|
29.07.2026 07:32:44
|
MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa -2-
Rückblick: Gut behauptet - Mit Blick auf die Branchen stieg der Index der Konsumgüter in Europa um 2,4 Prozent und profitierte dabei von einem Plus von 8,0 Prozent bei Unilever nach der Bekanntgabe von Zahlen. Im Sektor der Technologiewerte fand weiter der Wechsel aus Hard- in Software statt. In Deutschland war das am Plus bei SAP von 5,3 Prozent abzulesen, während Infineon 6,1 Prozent tiefer schlossen. Der europäische Technologie-Index verlor 0,5 Prozent. Der Ölpreis gab weiter nach. Dies unterstützte die Risikobereitschaft der Anleger. Die Blicke waren zudem auf die Zinsentscheidung der US-Notenbank am Mittwoch nach Handelsschluss in Europa gerichtet. Als positiv für die Aktien von Safran (+2,9%) und auch MTU (+2,4%) im DAX werteten Händler die Quartalszahlen des französischen Luft- und Raumfahrtzulieferers. Bei Philips (-4,9%) belastete zum einen der Ausblick. Zudem kam es bei den Anlegern nicht gut an, dass das Medizintechnikunternehmen für das zweite Quartal einen Rückgang des Auftragseingangs gemeldet hat. Für die Aktie von SIG ging es um 8,4 Prozent nach oben, nachdem für das erste Halbjahr operativ starke Zahlen vorgelegt wurden. Bei Sulzer (+7,6%) kam die Profitabilität in den ersten sechs Monaten des Jahres an der Börse gut an. Sika legten um 9,8 Prozent zu. Das Unternehmen hat für das erste Halbjahr Umsätze über den Schätzungen gemeldet und die Umsatzprognose für das Gesamtjahr angehoben.
DAX/MDAX/SDAX/TECDAX
Fester - Die Zweitquartalszahlen von Mercedes-Benz (+2,9%) hätten über dem vom Unternehmen zusammengestellten Konsens gelegen, so Bernstein. Die Analysten hoben die Marge im Segment Car hervor, die mit 4 Prozent über dem Konsens von 3,5 und in der Mitte des Prognosekorridors von 3 bis 5 Prozent ausgefallen sei. Mercedes-Benz hat in den vergangenen Monaten zudem seinen Anteil am Nutzfahrzeughersteller Daimler Truck (+3,8%) schrittweise reduziert und dadurch rund 1 Milliarde Euro erlöst. Nach dem bereits soliden Auftakt beschleunigte sich bei Bechtle (+14,8%) die Auftragsdynamik im zweiten Quartal weiter. Derweil trägt die Neupositionierung bei Teamviewer (+9,3%) erste Früchte. Die Zahlen offenbarten der DZ Bank zufolge die erwartete Umsatzdelle im zweiten Quartal. Doch Frühindikatoren wie der jährlich wiederkehrende Umsatz im Geschäft mit großen Unternehmenskunden mit plus 8,3 Prozent signalisierten eine bevorstehende Beschleunigung im zweiten Halbjahr.
XETRA-NACHBÖRSE
RWE wurden am Abend 2,8 Prozent höher getaxt, nachdem der Versorger seine Ergebnisprognosen angehoben hatte. Medios verloren 6,7 Prozent nach Senkung der Umsatzprognose.
