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15.09.2022 22:03:00
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Adobe-Aktie bricht zweistellig ein: Adobe erwirbt Web-Design-Plattform Figma in Milliardendeal
Figma wurde 2012 gegründet, das Startup ist auf kollaborative Software-Tools zum Erstellen von Web-Designs spezialisiert. Zu seinen Kunden zählen nach eigenen Angaben große Tech-Unternehmen wie Airbnb, Google, Spotify, Netflix und Twitter. Adobe will die Übernahme im kommenden Jahr abschließen, sofern Aufseher und Aktionäre zustimmen.
Adobe-Aktie mit Kursrutsch - Hoher Preis für Figma-Übernahme
Den Adobe-Anlegern ist eine milliardenschwere Übernahme am Donnerstag übel aufgestoßen. Der vereinbarte Kauf der Web-Design-Softwarefirma Figma für rund 20 Milliarden US-Dollar ließ den Kurs des Software-Konzerns an der NASDAQ um 16,79 Prozent auf 309,13 US-Dollar einbrechen. Dies drückte den Kurs nahe der 300-Dollar-Marke auf das tiefste Niveau seit April 2020 und damit die frühe Phase der Corona-Pandemie. Vom Rekordkurs von knapp 700 Dollar, der im November 2021 erreicht wurde, können Anleger mittlerweile nur noch träumen.
Adobe hatte am Vorabend nach Börsenschluss auch Zahlen zum dritten Quartal vorgelegt, die allerdings nicht als Beweger galten. Der Jefferies-Experte Brent Thill beurteilte sie in einer ersten Reaktion als gemischt. Mit Bezug auf die Übernahme betonte er aber, der Preis sei hoch im Vergleich dazu, dass die annualisierten wiederkehrenden Einnahmen von Figma in diesem Jahr nur 400 Millionen Dollar betrügen - auch wenn 2023 in etwa mit einer Verdopplung zu rechnen sei. Der Deal sei viermal so teuer wie die bislang größte Adobe-Übernahme Marketo.
Diese Ansicht teilt er mit Kirk Materne von Evercore ISI. Er betonte zwar, es gebe viele Aspekte an dieser Übernahme, die seinen Gefallen finden. Anleger zahlten dafür aber in den Jahren 2023 und 2024 mit einer Gewinnverwässerung. Dies sei wohl ein kurzfristiger Gegenwind für die Aktien, auch wenn der Deal strategisch Sinn ergebe.
"Seien wir ehrlich - es fühlt sich an, als ob Adobe etwas an Schwung gegenüber Figma verliert und es deshalb als besserer Schritt angesehen wird, den Wettbewerber aufzukaufen", sagte Materne. Der Gedanke sei wohl Kräfte zu bündeln, anstatt einen starken Gegner entstehen zu lassen. Dies sei keine günstige Offerte eines Unternehmens, das normalerweise als ziemlich pingelig bekannt sei.
Im Schlepptau mit Adobe standen Softwarefirmen allgemein auf den Verkaufslisten der Anleger. Die Papiere von Salesforce und Microsoft waren im US-Leitindex Dow Jones Industrial mit Abschlägen von 2,6 und 3,4 Prozent die größten Verlierer.
/hbr/mis
SAN JOSE (dpa-AFX)
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