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29.05.2026 07:29:47
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MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa -2-
Freundlich - Zwar dämpften neue Militäraktionen im Iran Friedenshoffnungen, der darauf folgende Anstieg der Ölpreise fiel aber letztlich sehr moderat aus. Das hielt Inflationssorgen und Zinserhöhungsspekulationen im Zaum. Konjunkturseitig fiel das US-BIP-Wachstum im ersten Quartal mit 1,6 Prozent schwächer aus als vorläufig mit 2,0 Prozent geschätzt. Außerdem stieg der Preisindex der persönlichen Konsumausgaben im April einen Tick weniger stark als prognostiziert. Beides spricht tendenziell gegen höhere Zinsen, was der Stimmung für Aktien ebenfalls half. Viel Musik spielte bei Einzelhandelsaktien. Best Buy meldete einen höheren Gewinn und steigende Umsätze. Die Aktie machte einen Satz um fast 16 Prozent. Auch Dollar Tree verzeichnete einen höheren Gewinn und Umsatz. Hier ging es um fast 19 Prozent nach oben. Bei der Kaufhauskette Kohl's verringerten sich die Verluste, weil Sanierungsbemühungen erste Erfolge zeigten. Kohl's schossen um gut 20 Prozent nach oben. Im Technologiesektor waren erneut Chipaktien mit der intakten KI-Fantasie gesucht. Marvell Technology kamen um 3,1 Prozent voran. Der Chiphersteller erreichte bei leicht über den Erwartungen liegenden Umsätzen die Gewinnerwartungen. Zudem fiel die Prognose für das laufende Quartal über den bisherigen Schätzungen aus. Für AMD ging es um 4,6 Prozent nach oben, für Arm um 10,8 Prozent. Nvidia zogen um knapp 1 Prozent an. Salesforce büßten 0,8 Prozent ein. Der Unternehmenssoftware-Anbieter erzielte im ersten Quartal einen höheren Gewinn und Umsatz, verfehlte mit der Umsatzprognose für das Gesamtjahr aber die Analystenschätzung knapp. Snowflake schnellten um 36,5 Prozent nach oben. Das Cloudspeicher-Unternehmen hob nach besser als gedacht ausgefallenen Quartalszahlen den Ausblick an. Außerdem verkündete Snowflake eine strategische Partnerschaft mit Amazon.
US-ANLEIHEN
US-Treasuries Rendite +/- Tageshoch Tagestief
2 Jahre 4,02 -0,01 4,08 3,99
5 Jahre 4,16 -0,02 4,24 4,13
10 Jahre 4,45 -0,03 4,53 4,43
Am Anleihemarkt sanken die Renditen nach einem unter der Erwartung ausgefallenen BIP-Wachstum im ersten Quartal und auch, nachdem ein wichtiger Preisindex für die US-Notenbank einen Tick schwächer gestiegen war als gedacht. Im Zehnjahresbereich ging es um 3 Basispunkte auf 4,45 Prozent nach unten.
DEVISEN
DEVISEN zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Do, 19:29
EUR/USD 1,1642 -0,1 -0,0009 1,1651 1,1651
EUR/JPY 185,45 -0,0 -0,0600 185,5100 185,5300
EUR/CHF 0,9124 -0,1 -0,0008 0,9132 0,9132
EUR/GBP 0,866 -0,1 -0,0004 0,8664 0,8667
USD/JPY 159,28 +0,0 0,0500 159,2300 159,2100
GBP/USD 1,3438 -0,0 -0,0005 1,3443 1,3440
USD/CNY 6,7702 -0,1 -0,0094 6,7796 6,7796
USD/CNH 6,769 -0,1 -0,0036 6,7726 6,7726
AUS/USD 0,7165 +0,0 0,0002 0,7163 0,7164
Bitcoin/USD 73.463,94 -0,0 -8,74 73.472,68 73.277,82
Der Dollar gab mit den US-Marktzinsen etwas nach. Der Euro stieg auf 1,1646 Dollar.
++++ ROHSTOFFE +++++
METALLE
Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag
Gold 4.510,43 +0,4 18,50 4.491,93
Silber 75,83 +0,3 0,19 75,64
Platin 1.919,35 -0,2 -3,40 1.922,75
Der Goldpreis stieg nach vier Handelstagen mit Verlusten wieder, um 0,9 Prozent auf 4.497 Dollar. Stützend dürften die sinkenden Anleiherenditen gewirkt haben, was das zinslose Edelmetall als Anlage attraktiver macht. Daneben half auch der schwächere Dollar.
ÖL
ROHOEL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag
WTI/Nymex 87,78 -1,3 -1,12 88,9
Brent/ICE 92,6 -1,2 -1,11 93,71
Brent-Öl kostete zuletzt im US-Handel knapp unter 94 Dollar, 0,4 Prozent weniger als am Vortag, und weit unter den seit dem Beginn des Krieges gesehenen Hochs jenseits von 120 Dollar. Zunächst war der Preis mit Nachrichten über neue Militäraktionen im Iran noch um etwa 2 Prozent gestiegen, ehe ein Bericht der Nachrichtenplattform Axios wieder für Entspannung sorgte. Demnach sollen die USA und der Iran kurz vor einer Verlängerung der Waffenruhe stehen. Am Freitag gibt der Ölpreis weiter nach; US-Finanzminister Scott Bessent zufolge stehen die USA und der Iran vor einem Abkommen zur Beendigung des Krieges.
+++++ MELDUNGEN SEIT DONNERSTAG 17.30 UHR +++++
DEUTSCHE TELEKOM
Verdi und die Deutsche Telekom haben sich in der vierten Verhandlungsrunde auf ein Tarifergebnis geeinigt, das laut der Gewerkschaft deutliche Entgeltsteigerungen, eine Verlängerung des Kündigungsschutzes und erstmalig einen Mitgliederbonus enthält.
DHL
DHL eCommerce hat einen Mehrjahresvertrag mit dem US Postal Service unterzeichnet. Die US-Post soll dabei die Pakete des Unternehmens auf der sogenannten letzten Meile zustellen. Zuvor hatten die beiden Unternehmen Einjahresverträge abgeschlossen.
ANTHROPIC / OPENAI
Das KI-Startup Anthropic hat eine Finanzierungsrunde mit einer Bewertung von 965 Milliarden US-Dollar abgeschlossen und ist damit an dem ChatGPT-Entwickler OpenAI vorbeigezogen. Beide Unternehmen streben in diesem Jahr einen Börsengang an. Anthropic ist inzwischen der Spitzenreiter im KI-Rennen und auf dem besten Weg, im nächsten Monat einen "annualisierten Umsatz" von 50 Milliarden Dollar zu erreichen - eine Kennzahl, die Startups nutzen, um auf Basis kurzfristiger Umsätze eine Jahreszahl zu prognostizieren. Diese Zahl ist im ersten Quartal um das 80-Fache gestiegen. OpenAI wurde zuletzt mit 852 Milliarden Dollar bewertet.
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HINWEIS: Dieses Briefing kann Meldungselemente enthalten, die mit Künstlicher Intelligenz automatisch aus der ursprünglich englischen Version ins Deutsche übersetzt wurden. Die englischsprachige Version sollte als die maßgebliche Fassung betrachtet werden.
Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com
DJG/gos/cln
(END) Dow Jones Newswires
May 29, 2026 01:30 ET (05:30 GMT)
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