige Abfindungen an vor dem Hintergrund des KI-Einsatzes. Die Aktie fiel um 4,0 Prozent. Auch Meta will die Mitarbeiterzahl verringern - im Mai um 10 Prozent. Meta verloren 2,3 Prozent. Texas Instruments übertraf mit den Quartalszahlen die Erwartungen. Zugleich fiel der Ausblick stark aus. Der Kurs schoss um knapp 20 Prozent nach oben. IBM steigerte den Gewinn zwar um 19 Prozent, die Aktie sackte aber trotzdem um 8,3 Prozent ab. Im Handel hieß es, angesichts der guten Quartalszahlen sei der nur bestätigte Ausblick eine Enttäuschung. ServiceNow stürzten um 17,7 Prozent ab, nachdem der Software-Entwickler nicht überzeugende Quartalsergebnisse vorgelegt hatte. Im Sog ging es für andere Branchenwerte ebenfalls steil abwärts. Salesforce rutschten um 8,7 und Workday um 9,4 Prozent ab.
US-ANLEIHEN
Rendite +/- Tageshoch Tagestief
2 Jahre 3,83 +0,04 3,85 3,79
5 Jahre 3,95 +0,04 3,98 3,91
10 Jahre 4,32 +0,03 4,35 4,29
Die Renditen von US-Staatsanleihen zogen mit den Ölpreisen an.
DEVISEN
DEVISEN zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Do, 18:05
EUR/USD 1,168 -0,0 -0,0003 1,1683 1,1700
EUR/JPY 186,58 0,0 0,0000 186,5800 186,5600
EUR/CHF 0,9188 +0,0 0,0004 0,9184 0,9178
EUR/GBP 0,8674 -0,0 -0,0001 0,8675 0,8672
USD/JPY 159,72 +0,0 0,0100 159,7100 159,4500
GBP/USD 1,3459 -0,1 -0,0008 1,3467 1,3489
USD/CNY 6,8355 +0,1 0,0095 6,8260 6,8260
USD/CNH 6,8367 +0,0 0,0024 6,8343 6,8311
AUS/USD 0,7124 -0,1 -0,0004 0,7128 0,7153
Bitcoin/USD 77.748,12 -0,2 -172,88 77.921,00 78.449,30
Der Dollar war als sicherer Hafen gesucht und auch angesichts der gestiegenen US-Marktzinsen. Der Euro wurde zuletzt bei 1,1683 Dollar gesehen.
Der japanische Yen bewegt sich am Morgen kaum. Die japanischen Verbraucherpreise sind im März in der Kernrate im von Ökonomen erwarteten Rahmen gestiegen. Im Vergleich zum Februar hat sich die Kernteuerung etwas beschleunigt, bedingt durch den deutlich gestiegenen Ölpreis, allerdings lag der Anstieg mit 1,8 Prozent noch unter dem Ziel der Bank of Japan (BoJ) von 2 Prozent. Das liefert der BoJ Argumente, die Geldpolitik über kurz oder lang zu straffen, wie Abhijit Surya, Volkswirt bei Capital Economics, meint. Angesichts der politischen Unsicherheit wird allerdings weithin erwartet, dass die japanische Zentralbank bei ihrer Sitzung in der kommenden Woche die Zinsen zunächst noch unverändert lässt. Dies glaubt auch Ökonom Nobuyasu Atago vom Rakuten Securities Economic Research Institute.
++++ ROHSTOFFE +++++
METALLE
Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag
Gold 4.673,84 -0,4 -18,85 4.692,69
Silber 74,98 -0,6 -0,45 75,43
Platin 1.989,81 -0,8 -16,24 2.006,05
Der Goldpreis litt unter gestiegenen Zinsen und dem festeren Dollar und verlor im US-Handel 43 auf 4.694 Dollar je Feinunze.
ÖL
ROHÖL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag
WTI/Nymex 95,91 +0,1 0,06 95,85
Brent/ICE 105,65 +0,6 0,58 105,07
Die Ölpreise setzten den jüngsten Anstieg fort. Brent-Öl verteuerte sich um 4,5 Prozent auf über 106 Dollar. Preistreibend wirkte die weiter extrem angespannte Lage rund um die weiter gesperrte Straße von Hormus. Hinzu kam eine Verlautbarung Israels, für eine Eskalation der Militäroperationen gegen den Iran nur auf grünes Licht aus den USA zu warten. Außerdem wirkte preistreibend, dass US-Präsident Trump seiner Marine befahl, Boote, die Minen in der Straße von Hormus legen, "zu beschießen und zu vernichten".
+++++ MELDUNGEN SEIT DONNERSTAG 17.30 UHR +++++
ATOSS SOFTWARE
hat den Ausblick für die operative Gewinnmarge für das Gesamtjahr angehoben. Das Unternehmen konnte im ersten Quartal die zweistelligen Prozentwachstumsraten fortsetzen und dabei sowohl die Gewinne steigern als auch die Margen weiter verbessern. Das EBIT stieg auf 18,2 Millionen Euro von 15,6 Millionen. Der Umsatz stieg um 11 Prozent auf 51,4 Millionen Euro.
