22.05.2026 07:46:39

MORNING BRIEFING - USA/Asien

Der Markt-Überblick am Morgen, zusammengestellt von Dow Jones Newswires:

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+++++ FEIERTAGSHINWEIS +++++

FREITAG: Am US-Anleihemarkt wird verkürzt bis 19.00 Uhr MESZ gehandelt wegen des "Memorial Day"-Feiertags am Montag darauf.

MONTAG: Am Pfingstmontag ruht der Börsenhandel in Kopenhagen, London, Oslo und Zürich, außerdem in Seoul und Hongkong. An den US-Finanzmärkten ruht das Geschehen wegen des Memorial Day.

+++++ TAGESTHEMA +++++

US-Präsident Donald Trump wird am Freitagmorgen (Ortszeit 11.00 Uhr) die Vereidigung des neuen Fed-Chairman Kevin Warsh ausrichten. Es ist das erste Mal seit fast 40 Jahren, dass ein Zentralbankchef seinen Amtseid im Weißen Haus ablegt.

Warshs Möglichkeiten, in seinem neuen Amt unabhängig zu handeln, wurden bereits öffentlich infrage gestellt. Er hat den Präsidenten mehrfach besucht, und sein Schwiegervater, Ronald Lauder, ist ein langjähriger Freund von Trump. Warsh selbst hat erklärt, er sei entschlossen, die Unabhängigkeit der Fed von politischem Druck zu wahren. Er sagte bei seiner Anhörung im Senat, dass Trump ihm nicht vorschreibe, was er tun oder denken solle. "Er hat es nicht verlangt, nicht gefordert, nicht vorausgesetzt", sagte Warsh auf die Frage nach einer etwaigen Verpflichtung, den Leitzins zu senken.

Die Demokraten im Ausschuss waren nach der Anhörung nicht überzeugt; Senatorin Elizabeth Warren nannte ihn das "Sprachrohr" des Präsidenten.

Ob die Nähe zwischen Trump und seinem neuen Fed-Chef tatsächlich in Politik umgesetzt wird, ist die Frage, auf die Investoren dringend eine Antwort suchen - auch wenn sie nicht glauben, dass dies sehr bald geschieht. Die Terminmärkte für Federal Funds preisen eine Wahrscheinlichkeit von 84 Prozent ein, dass der nächste Schritt der Fed eine Zinserhöhung und keine Senkung sein wird. Warsh übernimmt einen Offenmarktausschuss zur Festlegung des Leitzinses, der sich zuletzt kaum einig war, und einen Kampf gegen die Inflation, der noch lange nicht gewonnen ist.

+++++ AUSBLICK UNTERNEHMEN ++++++

Keine wichtigen Termine angekündigt

+++++ AUSBLICK KONJUNKTUR +++++

- US

16:00 Index der Frühindikatoren April

Index Verbraucherstimmung Uni Michigan (2. Umfrage) Mai

PROGNOSE: 48,2

1. Umfrage: 48,2

zuvor: 49,8

+++++ ÜBERSICHT INDIZES +++++

Index zuletzt +/- %

E-Mini-Future S&P-500 7.492,00 +0,4

E-Mini-Future Nasdaq-100 29.580,25 +0,5

S&P/ASX 200 (Sydney) 8.650,40 +0,3

Topix-500 (Tokio) 3.899,23 +1,2

Kospi (Seoul) 7.870,54 +0,7

Shanghai-Composite 4.097,31 +0,5

Hang-Seng-Index (Hongkong) 25.686,63 +1,2

+++++ FINANZMÄRKTE +++++

OSTASIEN (VERLAUF)

Überwiegend im Plus zeigen sich die Börsen in Ostasien und Australien am Freitag. Die Vorgaben aus den USA sind positiv. An der Wall Street setzten Anleger erneut darauf, dass der Iran-Krieg bald beendet wird. Mit Erleichterung wird an der Tokioter Börse aufgenommen, dass die japanischen Verbraucherpreise im April weniger stark gestiegen sind als von Volkswirten prognostiziert, wenngleich dies die Bank of Japan nach Meinung von Beobachtern nicht davon abhalten wird, die Zinsen zu erhöhen. Die Aktien von Sumitomo Electric verbessern sich um 10 Prozent; das Unternehmen hat einen Auftrag im Wert von rund 2 Milliarden Euro vom deutschen Übertragungsnetzbetreiber Amprion erhalten. Kawasaki Heavy Industries (+5,8%) profitieren von einer Kooperation mit Nvidia. Unter den Einzelwerten in Hongkong springen Lenovo nach Vorlage starker Zahlen zum vierten Geschäftsquartal um 16 Prozent nach oben. Der CEO des Computerherstellers hat überdies die neue Strategie vorgestellt, mit der das Unternehmen in den nächsten beiden Jahren den Jahresumsatz auf 100 Milliarden US-Dollar steigern will. Imax China verteuern sich um 10,5 Prozent in Reaktion auf einen Bericht des Wall Street Journal, wonach sich die US-Muttergesellschaft Imax zum Verkauf stellt. Der Kinobetreiber sei diesbezüglich an mehrere Unternehmen der Unterhaltungsindustrie herangetreten, schreibt die Zeitung. Gewinnmitnahmen drücken Samsung Electronics in Seoul um gut 2 Prozent. Die Titel hatten am Donnerstag kräftig zugelegt mit der Nachricht, dass ein Streik bei dem Chiphersteller abgewendet wurde. Die Aktien der Telekommunikationsgesellschaft Tuas fallen in Sydney um 3 Prozent, nachdem die Übernahme der in Singapur ansässigen M1 geplatzt ist.

