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Nach Konjunkturdaten 30.07.2026 21:09:38

Devisen: Euro profitiert von wachsender Risikobereitschaft - Dollar schwach

Devisen: Euro profitiert von wachsender Risikobereitschaft - Dollar schwach

Die Gemeinschaftswährung Euro profitierte merklich von der wieder größer werdenden Risikobereitschaft der Anleger, die sich an den Finanzmärkten in der Breite zeigte. Ein Euro kostete zuletzt 1,1532 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,1476 (Mittwoch: 1,1380) Dollar fest.

Vor allem zeigte zeigte sich die wider anziehende Risikobereitschaft nach starken Microsoft-Zahlen an den Aktienmärkten mit einer deutlichen Erholung an der Nasdaq-Börse. Unter Druck geriet der Dollar im Tagesverlauf aber auch wegen Wirtschaftsdaten und Spekulationen, dass die japanische Notenbank den Yen mit Devisenmarktinterventionen gestützt hat.

Die Spekulationen über die Bank of Japan belasteten den Dollar vor allem im Vergleich zum japanischen Yen, aber auch im Handel mit anderen Währungen. Der Yen leidet bereits seit langer Zeit unter einem anhaltenden Wertverlust. Zuletzt kündigte Japans Finanzministerin Satsuki Katayama falls nötig "entschiedene" Schritte an, um den Yen vor einem weiteren Wertverfall zu bewahren.

Konjunkturdaten aus der Eurozone stützten den Euro. Die Wirtschaft ist dort im Frühjahr stärker gewachsen als erwartet. "Einerseits zeigen sich die Konsumenten unbeeindruckt von den im Zuge des Irankriegs steigenden Preisen", kommentierte Vincent Stamer, Volkswirt bei der Commerzbank. "Andererseits trotzt der Außenhandel den geopolitischen Belastungen wie den höheren US-Zöllen und der schwächeren Nachfrage aus China." Es sei aber noch zu früh, eine Trendumkehr bei den Exporten auszurufen.

In den USA ist das Wirtschaftswachstum im zweiten Quartal dagegen hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Vor allem gesunkene Staatsausgaben und gestiegene Importe beasteten das Wachstum. "Es mag sich paradox anhören, aber der KI-Boom schmälert das Wachstum gleichzeitig auch, weil die USA für den Bau von Rechenzentren eine Menge an hierfür notwendiger Ausrüstung importieren müssen", kommentierte Thomas Gitzel, Chefvolkswirt der VP Bank. "Von dieser Warte aus betrachtet, ist das Wachstum keineswegs enttäuschend."

/jsl/tih/he

NEW YORK (dpa-AFX)

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