UNICREDIT/COMMERZBANK
Die Finanzaufseher bei Bafin und EZB prüfen offenbar die jüngste Kommunikation der Unicredit im Zusammenhang mit ihrem Versuch, die Commerzbank zu übernehmen. Laut SZ-Informationen geht es darum, ob Unicredit so die Commerzbank geschäftlich und kreditseitig beeinträchtigt haben könnte. In einer öffentlich zugänglichen Telefonkonferenz mit Analysten hatte Unicredit-Chef Andrea Orcel am Montagmorgen gesagt, die Commerzbank sei überbewertet und dauerhaft allein nicht überlebensfähig. Am Dienstagabend schaltete die italienische Großbank auf Facebook noch eine inzwischen gelöschte Anzeige, die der Süddeutschen Zeitung vorliegt. Darin wurde die Commerzbank in grau dargestellt, mit den in Rot gehaltenen Schlagworten "vernachlässigt", "unsicher" und "kurzfristig orientiert". Daneben die "Vision" der Unicredit für eine von ihr kontrollierte Commerzbank, die "stark" sei, "wettbewerbsfähig" und ein "führender Anbieter". Die Anzeige soll dem Vernehmen nach Irritation bei den Aufsehern ausgelöst haben.
HEIZKOSTEN
Der Chef des Energie-Vergleichsportals Verivox, Daniel Puschmann, warnt angesichts steigender Gaspreise durch den anhaltenden Iran-Konflikt vor deutlich steigenden Heiz- und Stromkosten für die deutschen Haushalte. "Wir stehen eher am Anfang höherer Preise bei Gas als am Ende der Entwicklung", sagte Puschmann der Augsburger Allgemeinen. "Je länger aber der Konflikt andauert, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich die höheren Beschaffungspreise für Erdgas auch in höheren Endkundenpreisen niederschlagen", erklärte er. "Gas ist so teuer wie seit März 2023 nicht mehr", sagte der Verivox-Chef. (Augsburger Allgemeine)
HELLA
hat für das erste Quartal einen Umsatzrückgang von 2,9 Prozent auf 1,9 Milliarden Euro. befrichtet. Währungsbereinigt verzeichnete Hella einen stabilen Umsatz von 2,0 Milliarden Euro, wie das unter der Dachmarke Forvia mit dem französischen Partner Faurecia agierende Unternehmen mitteilte. Zum Ausblick machte Hella keine Angaben. Zuletzt hatte der Konzern für 2026 einen bereinigten Umsatz zwischen rund 7,4 und 7,9 Milliarden Euro in Aussicht gestellt. Die Operating-Income-Marge soll zwischen rund 5,4 und 6,0 Prozent liegen.
ADYEN
Adyen verstärkt sich mit der Plattform Talon.One für Markenprämien und Incentives mit Sitz in Berlin für 750 Millionen Euro.
SAINT-GOBAIN
hebt angesichts steigender Kosten und sinkender Volumen die Preise an. Im ersten Quartal des Jahres sank der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 2,3 Prozent auf 11,1 Milliarden Euro. Darin enthalten ist ein Rückgang von 11 Prozent in Nordamerika. Das Neugeschäft sei dort nach einem kalten und stürmischen Winter, der einen langsamen Jahresauftakt erzwang, schwach geblieben, so Saint-Gobain. Dennoch sollten die geplanten Preiserhöhungen dem Unternehmen helfen, seine Gewinnmarge für das Gesamtjahr über 15 Prozent zu halten.
T-MOBILE US
Der Vorstand hat eine Erhöhung des Shareholder-Return-Programms um 3,6 Milliarden Dollar genehmigt. Die Gesamthöhe des Programms, das bis Ende dieses Jahres läuft, beträgt nun 18,2 Milliarden Dollar.
VINCI
hat seine Prognosen für das Jahr nach einem leichten Umsatzrückgang im ersten Quartal und trotz der Unsicherheit über die potenziellen Auswirkungen des Krieges im Iran bestätigt. Der Umsatz sank um 0,3 Prozent auf 16,28 Milliarden Euro, auf vergleichbarer Basis sank er um 0,5 Prozent. Das Ergebnis blieb hinter den Erwartungen der Analysten von 16,61 Milliarden Euro zurück. Der Auftragseingang kletterte um 5 Prozent auf 17,4 Milliarden Euro, während der Auftragsbestand Ende März mit 74,9 Milliarden Euro einen neuen Rekordwert erreichte.
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HINWEIS: Dieses Briefing kann Meldungselemente enthalten, die mit Künstlicher Intelligenz automatisch aus der ursprünglich englischen Version ins Deutsche übersetzt wurden. Die englischsprachige Version sollte als die maßgebliche Fassung betrachtet werden.
Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com
DJG/gos/flf
(END) Dow Jones Newswires
April 24, 2026 01:31 ET (05:31 GMT)
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