WALL STREET

INDEX zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag

DJIA 50.285,66 +0,6 +276,31 50.009,35

S&P-500 7.445,72 +0,2 +12,75 7.432,97

NASDAQ Comp 26.293,10 +0,1 +22,74 26.270,36

NASDAQ 100 29.357,27 +0,2 +59,57 29.297,70

Donnerstag Mittwoch

Umsatz NYSE (Aktien) 1,22 Mrd 1,25 Mrd

Gewinner 1.474 2.118

Verlierer 1.273 676

Unverändert 86 50

Gut behauptet - Zunächst hatte die Nachricht für etwas Gegenwind gesorgt, wonach Irans Oberster Führer Ajatollah Modschtaba Chamenei angeordnet haben soll, dass hochangereichertes atomwaffenfähiges Uran nicht ins Ausland gebracht werden dürfe. Damit verhärtete Teheran seine Haltung zu einer zentralen Forderung der USA. Die Ölpreise zogen darauf an, auch weil laut US-Außenminister Rubio ein vorgeschlagenes Mautsystem für die Straße von Hormus eine diplomatische Einigung unmöglich machte. Später rutschten die Preise stark ab und am Aktienmarkt stiegen die Kurse. Laut Rubio reisten pakistanische Vermittler in den Iran. Stärker als erwartet ausgefallene Rekordzahlen von Nvidia verpufften, auch nachdem der Markt schon Vorschusslorbeeren verteilt hatte. Die Nvidia-Aktie gab nahe an ihrem Rekordhoch um 1,8 Prozent nach. Aktien von Quantencomputing-Unternehmen zogen sprunghaft an - die US-Regierung will Beteiligungen von 2 Milliarden Dollar an neun Unternehmen aufbauen, darunter ein neues IBM-Unternehmen. IBM haussierten um 12,4 Prozent. IonQ machten einen Satz um 12,2, Rigetti Computing um über 30 und D-Wave Quantum um über 33 Prozent. Walmart verbilligten sich um 7,3 Prozent. Der Einzelhändler hatte trotz stark ausgefallener Quartalszahlen den Ausblick nicht angehoben. Intuit stürzten um 20 Prozent ab. Der Entwickler von Finanzsoftware hatte seine Prognosen für Umsatz und Gewinn angehoben, aber auch den Abbau von 17 Prozent der Stellen angekündigt. Intuit will den Fokus stärker auf KI-Finanzsoftware legen und erwartet Restrukturierungskosten von 300 bis 340 Millionen Dollar.

US-ANLEIHEN

Rendite +/- Tageshoch Tagestief

2 Jahre 4,06 +0,03 4,12 4,05

5 Jahre 4,23 +0,01 4,30 4,22

10 Jahre 4,56 -0,01 4,64 4,55

Die Renditen stiegen zunächst mit den Ölpreisen und dadurch angefachten Inflationssorgen. Als die Ölpreise mit wieder aufgekommenen Friedenshoffnungen deutlich zurückkamen, bildeten sich auch die Renditen zurück.

DEVISEN

DEVISEN zuletzt +/- % 00:00 % YTD

EUR/USD 1,1613 -0,0 1,1618 1,1610 -1,1

EUR/JPY 184,77 +0,1 184,67 184,69 +0,4

EUR/GBP 0,8647 -0,0 0,8648 0,8644 -0,8

USD/JPY 159,08 +0,1 158,96 159,05 +1,6

USD/KRW 1.516,70 +0,9 1.503,70 1.505,10 +5,3

USD/CNY 6,7983 -0,1 6,8025 6,8042 -2,8

USD/CNH 6,8004 +0,0 6,7996 6,8060 -2,5

USD/HKD 7,8354 +0,0 7,8339 7,8328 +0,7

AUD/USD 0,7141 -0,1 0,7147 0,7113 +7,0

NZD/USD 0,5872 -0,0 0,5874 0,5854 +2,0

BTC/USD 77.543,73 -0,1 77.646,33 77.535,29 -11,6

Der Dollar konnte zwischenzeitliche Gewinne nicht halten und kam mit den Marktzinsen von den Tageshochs zurück. Der Euro kostete zuletzt wenig verändert 1,1619 Dollar.

++++ ROHSTOFFE +++++

METALLE

Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag

Gold 4.531,44 -0,2 -10,06 4.541,50

Silber 76,90 +0,3 0,20 76,70

Platin 1.957,31 -0,4 -8,60 1.965,91

Beim Goldpreis tat sich im US-Handel wenig, er gab minimal nach.

ÖL

ROHOEL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag

WTI/Nymex 97,74 +1,4 1,39 96,35

Brent/ICE 104,68 +2,1 2,10 102,58

Nach einem volatilen Handel mit zur Mittagszeit stärker gestiegenen Preisen und im US-Handel wieder gefallenen verbilligte sich Brent-Öl unter dem Strich um ein halbes Prozent auf 104,50 Dollar. Hintergrund der Bewegungen war die wechselnde Nachrichtenlage zum Iran-Konflikt.

+++++ MELDUNGEN SEIT DONNERSTAG 20.00 UHR +++++

INFLATION JAPAN

Die Verbraucherinflation in Japan hat sich im April abgeschwächt, da staatliche Maßnahmen den Preisanstieg trotz steigender Energiekosten begrenzten. Die Verbraucherpreise ohne frische Lebensmittel kletterten im Jahresvergleich um 1,4 Prozent. Damit verlangsamte sich der Anstieg nach 1,8 Prozent im März. Von dem Datenanbieter Quick befragte Ökonomen hatten einen Anstieg von 1,7 Prozent prognostiziert.

LENOVO

(MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires

May 22, 2026 01:47 ET (05:47 GMT)

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