07.05.2026 07:31:49

MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa -2-

Sehr fest - Die Hoffnung auf ein baldiges Ende des Iran-Krieges hat die Wall Street auf Allzeithochs getrieben. Der Hauptimpuls kam von stark gefallenen Ölpreisen, nachdem US-Präsident Trump Hoffnungen auf eine Beilegung des Nahost-Konflikts geschürt hatte. Gestützt wurden die Trump-Aussagen auch von Berichten, wonach die USA und Iran kurz vor einer Vereinbarung für ein Kriegsende stehen. AMD lieferte starke Geschäftszahlen und einem ebensolchen Umsatzausblick. Die Aktie schoss um 18,6 Prozent nach oben. Nvidia lagen 5,7 Prozent höher, Intel um weitere 4,5 Prozent. Der Technologiesektor im S&P-500 lag mit plus 2,1 Prozent vorn. Super Micro Computer meldete derweil mehr als eine Verdoppelung des Umsatzes. Der KI-Server-Hersteller übertraf zugleich die Gewinnerwartungen. Die Aktie haussierte um 24,6 Prozent. Arista Networks sackten dagegen um 13,6 Prozent ab. Der Spezialist für Netzwerktechnik berichtete zwar von einem höheren Gewinn und einem Umsatzanstieg über Markterwartung, allerdings hatten einige Analysten noch mehr erwartet, unter anderem eine Anhebung des Umsatzausblicks. Daher kam es zu Gewinnmitnahmen. CVS Health legten um 7,7 Prozent zu. Das Gesundheitsunternehmen übertraf die Erwartungen und signalisierte eine verbesserte Profitabilität im Versicherungsgeschäft. Uber machten nach höheren Quartalsumsätzen und Bruttobuchungen einen Sprung um 8,4 Prozent.

USA - ANLEIHEN

US-Treasuries Rendite +/- Tageshoch Tagestief

2 Jahre 3,87 -0,07 3,92 3,84

5 Jahre 4,00 -0,08 4,05 3,97

10 Jahre 4,35 -0,07 4,39 4,33

Mit den gesunkenen Ölpreisen ebbten Inflationssorgen ab. Am Anleihemarkt fielen daher die Renditen deutlich. Für Erleichterung sorgte zudem angesichts der Relevanz für Marktzinsen die Mitteilung des US-Finanzministeriums über den Finanzbedarf im nächsten Quartal. Die US-Regierung wird das Volumen einiger seiner vielbeachteten Anleiheverkäufe "mindestens für die nächsten Quartale" konstant halten. Damit wurden Befürchungen entkäftet, dass der Finanzbedarf angesichts der Kriegskosten und im Hinblick auf mögliche Rückforderungen von Importzöllen höher hätte ausfallen können.

+++++ DEVISENMARKT +++++

DEVISEN zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Di, 18:16

EUR/USD 1,1749 +0,0 0,0002 1,1747 1,1701

EUR/JPY 183,76 +0,0 0,0800 183,6800 184,5600

EUR/CHF 0,9152 +0,0 0,0003 0,9149 0,9154

EUR/GBP 0,8641 0,0 0,0000 0,8641 0,8624

USD/JPY 156,38 -0,0 -0,0100 156,3900 157,7100

GBP/USD 1,3593 +0,0 0,0002 1,3591 1,3564

USD/CNY 6,8058 -0,1 -0,0052 6,8110 6,8300

USD/CNH 6,8052 -0,1 -0,0082 6,8134 6,8270

AUS/USD 0,7245 +0,1 0,0009 0,7236 0,7189

Bitcoin/USD 81.063,87 -0,4 -349,19 81.413,06 81.466,04

Der Dollar verlor als sicherer Hafen an Zuspruch angesichts der Entspannungssignale, der Dollar-Index büßte 0,4 Prozent ein.

