Devisen im Blick 21.09.2026 07:51:38

Deshalb bewegt sich der Euro kaum zum Dollar

Deshalb bewegt sich der Euro kaum zum Dollar

Am Montagmorgen kostete die Gemeinschaftswährung Euro 1,1475 US-Dollar und damit etwas weniger als vor dem Wochenende. Da hatte der Kurs im späten Handel auf über 1,1490 Dollar angezogen. Der Euro pendelt insgesamt aber weiter auf dem niedrigeren Niveau, auf das er nach der US-Leitzinserhöhung Mitte vergangener Woche abgefallen war. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Freitag auf 1,1460 (Donnerstag: 1,1481) Dollar festgesetzt.

Über das Wochenende sanken die Ölpreise etwas, was die Nachfrage nach US-Dollar dämpfen kann. Der Rohstoff wird weltweit ganz vorwiegend in der US-Währung gehandelt. Steigen die Preise für Rohöl, kann die Nachfrage nach dem Greenback anziehen und den Devisenkurs beeinflussen.

Weiterhin dürfte aber die Zinspolitik in den großen Wirtschaftsblöcken das Geschehen am Devisenmarkt bestimmen. Finanzmarktindikatoren deuteten sowohl in den USA als auch in der Eurozone auf weitere Leitzinsanhebungen bis zum Jahresende hin. Grund ist der anhaltende Inflationsdruck infolge des Iran-Kriegs. Verbraucher erwarten laut einer Umfrage der EZB wegen des Ölpreisschocks eine anhaltend hohe Inflation im Euroraum.

/men/stk

NEW YORK (dpa-AFX)

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Bildquelle: PHILIPPE HUGUEN/AFP/Getty Images