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Airbus für 0 Euro bei ZERO ordern (zzgl. Spreads)

WKN: 938914 / ISIN: NL0000235190

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Erwartungen übertroffen 30.07.2026 16:17:00

Airbus-Aktie fällt dennoch: Umsatz klettert deutlich

Airbus-Aktie fällt dennoch: Umsatz klettert deutlich

Der weltgrößte Flugzeugbauer Airbus SE hat mit einem Spurt vor dem Sommer Kurs auf seine Jahresziele genommen. War das erste Quartal noch schwach ausgefallen, legte der DAX-Konzern im zweiten Jahresviertel kräftig zu. Vorstandschef Guillaume Faury hält daher an seinem Ziel fest, in diesem Jahr so viele Passagierjets auszuliefern wie nie zuvor. Auch der Gewinn im Tagesgeschäft soll eine Höchstmarke erreichen. Für die kommenden Jahre hat sich der Manager noch deutlich mehr vorgenommen.

Am Finanzmarkt lösten die Neuigkeiten vom Mittwochabend keine großen Bewegungen aus: Im nachbörslichen Handel auf der Plattform Tradegate gewann die Airbus-Aktie im Vergleich zum Xetra-Schlusskurs lediglich ein Prozent. Seit Jahresbeginn hat das Papier 2026 rund sechs Prozent zugelegt.

Quartalszahlen übertreffen die Erwartungen

Im zweiten Quartal profitierte Airbus kräftig von den gestiegenen Flugzeug-Auslieferungen. Der Umsatz kletterte im Jahresvergleich um 28 Prozent auf 20,5 Milliarden Euro, wie der DAX-Konzern nach Börsenschluss mitteilte. Der um Sonderposten bereinigte operative Gewinn (bereinigtes EBIT) legte um mehr als die Hälfte auf gut 2,4 Milliarden Euro zu. Unter dem Strich verdiente Airbus mit knapp 1,7 Milliarden Euro sogar mehr als doppelt so viel wie ein Jahr zuvor. Die Zahlen übertrafen durchweg die durchschnittlichen Erwartungen von Analysten.

Auftragsbestand reicht für mehr als zehn Jahre

"Wir fahren die Produktion in allen Geschäftsbereichen hoch, um der wachsenden Nachfrage nach unseren zivilen und militärischen Lösungen gerecht zu werden", sagte Faury. Vor allem Airbus' Auftragsbücher für Passagier- und Frachtflugzeuge sind prall gefüllt. Ende Juni lag der Auftragsbestand bei mehr als 9.200 Maschinen. Das reicht rechnerisch für mehr als zehn Jahre. Auch der Militärtransporter A400M und der Kampfjet Eurofighter sind wieder stärker gefragt.

Zulieferprobleme bleiben Herausforderung

Airbus ringt seit Jahren mit Triebwerksherstellern und anderen Zulieferern, um genügend Teile für den Ausbau seiner Passagierjet-Produktion zu bekommen. Vor allem die Kapazitäten für die Mittelstreckenjets aus der Modellfamilie A320neo sind auf Jahre hinaus ausgebucht, während Fluggesellschaften auf neue Maschinen nicht so lange warten wollen. Der einzige große Konkurrent Boeing steckt seit Jahren in einer schweren Krise und darf die Produktion seines Konkurrenzmodells 737 Max nur nach Freigaben der Aufsichtsbehörde weiter hochfahren.

Seine jüngste Kritik am Triebwerkshersteller Pratt & Whitney wollte Faury am Mittwochabend auf Nachfrage nicht wiederholen. Im Februar und April hatte er der Tochtergesellschaft des US-Konzerns RTX die Schuld daran gegeben, dass Airbus seine Flugzeugproduktion nicht schneller ausweiten kann.

Für 2026 sieht der Manager den Zulieferer nun offenbar im Plan. Man führe konstruktive Gespräche darüber, wie viele Getriebefan-Triebwerke Pratt & Whitney in den kommenden Jahren liefern könne.

Der Triebwerksbauer muss seit 2023 den Rückruf von rund 3.000 Turbinen bewältigen, bei denen fehlerhaftes Pulvermetall verwendet wurde. Hunderte Flugzeuge müssen deshalb oft monatelang am Boden bleiben. Die Produktion von Ersatzteilen bindet Kapazitäten, die Pratt & Whitney sonst für den Bau neuer Triebwerke nutzen könnte. Der Triebwerkstyp treibt etwa jeden zweiten Jet aus der Airbus-A320neo-Familie an. An seiner Entwicklung und Produktion ist auch der Münchner Triebwerksbauer MTU Aero Engines beteiligt.

Rekordziele für 2026 und darüber hinaus

Im ersten Halbjahr lieferte Airbus 351 Verkehrsflugzeuge aus und damit 35 mehr als ein Jahr zuvor. In der zweiten Jahreshälfte müssen es deutlich mehr werden, damit Airbus im Gesamtjahr wie geplant rund 870 Jets an seine Kunden übergeben kann. Damit würde der Hersteller seinen bisherigen Rekord von 863 Maschinen aus dem Vor-Corona-Jahr 2019 übertreffen.

Auch beim Gewinn strebt Faury einen Rekord an. So soll das bereinigte operative Ergebnis von 7,1 Milliarden Euro im Jahr 2025 auf rund 7,5 Milliarden Euro im Jahr 2026 steigen. Nach den ersten sechs Monaten stehen hier wegen des schwachen ersten Quartals erst gut 2,7 Milliarden Euro zu Buche.

Für die kommenden Jahre zeigte sich Faury ebenfalls optimistisch. Mit steigenden Produktionszahlen und höheren Margen soll der bereinigte operative Gewinn bis 2029 auf 12 bis 13 Milliarden Euro steigen. Diese Ziele hatte die Konzernführung bereits in der vergangenen Woche vorgestellt.

Airbus-Aktie schwach - Gewinnmitnahmen nach zuletzt guter Entwicklung

DAX 2,75 Prozent auf 204,05 Euro.

Airbus habe ein solides Zahlenwerk vorgelegt und damit die Markterwartungen übertroffen, sagte ein Börsianer. Ein starker Bericht sei allerdings bereits erwartet worden, sodass die unveränderte Prognose wohl Gewinnmitnahmen auslösten, ergänzte er.

An den vergangenen Tagen hatten die Airbus-Aktien deutlich zugelegt. Seit Jahresanfang steht aber nur ein Plus von 3,4 Prozent zu Buche - etwas weniger als für den Dax.

Der weltgrößte Flugzeugbauer nimmt Kurs auf seine Jahresziele. War das erste Quartal noch schwach ausgefallen, legte der Konzern im zweiten Jahresviertel kräftig zu. Vorstandschef Guillaume Faury hält daher an seinem Ziel fest, in diesem Jahr mit 870 Maschinen so viele Passagierjets auszuliefern wie nie zuvor. Auch der Gewinn im Tagesgeschäft soll eine Höchstmarke erreichen.

TOULOUSE/AMSTERDAM (dpa-AFX)

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Bildquelle: Naiyyer / Shutterstock.com

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