+++++ ROHSTOFFE +++++

METALLE

Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag

Gold 4.694,85 +0,1 5,80 4.689,05

Silber 77,62 +0,4 0,29 77,33

Platin 2.051,17 -0,5 -9,65 2.060,83

Reduzierte Marktzinsen und Dollar-Schwäche hievten den Goldpreis um 3,1 Prozent nach oben.

ÖL

ROHÖL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag

WTI/Nymex 95,67 +0,6 0,59 95,08

Brent/ICE 101,91 +0,6 0,64 101,27

Brent verbilligte sich um 7,7 Prozent, unterschritt temporär sogar die 100-Dollar-Marke, obwohl die Straße von Hormus weiter blockiert war und die US-Marine gegen iranische Blockadebrecher vorging. Gesunkene US-Rohöllagerbestände spielten wegen der Dominanz der Geopolitik keine Rolle.

+++++ MELDUNGEN SEIT VORTAG 17.30 UHR +++++

AIRBUS

hat einen Großauftrag aus Südostasien erhalten. Die malaysische AirAsia hat 150 Maschinen des Typs A220-300 fest bestellt. Finanzielle Details wurden nicht genannt.

DEUTSCHE TELEKOM

Bei der Telekom wird auch am Donnerstag gestreikt. Wie die Gewerkschaft Verdi mitteilte, weitet sie die Warnstreiks auf Standorte in zwölf Bundesländern aus.

SIEMENS HEALTHINEERS

streicht nach erheblichen Umsatzeinbußen in China im abgelaufenen Quartal die Prognose für das Geschäftsjahr 2025/26 zusammen und stellt das Diagnostikgeschäft auf den Prüfstand. Der Medizintechnikkonzern begründete die Prognosesenkung mit einer strukturellen Veränderung des chinesischen Marktes für Labordiagnostik sowie einer gestiegenen Inflationserwartung. Belastend wirken im abgelaufenen Quartal überdies Handelszölle und negative Wechselkurseffekte. "Obwohl das Umfeld schwierig bleibt, ist unser synergetischer Kern aus Imaging und Precision Therapy weiter mit gutem Momentum auf Kurs", sagte Vorstandschef Bernd Montag. "Zudem ergreifen wir Maßnahmen für die Zukunft des Unternehmens: Wir leiten die nächsten Schritte zur Schaffung von Optionen für Diagnostics ein." Für das zweite Quartal wurden folgende Eckdaten bekannt gegeben (Angaben in Millionen Euro, Ausnahme Ergebnis je Aktie in Euro, Umsatzwachstum und EBIT-Marge in Prozent, Bilanzierung nach IFRS):

. BERICHTET PROG PROG

2. QUARTAL 2Q25/26 ggVj 2Q25/26 ggVj 2Q24/25

Umsatz 5.681 -4% 5.769 -2% 5.909

Vergleichbares Umsatzwachstum 3,1 -- 3,4 -- 6,8

EBIT bereinigt 836 -15% 868 -12% 982

EBIT-Marge bereinigt 14,7 -- 15,0 -- 16,6

Ergebnis nach Steuern/Dritten 506 -5% 466 -12% 530

Ergebnis je Aktie 0,45 -4% 0,42 -11% 0,47

Ergebnis je Aktie bereinigt 0,53 -5% 0,51 -9% 0,56

VONOVIA

hat im ersten Quartal den operativen Gewinn EBITDA leicht gesteigert und dabei von einem höheren Beitrag aus dem Vermietungsgeschäft und den wohnungsnahen Dienstleistungen profitiert. Vor Steuern und unter dem Strich ergaben sich deutliche Gewinnrückgänge, unter anderem wegen höherer Finanzierungskosten und Steuern. Außerdem fand im Quartal keine Neubewertung des Portfolios statt. Die Verschuldung LTV sank leicht. Für die Ziele im Gesamtjahr und bis 2028 sieht sich der Bochumer Wohnimmobilienkonzern auf Kurs. Für das erste Quartal wurden folgende Eckdaten bekannt gegeben (Angaben in Millionen Euro, Ausnahme Ergebnis je Aktie in Euro, Bilanzierung nach IFRS):