USA - AKTIEN
Uneinheitlich - Zweigeteilt hat sich die Wall Street am Dienstag gezeigt. Für den Dow-Jones-Index ging es deutlicher nach oben. Hier trieben vor allem die deutlichen Kursgewinne von Sherwin-Williams und Coca-Cola nach Quartalszahlen. Für die technologielastigen Nasdaq-Indizes ging es dagegen weiter nach unten. Die Verluste bei den Chip-Werten setzten sich fort. Marktteilnehmer verwiesen aber auch auf die im Wochenverlauf anstehenden Quartalsergebnisse von wichtigen Tech-Konzernen wie Meta Platforms, Qualcomm, Microsoft, Amazon und Apple. Hier dürften vor allem die Investitionen in den KI-Bereich im Fokus stehen, deren immer gewaltigere Ausmaße für zunehmende Bedenken am Markt sorgen. Es habe aber auch Zurückhaltung vor der Zinsentscheidung der US-Notenbank geherrscht, die am Mittwoch veröffentlicht wird. Die Aktien von Nvidia erholten sich von anfänglichen Verlusten und stiegen um 0,3 Prozent. Dagegen ging es für die Titel von Advanced Micro Devices und Intel um 8,2 und 5,9 Prozent abwärts. Boeing verbesserten sich um 4,8 Prozent. Der Flugzeugbauer hat im zweiten Quartal einen Umsatz von 24,56 Milliarden US-Dollar erzielt, 8 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Umsatz ist dabei in allen Sparten gestiegen. Die Paypal-Aktie gewann 4 Prozent. Die Ergebnisse für das zweite Quartal lagen über den Erwartungen der Analysten. Coca-Cola (+5%) hat im zweiten Quartal einen höheren Gewinn und Umsatz verzeichnet. Sherwin-Williams (+8,3%) hat seine Jahresprognose angehoben, nachdem das Unternehmen im zweiten Quartal höhere Gewinne und Umsätze verzeichnete. Der Farbenhersteller gewann Marktanteile hinzu und erhöhte die Preise.
USA - ANLEIHEN
US-Treasuries Rendite +/- Tageshoch Tagestief
2 Jahre 4,28 -0,05 4,32 4,26
10 Jahre 4,60 -0,04 4,64 4,58
Die Renditen am US-Anleihemarkt gaben erneut nach. Bei den zehnjährigen Papieren ging es um 4 Basispunkte auf 4,60 Prozent nach unten.
+++++ DEVISENMARKT +++++
DEVISEN zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Di, 17:07
EUR/USD 1,1399 +0,1 0,0014 1,1385 1,1385
EUR/JPY 186,26 -0,2 -0,3000 186,5600 186,5300
EUR/CHF 0,9315 -0,1 -0,0012 0,9327 0,9318
EUR/GBP 0,857 +0,0 0,0002 0,8568 0,8564
USD/JPY 163,38 -0,3 -0,4400 163,8200 163,8300
GBP/USD 1,3297 +0,1 0,0012 1,3285 1,3290
USD/CNY 6,77 -0,0 -0,0010 6,7710 6,7710
USD/CNH 6,7694 -0,0 -0,0007 6,7701 6,7714
AUS/USD 0,6953 -0,3 -0,0020 0,6973 0,6966
Bitcoin/USD 63.894,42 +0,1 39,84 63.854,58 63.288,84
Der Dollar fiel zurück. Der Dollar-Index reduzierte sich um 0,3 Prozent. Der Fokus des Marktes liege vor allem auf der Zinsentscheidung der US-Notenbank am Mittwoch, hieß es. Der Dollar könnte eine reflexartige Schwäche erleiden, falls die US-Notenbank die Zinsen unverändert lässt, schrieben die Strategen von TD Securities.
+++++ ROHSTOFFE +++++
METALLE
Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag
Gold 4.029,62 +0,1 2,50 4.027,12
Silber 57,72 +1,0 0,58 57,15
Platin 1.595,99 -0,6 -8,95 1.604,94
Der Goldpreis gab seine Vortagesgewinne wieder ab. Die Feinunze reduzierte sich um 0,8 Prozent auf 4.044 Dollar und fiel wieder unter die Marke von 4.100 Dollar. Der Markt schaue vor allem auf die Aussagen des neuen Fed-Präsidenten Kevin Warsh zur weiteren geldpolitischen Strategie der Notenbank, hieß es.
