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Devisen im Blick 24.04.2026 17:51:38

Warum sich der Euro zum US-Dollar stabilisiert

Warum sich der Euro zum US-Dollar stabilisiert

Am Nachmittag wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,1704 US-Dollar gehandelt und damit etwas über dem Niveau vom Vortag.

Zuvor war der Euro drei Handelstage in Folge gefallen und hat in dieser Zeit knapp einen Cent verloren. Die Verunsicherung von Anlegern über mögliche wirtschaftliche Folgen der Sperrung der Straße von Hormus trübt aktuell die Stimmung an den Finanzmärkten, was auch den Euro unter Druck setzte.

Konjunkturdaten bewegten vor diesem Hintergrund kaum. Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich im April wegen des Iran-Kriegs weiter deutlich verschlechtert und den tiefsten Stand seit der Corona-Krise erreicht, wie das Münchner Forschungsinstitut Ifo mitteilte.

"Der Iran-Krieg macht die deutsche Konjunktur langsam aber sicher kaputt", schrieb Ulrich Kater, Chefvolkswirt Dekabank. Je länger er anhalte, umso mehr machten sich Preisüberwälzungen in andere Sektoren als Heizöl und Benzin bemerkbar. Die Konsumenten sind Kater zufolge stark verunsichert. Bei den Unternehmen gebe es teilweise bereits wieder Vorzieheffekte beim Einkauf von Vorprodukten, um gegen weitere Preissteigerungen gewappnet zu sein.

In den USA ist das von der Universität Michigan erhobene Konsumklima im April auf ein Rekordtief gefallen. Der Iran-Krieg scheine die Stimmung der Verbraucher vor allem durch Preisschocks bei Benzin und möglicherweise auch bei anderen Gütern zu beeinflussen, kommentierte Joanne Hsu, Leiterin der telefonischen Umfrage unter etwa 500 Haushalten.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,86803 (0,86575) britische Pfund, 186,71 (186,50) japanische Yen und 0,9199 (0,9177) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold (etwa 31,1 Gramm) kostete zuletzt 4.723 Dollar. Das waren rund 29 Dollar mehr als am Donnerstag.

FRANKFURT (dpa-AFX)

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