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Geändert am: 20.08.2026 12:23:53

ATX kaum verändert -- DAX rutscht unter 25.000-Punkte-Marke -- Börsen in Fernost letztlich mit Gewinnen

AUSTRIA

Die Wiener Börse zeigt sich am Donnerstag ohne klare Richtung.

Der ATX notierte kurz nach der Eröffnung bei 6.604,59 Punkten (+0,18%), pendelt im Anschluss aber in einer engeren Range um die Nulllinie.

Nach drei Verlusttagen in Folge scheint der Wiener Aktienmarkt eine Trendwende einzuleiten. In den vergangenen Tagen hatten steigende Anleiherenditen und hohe Energiepreise den österreichischen Leitindex kumuliert um zwei Prozent von seinem Rekordniveau abrutschen lassen. Mit der 21- und der 50-Tage-Linie bei 6.577 respektive 6.505 Punkten nähert er sich nun zwei viel beachteten Trendindikatoren an.

In Asien präsentierten sich die Indizes in Japan und Südkorea in der Früh immerhin deutlich erholt. Für etwas Unterstützung sorgte ein Rückgang der Anleiherenditen, was bereits den US-Börsen geholfen hatte. So hatte das US-Finanzministerium angekündigt, Rückkäufe langlaufender Anleihen zu erhöhen.

Unternehmensseitig standen in Wien die Zahlen der UNIQA, SBO und Mayr-Melnhof auf der Agenda.

DEUTSCHLAND

Am deutschen Aktienmarkt geht es am Donnerstag abwärts.

Der DAX eröffnete die Sitzung 0,15 Prozent tiefer bei 26.050,95 Punkten und verliert im Verlauf weiter an Boden. Dabei rutscht das Barometer gar unter die wichtige Marke von 26.000 Punkten.

Sein jüngstes Rekordhoch hatte der DAX in der Vorwoche bei 26.573 Punkten erreicht. Seither fehlen vor allem Anschlusskäufe, gestiegene Rendite an den Anleihemärkten und die wieder höheren Ölpreise wegen des Iran-Krieges belasteten die Stimmung.

Als Stütze erwies sich die klare Erholung an den technologielastigen Börsen in Südkorea und Japan. Sie hatten zuletzt besonders deutlich unter steigenden Renditen bei Anleihen gelitten und angesichts des stagnierenden KI-Booms seit Juni keine Bestmarken mehr aufgestellt. Sie profitierten nun - wie am Vortag schon die US-Märkte - von leicht rückläufigen Renditen, nachdem das US-Finanzministerium angekündigt hatte, die Rückkäufe langlaufender Anleihen zu erhöhen.

Allerdings hatte der DAX am Vortag ohnehin "dem Asien-Beben getrotzt", wie Analyst Frank Sohlleder vom Broker Activtrades schrieb. Nun bleibe abzuwarten, ob sich der Index weiter stabilisiere oder ihn "die Mischung aus steigenden Energiekosten und Zinsunsicherheit in die Knie zwingt".

WALL STREET

Die US-Aktienmärkte bewegten sich zum Mittwochshandel auf positivem Terrain.

Der Dow Jones schloss mit einem Plus von 0,22 Prozent bei 53.463,29 Punkten.
Der technologielastige NASDAQ Composite konnte ein moderates Plus von 0,16 Prozent bei 26.331,09 Zähler einfahren.

Für die US-Börsen spielte sich am Mittwoch eine stärkere Tendenz ab. Besonders im Blick hatten die Akteure weiter die Ölpreise angesichts der weiter ungeklärten Lage in der Meerenge von Hormus und die Renditen am Anleihemarkt.

Gespannt blickten Anleger auf die Entwicklung von Aktien mit viel KI-Fantasie. Der Anstieg der Anleihrenditen hatte am Dienstag für starken Druck auf Technologieunternehmen gesorgt. Als einen Belastungsfaktor machten Teilnehmer aus, dass diese in grossen Umfang lang laufende Anleihen ausgeben, um die riesigen KI-Investitionen zu finanzieren. Damit treten sie aber in direkten Wettbewerb mit staatlichen Kreditnehmern um die Gelder der Anleger. "Die Inflation bleibt für Aktien das bestimmende Thema", sagt Kevin Gordon vom Schwab Center for Financial Research. Anleiherenditen und Aktien wiesen derzeit die negativste Korrelation seit 1997 auf. "Das deutet darauf hin, dass sich der Anleihemarkt stärker an Inflationsdaten als an Wachstumsdaten orientiert, was der Inflation bei Aktien die Oberhand verschafft", ergänzt er.

Im Blick hatten die Marktteilnehmer deswegen auch die Veröffentlichung des Protokolls der jüngsten US-Notenbanksitzung von Ende Juli im späten Handel. Dies brachte aber keine stärkeren Handelsimpulse mit sich.

ASIEN

Die asiatischen Börsen erholten sich am Donnerstag von den schweren Vortagesverlusten.

In Tokio sprang der Nikkei 225 letztlich um 1,36 Prozent auf 66.216,79 Punkte an.

Auf dem chinesischen Festland notierte der Shanghai Composite derweil 0,24 Prozent fester bei 3.903,72 Zählern.

In Hongkong ging es für den Hang Seng unterdessen um 0,80 Prozent auf 25.698,49 Einheiten aufwärts.

Der am Vortag stark unter die Räder gekommene KOSPI in Seoul gewann schließlich 5,89 Prozent auf 6.852,58 Punkte.

Die Entspannung am US-Anleihemarkt, ausgelöst von der Ankündigung des US-Finanzministeriums, die Rückkaufoperationen von langlaufenden Anleihen zu verdoppeln, hellte am Donnerstag die Stimmung an den ostasiatischen Börsen auf. Der Schritt zielte darauf ab, den Druck auf einen Markt zu verringern, der die Kreditkosten zuletzt auf den höchsten Stand seit fast zwei Jahrzehnten getrieben hatte. Nach dem Rückgang der Renditen von US-Anleihen in Reaktion auf die Ankündigung, sanken auch in der Region Ostasien und in Australien die Renditen.

"Was das Finanzministerium getan hat, ist im Grunde, eine kleine Atempause vom (steigenden Rendite-)Trend zu erkaufen....", kommentierte Taylor Nugent, Ökonom bei der National Australia Bank. "Auch wenn Rückkäufe allein die langfristigen Fundamentaldaten wahrscheinlich nicht verändern werden, signalisieren sie doch die Bereitschaft der politischen Entscheidungsträger, weiteren Renditeanstiegen entgegenzuwirken", stellte Lloyd Chan, Senior Währungsanalyst bei der MUFG Bank fest.

Redaktion finanzen.at / APA / Dow Jones Newswires / dpa-AFX


Bildquelle: Bule Sky Studio / Shutterstock.com
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20.08.26 360 Security Technology Inc. Registered Shs -A- / Quartalszahlen
20.08.26 3peak Incorporated Registered Shs -A- / Quartalszahlen
20.08.26 3SBio Inc Unitary 144A-Reg S / Quartalszahlen
20.08.26 55 North Gold Incorporation Registered Shs / Quartalszahlen
20.08.26 Abera Bioscience AB Registered Shs / Quartalszahlen
20.08.26 Active Biotech AB Registered Shs / Quartalszahlen
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