27.05.2026 07:30:45

MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa -2-

Mit den optimistischen Meldungen vom Wochenende waren die Ölpreise am Montag stark gefallen. Nun stiegen sie wieder. Brent-Öl erhöhte sich um 3,6 Prozent auf 99,55 Dollar, lag zeitweise auch über der 100-Dollar-Marke. "Die Märkte wollen, dass dieser Konflikt beendet wird und die Straße von Hormus offen ist", sagte Tracy Shuchart, leitende Ökonomin bei der NinjaTrader Group. "Es sieht so aus, als würde sich die festgefahrene Situation in nächster Zeit nicht ändern", ergänzte sie. Selbst wenn morgen eine Einigung erzielt würde, "bedeutet das nicht, dass die Lieferungen morgen automatisch wieder aufgenommen werden."

+++++ MELDUNGEN SEIT VORTAG 17.30 UHR +++++

NATO / USA / EUROPA

Das Pentagon streicht offenbar erheblich die Streitkräfte zusammen, die für einen europäischen Krisenfall entsendet werden könnten. Alexander Velez-Green, Senior Advisor to the Under Secretary of Defense for Policy, habe die NATO-Verbündeten in der vergangenen Woche bei einem Treffen hinter verschlossenen Türen im Hauptquartier des Bündnisses in Brüssel über die geplanten Kürzungen informiert, sagten mit der Sache vertraute Personen. Die US-Regierung strebe an, den Pool an militärischen Kapazitäten, die sie der NATO im Falle eines Konflikts zur Verfügung stellt, um ein Drittel bis die Hälfte zu reduzieren. Dies betrifft unter anderem US-Zusagen für strategische Bomber und andere Langstrecken-Streitkräfte, bestimmte Marineeinheiten sowie Luftbetankungsflugzeuge.

INDUSTRIEGEWINNE CHINA

Deutliche Verbesserungen in den Rohstoff- und Fertigungssektoren des Landes trugen im April zu einem Anstieg der Industriegewinne um 24,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum bei. Im März hatte der Anstieg noch bei 15,8 Prozent gelegen. Die Industriegewinne seien von Januar bis April um 18,2 Prozent gestiegen, gegenüber einem Anstieg von 15,5 Prozent im ersten Quartal des Jahres, teilte das Nationale Statistikamt mit.

AUTOABSATZ EUROPA

Die starke Nachfrage nach E-Autos hat dem europäischen Automarkt im April weiter Schub verliehen. Wie die europäische Herstellervereinigung Acea mitteilte, legte der Absatz in der EU, der Freihandelszone Efta und in Großbritannien im Vergleich zum Vorjahreszeitraum insgesamt um 7 Prozent auf 1,152 Millionen Fahrzeuge zu. Hochgerechnet auf die ersten vier Monate ergab sich ein Plus von 4,8 Prozent. Der Absatz batterieelektrischer Fahrzeuge stieg im April um 38,3 Prozent auf 255.296 Einheiten. Damit waren batterieelektrische Fahrzeuge gefragter als Plugin-Hybride, deren Absatz um 20,3 Prozent auf 118.645 Autos wuchs. Rückläufig war dagegen weiter die Nachfrage nach Benzinern und Diesel: Hier schrumpften die Verkäufe im April um 14,8 bzw 17,3 Prozent.

LNG / KANADA / EUROPA

Kanada wird voraussichtlich am Mittwoch ein Abkommen zur Lieferung von verflüssigtem Erdgas nach Deutschland bekanntgeben. Die LNG-Lieferungen, die von der Westküste des Landes aus geplant sind, sollen laut zwei mit der Angelegenheit vertrauten Personen Anfang der 2030er Jahre beginnen. Das Abkommen sieht vor, dass das deutsche staatliche Energieunternehmen Sefe das LNG von einem geplanten schwimmenden Terminal vor der Nordküste von British Columbia kauft, sagte eine der Personen. Bloomberg hatte zuvor über die Transaktion berichtet.

