| Goldpreis und Ölpreis |
10.09.2026 07:57:38
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Goldpreis: Hochspannung vor Inflationsdaten und EZB-Sitzung
Die Marktakteure warten auf wichtige US-Inflationsdaten, die den weiteren Zinskurs der US-Notenbank Fed beeinflussen könnten. Um 14.30 Uhr stehen die US-Produzentenpreise zur Bekanntgabe an. Laut einer von Trading Economics veröffentlichten Umfrage unter Analysten sollen sich diese von 4,7 auf 5,3 Prozent p.a. beschleunigt haben. Für erhöhte Aufmerksamkeit dürfte zudem die heutige Zinsentscheidung der EZB (14.15 Uhr) sorgen, wo eine Zinserhöhung als sehr wahrscheinlich gilt. Derzeit profitiert Gold vom schwächeren US-Dollar. Bemerkenswert ist in diesem Zusammenhang, dass die US-Währung trotz steigender US-Renditen nicht aufwertet. Nach Einschätzung einer Mehrheit der von Reuters befragten Ökonomen dürfte die Fed ihren Leitzins auf der Sitzung am 15. und 16. September unverändert lassen und ihn auch für den Rest des Jahres 2026 nicht verändern. Damit würde die Notenbank erneut von den Erwartungen der Finanzmärkte abweichen, die bis zum Jahresende mehrere Zinserhöhungen einpreisen.
Am Donnerstagmorgen präsentierte sich der Goldpreis mit stabilen Notierungen. Bis gegen 7.45 Uhr (MESZ) verteuerte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (Dezember) um 11,30 auf 4.472,00 Dollar pro Feinunze.
Rohöl: Brent hält sich über 100 Dollar
Der Ölpreis behauptet sich im frühen Donnerstagshandel auf hohem Niveau, nachdem Brent-Rohöl die Marke von 100 Dollar überschritten hatte. Händler stellen sich auf stärkere Angebotsausfälle ein, nachdem der Iran und die USA die bislang umfangreichsten Angriffe auf die Schifffahrt seit Beginn des vor sechs Monaten ausgebrochenen Konflikts durchgeführt hatten. Der Iran erklärte am Mittwoch, zehn Schiffe in der Nähe der Straße von Hormus angegriffen zu haben, nachdem die USA fünf iranische Öltanker versenkt hatten. Die iranischen Revolutionsgarden kündigten zudem an, ihre Reaktion durch mögliche weitere Angriffe zu verschärfen. Im Zuge dieser Entwicklung erhöhte die US-Energieinformationsbehörde EIA am gestrigen Mittwoch ihre Ölpreisprognosen für dieses und das kommende Jahr. Als Grund nannte sie sinkende weltweite Lagerbestände infolge der Ausfälle von Öllieferungen aus dem Nahen Osten.
Am Donnerstagmorgen präsentierte sich der Ölpreis mit schwächeren Notierungen. Bis gegen 7.45 Uhr (MESZ) ermäßigte sich der nächstfällige WTI-Future um 0,36 auf 95,69 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 0,72 auf 100,49 Dollar zurückfiel.
Redaktion finanzen.at
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| Ölpreis (WTI) | 97,24 | 1,19 | 1,24 |