Wienerberger Aktie
WKN: 83170 / ISIN: AT0000831706
| Schwacher Wohnungsneubau |
21.07.2026 17:53:00
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Wienerberger-Aktie bricht ein: Gewinnwarnung
Der Umsatzanstieg des ATX-Konzerns wurde von einem organischen Wachstum von 7 Prozent sowie von strategischen Zukäufen getragen. Die Übernahmen der italienischen Italcer-Gruppe und der schwedischen NEWS Group leisteten einen signifikanten Beitrag zum Konzernergebnis. So steuerten Veränderungen im Konsolidierungskreis im zweiten Quartal mehr als 16 Mio. Euro zum EBITDA bei. Der Konzern treibt damit seine Transformation voran: Mittlerweile stammen mehr als 60 Prozent der Erlöse aus den weniger zyklischen Bereichen Infrastruktur und Renovierung.
Erstes Halbjahr "herausfordernder als erwartet"
Das Marktumfeld war im abgelaufenen Quartal regional sehr unterschiedlich. Während sich die Aktivität in Kontinentaleuropa und den nordischen Ländern normalisierte, blieb der Wohnungsneubau im angelsächsischen Raum wegen hoher Finanzierungskosten und mangelnder Leistbarkeit deutlich hinter den Erwartungen zurück. Die Rückgänge in diesen Märkten kosteten das Unternehmen im zweiten Quartal rund 30 Mio. Euro an EBITDA. "Das erste Halbjahr 2026 war herausfordernder, als wir zu Beginn des Jahres erwartet hatten", erklärte Vorstandschef Heimo Scheuch.
Gewinnausblick für 2026 gesenkt
Für das Gesamtjahr 2026 hat Wienerberger seinen Gewinnausblick gesenkt. Das Management geht davon aus, dass der Wohnbau auch in den kommenden Quartalen verhalten bleibt. Im Vergleich zu den ursprünglichen Annahmen dürfte die schwache Marktentwicklung das Konzern-EBITDA heuer insgesamt um rund 100 Mio. Euro belasten. Das Unternehmen erwartet daher nun für das Gesamtjahr ein operatives EBITDA von rund 700 Mio. Euro. Die finalen Halbjahreszahlen wird Wienerberger am 12. August veröffentlichen.
Wienerberger-Aktie bricht ein
Die Aktien der Wienerberger haben am Dienstag mit einem Kurseinbruch auf die in der Früh gemeldeten Quartalszahlen und eine Gewinnwarnung des Baustoffkonzerns reagiert. Die Wienerberger-Aktie sackte in Wien letztlich 4,13 Prozent auf 21,38 Euro ab.
Wienerberger hat im zweiten Quartal 2026 trotz eines Umsatzanstiegs weniger operativen Gewinn erzielt. Während die Erlöse im Jahresabstand um 13 Prozent auf 1,41 Mrd. Euro zulegten, schrumpfte das operative EBITDA von 253 auf 230 Mio. Euro. Hauptgrund war laut Wienerberger ein unerwartet schwacher Wohnungsneubau, vor allem in Nordamerika. Der Jahresausblick wurde gesenkt.
Die Analysten der Erste Group werten die Zahlen in einer ersten Reaktion negativ. Sie haben zwar eine Gewinnwarnung erwartet, das Ausmaß der Prognosesenkung war aber deutlich stärker als erwartet.
ivn/cri
APA
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