SIEMENS HEALTHINEERS

Der am 21. Mai beschlossene Aktienrückkauf beginnt am 1. Juni. Bis spätestens zum 29. Januar kommenden Jahres will der DAX-Konzern eigene Aktien im Wert von bis zu 230 Millionen Euro zurückkaufen, maximal jedoch 14 Millionen Stückaktien. Die zurückgekauften Aktien sollen den weiteren Unternehmensangaben zufolge vornehmlich für Vergütungs- beziehungsweise Belegschaftsaktienprogramme verwendet werden.

AROUNDTOWN

hat im ersten Quartal 2026 unter dem Strich weniger verdient, den operativen Gewinn jedoch bei leicht höheren Mieterlösen stabil gehalten und bekräftigt den Ausblick für das Gesamtjahr. Im ersten Quartal 2026 verzeichnete die Gesellschaft einen Gewinn nach Steuern von 119 Millionen Euro, verglichen mit einem Gewinn von 319 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum 2025. Einschließlich der bereinigten EBITDA-Beiträge aus Joint Ventures belief sich das bereinigte EBITDA im ersten Quartal auf 250 Millionen Euro nach 251 Millionen Euro im ersten Quartal 2025. Der FFO I erreichte 70,2 Millionen Euro nach 76,3 Millionen Euro im Vorjahr und die Mieterlöse kletterten auf 297 (Vorjahr: 295) Millionen Euro.

BAYWA

Der Konzernumsatz sackte im ersten Quartal 2026 auf 2,3 von 3,6 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum ab, wie Baywa mitteilte. Belastend wirkten neben ungünstigen Witterungsverhältnissen, der fortgesetzt schwachen Baukonjunktur sowie geopolitischen Spannungen eine "gewisse Verunsicherung" der Kunden durch die Berichterstattung über die Erneuerbaren-Tochter Baywa r.e. und die daraus resultierenden Zurückhaltung der Baywa-AG-Kunden bei größeren Investitionsentscheidungen, erklärte das Unternehmen.

KNDS

Kurz vor dem Einstieg der Bundesregierung und dem für Mitte Juni geplanten Startschuss für den geplanten Börsengang in Frankfurt und Paris wirbt der deutsch-französische Panzerkonzern mit Rekordzahlen um die Gunst der IPO-Investoren. Durch steigende europäische Verteidigungsausgaben ist der Umsatz im Jahr 2025 um 15,9 Prozent auf 4,4 Milliarden Euro geklettert, während der Auftragsbestand um 13,5 Milliarden auf den Höchststand von 33 Milliarden Euro zulegte, wie das Unternehmen mit Konzernsitz in Amsterdam am Dienstag mitteilte.

HONEYWELL

Quantinuum, die Quantencomputing-Tochter von Honeywell, hat die Bedingungen für ihren Börsengang festgelegt. Demnach sollen fast 21,1 Millionen Aktien in einer Preisspanne von je 45 bis 50 US-Dollar verkauft werden. In der Mitte der Zielspanne würde Quantinuum damit ein Nettoerlös von 941,7 Millionen Dollar winken. Dieser Betrag könnte auf rund 1,09 Milliarden Dollar steigen, falls die Mehrzuteilungsoption ausgeübt wird. Mit 253,9 Millionen ausstehenden Aktien nach dem Börsengang könnte die Bewertung des Unternehmens bis zu 12,7 Milliarden Dollar erreichen. Damit wäre Quantinuum das bislang größte Unternehmen, das in diesem Jahr an die Börse geht.

SAMSUNG ELECTRONICS

Die gewerkschaftlich organisierten Samsung-Electronics-Mitarbeiter haben einer in der vergangenen Woche mit dem Unternehmen erzielten vorläufigen Bonusvereinbarung zugestimmt. Damit wurde ein Streik beim weltweit größten Hersteller von Speicherchips abgewendet.

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HINWEIS: Dieses Briefing kann Meldungselemente enthalten, die mit Künstlicher Intelligenz automatisch aus der ursprünglich englischen Version ins Deutsche übersetzt wurden. Die englischsprachige Version sollte als die maßgebliche Fassung betrachtet werden.

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/ros/cln

(END) Dow Jones Newswires

May 27, 2026 01:31 ET (05:31 GMT)

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