17.04.2026 11:59:00

Schultz will ÖVP-Wirtschaftsbund wieder "sichtbarer" machen

--------------------------------------------------------------------- AKTUALISIERUNGS-HINWEIS Neu: Neufassung nach Schultz-Rede auf Generalversammlung des ÖVP-Wirtschaftsbundes vor ihrer Wahl ---------------------------------------------------------------------

Unter dem Motto "unternehmen wir's" hat die neue, noch in einem Wahlgang zu bestätigende ÖVP-Wirtschaftsbundchefin Martha Schultz ihre Mitbündlerinnen und Mitbündler am Freitag auf neue Zeiten eingeschworen. Man wolle sowohl in der Volkspartei als auch in Parlament und Regierung wieder hörbarer werden, sagte Schultz. Sie folgt dem frühzeitig zurückgetretenen Harald Mahrer nach, dem sie in ihrer Rede für seine Arbeit dankte.

"Weiter wie bisher ist keine Option", sagte Schultz. Das gelte für den Staat und die Wirtschaftsbund-Organisation. "Wir müssen liefern." Man wolle wieder mehr gestalten, sichtbarer und hörbarer werden. Der Weg dürfe nicht jenen aufbereitet werden, die mit allzu simplen Versprechen Lösungen vorgaukelten, sagte sie in Richtung politischer Wettbewerber ohne welche namentlich zu nennen. "Der Wirtschaftsbund war immer stark, wenn er Haltung gezeigt hat."

Medien? Bei Wirtschaftsbund nur via Livestream willkommen

Ihrem über diverse Themen und eine einhergehend missglückte Kommunikation gestolperten Vorgänger Mahrer dankte Schultz für seine "jahrelangen, wichtigen Leistungen für Österreichs Wirtschaft". Anwesend war Mahrer nicht - zumindest nicht auf jenem Livestream ersichtlich, den die ÖVP-Teilorganisation zur Verfügung stellte. Denn Medien waren nicht willkommen. Mahrer jedenfalls sei "zurückgetreten, damit wir nach vorne gehen können", so Schultz bei der vorgezogenen 22. Generalversammlung des ÖVP-Bundes in Wien.

Nach ihrer Rede wurde der Livestream gegen 12 Uhr mittags zur Wahl unterbrochen. Laut Ankündigung sollte er nach etwa einer halben Stunde zur Ergebnisverkündung wieder ausgestrahlt werden.

Wechsel in WKÖ bereits vollzogen

In der WKÖ ist Schultz Mahrer bereits nachgefolgt. Während sie in der Kammer an Einsparungen arbeitet und einen Reformprozess umzusetzen sucht, wird beim Wirtschaftsbund etwa die Zahl der stellvertretenden Vorsitzenden reduziert. Die bisherigen Wirtschaftsbund-Vizepräsidentinnen und -präsidenten - der Wiener Walter Ruck, der sich zuletzt mit Postenschachervorwürfen konfrontiert sah, der Steirer Josef Herk, der Salzburger Peter Buchmüller, Oberösterreichs Doris Hummer und Niederösterreichs Wolfgang Ecker - verlieren ihre Positionen. Mit der Wahl am heutigen Freitag gibt es nur mehr zwei Stellvertretende: Neben Finanzstaatssekretärin Barbara Eibinger-Miedl soll Burgenlands Kammerpräsident Andreas Wirth in den Vorstand aufrücken.

Mit ÖVP-Parlamentarierin Tanja Graf hat der Wirtschaftsbund seit Jänner auch eine Frau als Generalsekretärin. Sie ersetzte Kurt Egger, ebenso ein Abgeordneter zum Nationalrat.

phs/sag/ivn

WEB http://www.oevp.at

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