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Goldpreis und Ölpreis 29.04.2026 07:40:31

Goldpreis: Hochspannung vor Fed-Pressekonferenz

Goldpreis: Hochspannung vor Fed-Pressekonferenz

von Jörg Bernhard

Am Abend endet nämlich die zweitägige Sitzung der US-Notenbank. Von der nachfolgenden Pressekonferenz erhoffen sich die Marktakteure neue Hinweise über die künftige US-Geldpolitik. Aktuell zeigt das FedWatch-Tool des Terminbörsenbetreibers CME Group eine Wahrscheinlichkeit von über 23 Prozent an, dass wir bis Ende des Jahres zumindest eine Zinssenkung sehen werden. Vor einem Monat lag dieser Wert bei lediglich drei Prozent. Obwohl das Argument Inflationsschutz an den Goldmärkten derzeit eine eher untergeordnete Rolle spielt, darf man gespannt sein wie hoch die für den Nachmittag (14.00 Uhr) angekündigte deutsche Inflationsrate für den Monat April ausfallen wird. Laut einer von Trading Economics veröffentlichten Umfrage unter Analysten soll sich diese von 2,7 auf 3,0 Prozent p.a. beschleunigt haben. Zur Erinnerung: Im November 2023 lag sie bei 8,8 Prozent. Sobald die Inflationsrate die US-Renditen zehnjähriger Staatsanleihen übertrifft, dürfte mit Blick auf Gold dessen Funktion des Inflationsschutzes möglicherweise ein Comeback erleben.

Am Mittwochmorgen präsentierte sich der Goldpreis mit stabilen Notierungen. Bis 7.30 Uhr (MESZ) verteuerte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (Juni) um 5,00 auf 4.613,40 Dollar pro Feinunze.

Rohöl: Leichte Entspannung an der "Preisfront"

Der Ölpreis gab im frühen Mittwochshandel nach einer mehrtägigen Rally leicht nach und reagierte damit auf die überraschende Entscheidung der Vereinigten Arabischen Emirate, aus der OPEC auszutreten. Gleichzeitig stützen aber weiterhin Angebotsstörungen infolge des festgefahrenen Iran-Konflikts den Markt. Am Abend zuvor meldete das American Petroleum Institute den zweiten wöchentlichen Rückgang der US-Rohöllagerbestände in Folge. Demnach sanken die Rohölbestände in der Woche bis zum 24. April um 1,79 Millionen Barrel. Die Benzinbestände gingen um 8,47 Millionen Barrel zurück, während die Destillatebestände um 2,60 Millionen Barrel fielen. Am Nachmittag dürften sich die Marktakteure für den "offiziellen" Wochenbericht der US-Energiebehörde EIA (16.30 Uhr) stark interessieren.

Am Mittwochmorgen präsentierte sich der Ölpreis mit gehaltenen Notierungen. Bis gegen 7.30 Uhr (MESZ) ermäßigte sich der nächstfällige WTI-Future um 0,21 auf 99,72 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 0,16 auf 104,56 Dollar anzog.


Redaktion finanzen.at

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