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Hoffnung auf 2027 29.07.2026 10:12:03

Telefónica-Aktie dennoch fester: Weiterhin Probleme bei O2

Telefónica-Aktie dennoch fester: Weiterhin Probleme bei O2

Wie die Deutschlandtochter des spanischen Konzerns Telefónica in München mitteilte, sank der Umsatz im zweiten Quartal dieses Jahres im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 11,1 Prozent auf rund 1,8 Milliarden Euro. Hauptgrund hierfür ist der Verlust des Großkunden 1&1, der jahrelang das O2-Netz mitgenutzt und dafür Miete gezahlt hatte. Doch 2024 wechselte 1&1 zu Vodafone, bis Ende 2025 wurden rund 12 Millionen Handykunden auf das Vodafone-Netz umgebucht. Dadurch bekommt O2 weniger Geld in die Kasse.

Das operative Ergebnis (Ebitda) von O2 sank im zweiten Quartal den Angaben zufolge um 7,2 Prozent auf rund 0,6 Milliarden Euro. Das im Vergleich zum heftigen Umsatzrückgang schwächere Minus liegt etwa an Sparmaßnahmen. Besonders stark waren die Einbußen beim Verkauf von Smartphones und anderen Endgeräten, dieser Geschäftsbereich sackte um etwa ein Viertel ab.

Jeder sechste Job soll gestrichen werden

O2 Telefónica ist stark unter Druck, der langjährige Firmenchef musste gehen. Als neuer Mann kam Anfang dieses Jahres der Deutsch-Spanier Santiago Argelich Hesse ans Steuer. Er setzt auf ein hartes Sparprogramm. Noch dieses Jahr sollen 1100 Stellen wegfallen und damit etwa jeder sechste Job bei O2, zu Jahresbeginn hatte die Firma 6820 Vollzeitstellen. Die Beschäftigten sollen freiwillig gehen, etwa über Frühverrentungen und Abfindungen. Außerdem sollen 60 der 800 O2-Shops geschlossen werden.

Für nächstes Jahr ist eine zweite Phase des Sparprogramms geplant, dann sollen die Kosten von Callcentern und im Vertrieb gedrückt werden - auch das über Jobkürzungen und andere Maßnahmen. Die Arbeitnehmerseite hat dem Vorhaben für dieses Jahr zähneknirschend zugestimmt, zugleich aber eine mangelhafte Strategie kritisiert und mehr Investitionen angemahnt.

Das Management gibt sich zuversichtlich. Im Verlauf des kommenden Jahres werde man beim Umsatz und Betriebsergebnis wieder wachsen, sagte O2-Finanzchef Markus Rolle.

Nebenstränge entwickeln sich positiv

Mit etwas Optimismus lassen sich zarte Pflänzchen der Hoffnung aus dem jüngsten Zahlenwerk herauslesen. So ging das Wachstum der Mobilfunk-Vertragskunden weiter, im zweiten Quartal stieg deren Anzahl um 30.000 auf rund 32 Millionen. Konkurrent Vodafone hat im gleichen Zeitraum deutlich Kunden verloren.

Auch beim Firmenkundengeschäft mit Sim-Karten für Maschinen - etwa für Autos - legte O2 etwas zu. In diesem Segment ist die Firma aber längst nicht so stark wie die Deutsche Telekom und Vodafone.

Telefonica verdient operativ mehr - Cashflow-Prognose angehoben

Der spanische Telekomkonzern Telefonica hat im zweiten Quartal vom anhaltenden Wachstum in Spanien und Brasilien profitiert. Der Umsatz sowie der operative Gewinn stiegen. Zudem hob das Unternehmen die Jahresprognose für den freien Barmittelfluss etwas an.

Der Umsatz stieg im zweiten Quartal im Jahresvergleich um 3,0 Prozent auf knapp 8,3 Milliarden Euro, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Beim bereinigten Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) wurde ein Anstieg um 6,4 Prozent auf 2,9 Milliarden Euro verbucht. Analysten hatten bei beiden Kennziffern einen Tick weniger erwartet.

Unter dem Strich verdiente Telefonica im fortgeführten Geschäft mit 87 Millionen Euro aber rund zwei Drittel weniger als ein Jahr zuvor. Grund hierfür sind Maßnahmen zum Umbau des Deutschlandgeschäfts. Bereinigt um Sondereffekte lag der Gewinn bei 473 Millionen Euro, ein Rückgang um ein Fünftel.

Der freie Barmittelfluss sank im Quartal um fast 30 Prozent auf 611 Millionen Euro. Im laufenden Jahr soll er aber weiter bei rund drei Milliarden Euro herauskommen. Beim bereinigten operativen Barmittelfluss nach Leasing (OpCFaL) zeigt sich das Management indessen zuversichtlicher. Dieser soll nun um "mehr als drei Prozent" zulegen. Zuvor war hier noch ein Anstieg um mehr als zwei Prozent erwartet worden.

In Madrid steigt die Telefónica-Aktie zwischenzeitlich um 0,35 Prozent auf 3,739 Euro.

/wdw/DP/zb

MÜNCHEN (dpa-AFX)

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Bildquelle: Gil C / Shutterstock.com

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28.11.25 Telefonica Neutral JP Morgan Chase & Co.
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