. BERICHTET

1. QUARTAL 1Q26 ggVj 1Q25

EBITDA bereinigt total 712 +1% 702

Ergebnis vor Steuern bereinigt 462 -4% 482

Ergebnis vor Steuern ber pro Aktie 0,54 -8% 0,59

Ergebnis nach Steuern/Dritten 366 -7% 394

Ergebnis je Aktie 0,43 -10% 0,48

Operating Free Cashflow 364 -43% 634

AMS-OSRAM

hat ihre Marge im ersten Quartal weitgehend stabil gehalten. Der Umsatz des Halbleiter- und Sensorspezialisten sank dagegen wegen des angekündigten Verkaufs von Unternehmensbereichen zur Entschuldung und wegen widriger Wechselkurseffekte. Den Ausblick für das "Übergangsjahr" 2026 bestätigte das Unternehmen. Im ersten Quartal sank der Umsatz wegen Währungseffekten und des Verkaufs von Unternehmensteilen um 3 Prozent zum Vorjahr auf 796 Millionen Euro. Bereinigt wäre er um rund 8 Prozent gestiegen. Er lag damit am oberen Ende der Prognosespanne. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) ging ebenfalls um 3 Prozent auf 131 Millionen Euro zurück. Die entsprechende Marge rückte um 10 Basispunkte auf 16,5 Prozent vor. Das Unternehmen meldete zudem die Unterzeichnung einer Entwicklungsvereinbarung "mit einem etablierten Infrastrukturpartner" im Bereich KI-Datenzentren.

AUMOVIO

Der Autozulieferer hat im ersten Quartal trotz des anhaltend schwierigen Umfelds in der Autobranche das bereinigte operative Ergebnis prozentual zweistellig gesteigert. Gegenwind verzeichnete der Konzern auch von der Währungsseite. Am Ausblick für das Gesamtjahr hält der Konzern fest. Für das erste Quartal wurden folgende Eckdaten bekannt gegeben (Angaben in Millionen Euro, Ausnahme Ergebnis je Aktie in Euro, Marge in Prozent, Bilanzierung nach IFRS):

. BERICHTET PROG PROG

1. QUARTAL 1Q26 ggVj 1Q26 ggVj 1Q25

Umsatz bereinigt 4.400 -8% 4.417 -8% 4.805

EBIT bereinigt 106 +14% 103 +10% 93

EBIT-Marge bereinigt 2,4 -- 2,3 -- 1,9

Free Cashflow bereinigt -3 -- -56 -- -33

KNORR-BREMSE

hat im ersten Quartal vor allem dank einer starken Ergebnisentwicklung der Truck-Sparte die Rendite bei leicht rückläufigen Umsätzen verbessert. In den ersten drei Monaten lag der Umsatz mit 1,937 Milliarden Euro gut 1 Prozent unter Vorjahresniveau. Das EBIT stieg um ein Fünftel auf 245 Millionen Euro. Die operative EBIT-Marge lag mit 13,5 Prozent über dem Vorjahresniveau von 12,1 Prozent. Analysten haben nur mit einer Rendite von 13,0 Prozent gerechnet. Das Ergebnis je Aktie stieg um 13 Prozent auf 0,95 Euro. Der Auftragseingang sank dagegen den weiteren Angaben zufolge um gut 6 Prozent auf 2,23 Milliarden Euro. Grund sei eine leicht rückläufige Nachfrage im Schienenfahrzeugmarkt sowie moderat gesunkene Auftragseingänge im Nutzfahrzeugbereich. Den Ausblick für das Gesamtjahr bestätigte der Münchener Konzern.

KONTRON

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May 07, 2026 01:30 ET (05:30 GMT)

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