Postler sauer 09.06.2016 14:57:00

Streikdrohung wegen schleppenden Lohnverhandlung

Nach zwei ergebnislosen Verhandlungsrunden wurde heute im Bundesvorstand der Postgewerkschaft vorsorglich ein Streikbeschluss gefasst. Gibt es bei der nächsten Gesprächsrunde am 14. Juni keine Einigung, folgen "Kampfmaßnahmen".

Besonders erzürnt Gewerkschaftsvorsitzenden Helmut Köstinger, dass den älteren (beamteten) Mitarbeiter keine Lohnerhöhung angeboten worden sei. "Für das vergangene Jahr wurden 132 Mio. Euro an die Aktionäre ausgeschüttet. Wenn genug Geld für die Aktionäre da ist, dann muss auch genug Geld für die Beschäftigten da sein", so Köstinger. Mit Abstand größter Aktionär der Österreichische Post erhöhen die Arbeitnehmervertreter den Druck." target="_blank">Post ist der Staat, dem 52,85 Prozent gehören.

Weiters fordert Köstinger eine Aufstockung des Personalstandes. Allerdings hatte erst Ende Mai Postchef Georg Pölz gesagt, das Unternehmen müsse jedes Jahr zusätzlich 70 Mio. Euro einsparen. In Österreich hat die Post rund 17.350 Beschäftigte, im Ausland sind es noch einmal 5.600.

50 Prozent der heimischen Postler sind noch beamtet, ihr Durchschnittsalter liegt bei 47 Jahren. Ein Briefträger bekommt laut Post mindestens 1.600 Euro brutto im Monat - wenn er nicht beamtet ist. Beamtete Mitarbeiter, die im Regelfall älter sind, erhalten etwa das Doppelte, rechnete Pölzl vor. Nach wie vor sind demnach rund 500 Mitarbeiter unterbeschäftigt, sie kommen auf einen Deckungsgrad von unter 50 Prozent, sind aber aufgrund ihres Beamtenstatus unkündbar.

(Schluss) stf/ivn

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