ÖL
ROHOEL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag
WTI/Nymex 81,90 +3,3 2,64 79,26
Brent/ICE 87,1 +3,6 3,01 84,09
Die Ölpreise gaben weiter nach. Ein Barrel der Sorte Brent reduzierte sich mit der andauernden Feuerpause im Iran-Krieg um 5,2 Prozent auf 83,77 Dollar. US-Präsident Donald Trump hatte Axios am Montag gesagt, er habe die Angriffe auf den Iran ausgesetzt, um Verhandlungen zu ermöglichen, könnte aber wieder zu erweiterten Militäraktionen zurückkehren, falls die Gespräche scheitern. Damit bleibe die Unsicherheit hoch, hieß es.
Im asiatisch dominierten frühen Handel am Mittwoch ziehen die Preise wieder kräftig an, nachdem der Iran im Nahen Osten stationierte US-Streitkräfte angegriffen hat. Die iranischen Raketen seien jedoch abgewehrt worden, so die US-Armee.
+++++ MELDUNGEN SEIT VORTAG 17.30 UHR +++++
BASF
wird im August ein neues Aktienrückkaufprogramm im Volumen von bis zu 1 Milliarde Euro starten und im laufenden Quartal Anleihen und Darlehen mit einem Nominalvolumen von 1,6 Milliarden Euro vorfällig zurückzahlen.
DEUTSCHE BANK
verbuchte im zweiten Quartal einen Vorsteuergewinn von 2,68 Milliarden Euro, ein Anstieg von 11 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Analysten hatten in einem vom Unternehmen selbst veröffentlichten Konsens mit 2,27 Milliarden gerechnet. Nach Steuern und Anteilen Dritter verdiente die Bank 1,9 Milliarden Euro und damit 10 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Erträge legten um 9 Prozent auf 8,48 Milliarden Euro zu und fielen damit ebenfalls deutlich stärker aus als erwartet. Getragen wurde das Wachstum von der Investmentbank, die die Erträge um knapp ein Fünftel auf 3,2 Milliarden Euro steigerte. Die Bank legt ein neues Aktienrückkaufprogramm über 500 Millionen Euro auf. Dies folge nach dem Abschluss des aktuellen Programms über 1 Milliarde Euro.
DWS
hat im zweiten Quartal mehr Kundengelder eingesammelt als erwartet. Dadurch legte auch das verwaltete Vermögen kräftig zu. Die Zahlen zum zweiten Quartal im Detail (in Millionen Euro, Verwaltetes Vermögen in Milliarden Euro, Ergebnis je Aktie in Euro, Aufwand-Ertrags-Relation in Prozent, nach IFRS):
. BERICHTET PROG PROG
2. QUARTAL 2Q26 ggVj 2Q26 ggVj 2Q25
Erträge 773 +4% 784 +5% 746
Aufwand-Ertrags-Relation 60,5 -- 57,3 -- 59,2
Nettomittelflüsse 24,8 +192% 15,6 +83% 8,5
Verwaltetes Vermögen 1.190 +18% 1.137 +13% 1.010
Ergebnis vor Steuern 305 +0,3% 335 +10% 304
Ergebnis je Aktie 1,19 +11% 1,18 +10% 1,07
KNORR-BREMSE
trennt sich von seinem Geschäft mit Heizungs-, Lüftungs- und Klimasystemen für Züge. Wie der Konzern mitteilte, verkauft er den Geschäftsbereich namens Merak an OpenGate Capital. Einen Verkaufspreis nannte Knorr-Bremse nicht. Merak mit rund 1.500 Mitarbeitern wird dieses Jahr voraussichtlich einen Umsatz von 360 Millionen Euro erzielen.
KRONES
(MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires
July 29, 2026 01:32 ET (05:32 GMT)
Der finanzen.at Ratgeber für Aktien!
Wenn Sie mehr über das Thema Aktien erfahren wollen, finden Sie in unserem Ratgeber viele interessante Artikel dazu!
Jetzt informieren!