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Geändert am: 11.05.2026 22:03:24

ATX letztlich in Grün -- DAX schließt stabil -- US-Börsen beenden Handel knapp im Plus -- Asiens Börsen schlussendlich uneins

AUSTRIA

Der heimische Aktienmarkt bewegte sich zum Wochenstart deutlich auf grünem Terrain.

Der ATX baute seine frühen Gewinne im Handelsverlauf weiter aus und schloss 0,90 Prozent stärker bei 5.936,48 Punkten.

Die Verhandlungen zwischen dem Iran und den Vereinigten Staaten erfuhren zuletzt wieder einen Rückschlag. Die Ölpreise reagierten mit Anstiegen.

Der Iran hat nach eigenen Angaben in seiner Antwort auf einen Vorschlag der USA für eine Beendigung des Krieges ein Ende der Kämpfe in der gesamten Region und eine Freigabe seiner im Ausland eingefrorenen Vermögenswerte gefordert. Der Iran verlange von den USA keine "Zugeständnisse", sondern lediglich seine "legitimen Rechte", sagte der iranische Außenamtssprecher Esmail Bakaei am Montag bei einer Pressekonferenz in Teheran. Die Forderungen des Iran umfassen seinen Angaben zufolge "ein Ende des Krieges in der Region", die Aufhebung der US-Blockade iranischer Häfen sowie die "Freigabe von Vermögenswerten, die dem iranischen Volk gehören und seit Jahren zu Unrecht gesperrt sind".

US-Präsident Donald Trump hat die Antwort bereits als "inakzeptabel" bezeichnet. Dem Nachrichtenportal "Axios" sagte er, er werde Irans unangemessene Replik zurückweisen. "Ich mag ihre Antwort nicht", sagte Trump. Er ließ offen, ob er die Verhandlungen fortsetzen will.

Unternehmensseitig gab es im Laufe des Tages keine Neuigkeiten.

DEUTSCHLAND

Anleger am deutschen Aktienmarkt hielten sich am Montag zurück.

Der DAX änderte nach einer stabilen Eröffnung mehrfach das Vorzeichen und ging schlussendlich mit einem geringfügigen Plus von 0,05 Prozent bei 24.350,28 Punkten in den Feierabend.

Im Fokus blieb die weiterhin unsichere Lage in Nahost. In den Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran gibt es immer noch keinen Durchbruch, die Waffenruhe wurde zugleich aber von keiner der beiden Seiten aufgekündigt. Die Ölpreise stiegen unterdessen wieder.

Solange eine weitere Eskalation nicht ausgeschlossen werden könne, bleibe der Iran-Krieg im Zentrum der Aufmerksamkeit, auch wenn die Aktienmärkte derzeit für positive Nachrichten wesentlich empfänglicher seien als für negative, schrieb Marcel Mussler, Herausgeber der gleichnamigen Börsen-Briefe.

In den Blick rückt zunehmend auch der China-Besuch von US-Präsident Donald Trump in dieser Woche. Dabei soll es zwar hauptsächlich um die Beilegung des Handelsstreits der zwei weltweit größten Volkswirtschaften gehen, am Markt erhofft man sich aber auch positive Impulse in Sachen Iran-Krieg.

Nach wie vor ist eine diplomatische Lösung im Iran-Krieg nicht in Sicht. Vielmehr scheint sich die Situation wieder mehr zuzuspitzen, denn Trump bezeichnete die jüngste Antwort des Iran auf den von den USA vorgelegten Friedensvorschlag als "völlig inakzeptabel". So reagierte der US-Präsident daher mit weiteren Drohungen gegen die Islamische Republik, während sich die dortige Führung davon unbeeindruckt zeigte und ihrerseits Forderungen stellte. Aus Sicht von Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu kann der Krieg erst beendet werden, wenn hoch angereichertes Uran aus dem Iran entfernt worden ist.

WALL STREET

Die US-Börsen zeigten sich zum Wochenbeginn wechselhaft.

Der Dow Jones Industrial stieg etwas tiefer in die neue Handelswoche ein. Im Tagesverlauf konnte er sich jedoch nicht für eine Richtung entscheiden. Letztlich notierte er leichte 0,19 Prozent fester bei 49.704,34 Punkten.
Der NASDAQ Composite eröffnete den Montag im Minus und wechselte ebenfalls mehrmals das Vorzeichen. Schlussendlich präsentierte er sich minimale 0,1 Prozent stärker bei 26.274,13 Zählern - dennoch markierte er im Handelsverlauf ein neues Allzeithoch.

Die Rekordjagd an der Wall Street setzte sich zu Wochenbeginn nur zeitweise fort - und auch nur in gemächlichem Tempo. Nachdem US-Präsident Donald Trump die iranische Reaktion auf einen Friedensvorschlag als unzureichend zurückgewiesen hat, schwinden die Hoffnungen auf ein baldiges Ende des Konflikts. Dies führte dazu, dass die strategisch wichtige Straße von Hormus blockiert blieb, was die Ölpreise aufgrund drohender Lieferengpässe erneut nach oben trieb.

Der Fokus der Anleger verschiebt sich nun auf das bevorstehende Treffen zwischen Trump und dem chinesischen Staatschef Xi Jinping. Da die Instabilität in der Region Chinas Energieversorgung gefährdet und die globale Exportnachfrage dämpft, wird darauf gehofft, dass Xi mäßigend auf die Verhandlungen einwirkt.

Zusätzlich sorgte die Unsicherheit über die kommende Inflation für Zurückhaltung. Während der Montag mangels relevanter Konjunkturdaten - abgesehen von den Verkäufen bestehender Häuser - ruhig verlief, blicken Marktteilnehmer mit Spannung auf die am Dienstag anstehenden Inflationszahlen für April. Es wird erwartet, dass sich die kriegsbedingt hohen Energiekosten dort bereits deutlich widerspiegeln und den Druck auf die Märkte weiter erhöhen könnten.

ASIEN

Die asiatischen Börsen zeigten sich am Montag mit unterschiedlichen Tendenzen.

In Tokio verlor der Nikkei 225 letztlich 0,47 Prozent auf 62.417,88 Punkte.

Auf dem chinesischen Festland notierte der Shanghai Composite schließlich 1,08 Prozent im Plus bei 4.225,02 Zählern.

In Hongkong gewann der Hang Seng schlussendlich marginale 0,05 Prozent auf 26.406,84 Punkte.

Die Mehrheit der asiatischen Börsen hat sich am Montag mit Aufschlägen gezeigt. Der positive Impuls von der ebenfalls technologielastigen NASDAQ sei wieder einmal verstärkt weitergetragen worden, hieß es. Der NASDAQ Composite schloss am Freitag auf Rekordhoch, gestützt von Halbleiteraktien.

Während Technologiewerte in der gesamten Region gefragt waren, bremste die Geopolitik - auch aufgrund gestiegener Ölpreise - in der Breite etwas. US-Präsident Donald Trump hatte den jüngsten Friedensvorschlag des Irans als "völlig inakzeptabel" zurückgewiesen.

Redaktion finanzen.at / APA / Dow Jones Newswires / dpa-AFX


Bildquelle: wienerborse.at, Ionana Davies / Shutterstock.com, Bule Sky Studio / Shutterstock.com
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Holzpreis 588,50 1,00 0,17
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