NVIDIA Aktie
WKN: 918422 / ISIN: US67066G1040
| KI-Milliarden-Wette |
13.02.2026 17:03:00
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Amazon-Aktie fällt nach Microsoft: Nächster Tech-Titel im Bärenmarkt
• Cloud-Wachstum bei AWS beschleunigt sich im vierten Quartal auf 24 Prozent
• Rekord-Investitionen von 200 Milliarden US-Dollar für 2026 belasten freien Cashflow
Der US-Technologiegigant Amazon sieht sich an der Börse mit einem erheblichen Vertrauensverlust konfrontiert. Nachdem die Aktie am Donnerstag den NASDAQ-Handel bei 199,60 US-Dollar beendete, markierte dies einen Rückgang von 21,4 Prozent gegenüber dem erst kürzlich erreichten Rekordhoch. Damit folgt der E-Commerce-Riese seinem Konkurrenten Microsoft, dessen Papiere bereits Ende Januar in territoriales Bärenmarkt-Terrain abtauchten. Am Markt wird dieser Abverkauf primär auf die aggressiven Ausgabenpläne im Bereich der künstlichen Intelligenz zurückgeführt, die kurzfristige Margen unter Druck setzen könnten.
Im Mittelpunkt der Anlegersorge steht die Ankündigung von CEO Andy Jassy, die Investitionsausgaben (CapEx) im Jahr 2026 auf astronomische 200 Milliarden US-Dollar hochzufahren. Während Jassy im jüngsten Earnings Call betonte, dass man Kapazitäten so schnell monetarisiere, wie man sie installieren könne, blicken Investoren skeptisch auf die Auswirkungen für die Bilanz. Mike Treacy, Vice President of Risk bei Apex Fintech Solutions, erklärte gegenüber MarketWatch, dass der Markt zunehmend an der Fähigkeit dieser Unternehmen zweifle, eine ausreichende Rendite auf das investierte Kapital (ROI) zu erzielen. Besonders kritisch wird gesehen, dass der freie Cashflow von Amazon im vierten Quartal bereits von 38,2 Milliarden US-Dollar im Vorjahr auf 11,2 Milliarden US-Dollar implodierte.
Trotz der Kursverluste lieferte die operative Seite des Konzerns im vierten Quartal 2025 durchaus Lichtblicke. Der Umsatz der Cloud-Sparte Amazon Web Services (AWS) stieg um 24 Prozent auf 35,6 Milliarden US-Dollar, was die höchste Dynamik seit über drei Jahren darstellt. Auch das Werbegeschäft wuchs robust um 23 Prozent auf 21,3 Milliarden US-Dollar. Dennoch überwog die Angst vor einer drohenden "Kapitalkostenspirale", da Amazon, Microsoft, Meta Platforms und Alphabet im Jahr 2026 kumuliert rund 650 Milliarden US-Dollar für KI-Infrastruktur ausgeben wollen. Laut Treacy rotieren Anleger derzeit verstärkt aus Titeln wie Microsoft und NVIDIA in das Ökosystem von Alphabet, da deren vertikale Integration als widerstandsfähiger gegenüber Kostenüberschreitungen gilt.
Aktuelle Kursreaktion und Marktumfeld
Die Reaktion an den Märkten war unmittelbar und heftig. In den letzten drei Monaten mussten die Aktionäre von Amazon einen Wertverlust von über 18 Prozent verbuchen. Am gestrigen Handelstag notierte das Papier bei 199,60 US-Dollar, was einem Minus von 2,2 Prozent entspricht. Während die Unterstützung im Bereich von 195 US-Dollar vorerst getestet wird, bleibt die Volatilität im gesamten Sektor der "Magnificent Seven" hoch.
Vor dem Wochenende bewegt sich die Amazon-Aktie an der NASDAQ weiter abwärts: Am Freitag geht es zeitweise 0,49 Prozent auf 198,62 US-Dollar nach unten.
Die künftige Kursentwicklung wird maßgeblich von der Fähigkeit abhängen, die Milliarden-Investitionen in messbare Gewinne zu transformieren. In der Zwischenzeit fungiert die Aktie von NVIDIA als zentrales Barometer für den gesamten Sektor. Sollten die kommenden Quartalsberichte Ende Februar die hohen Erwartungen an die KI-Monetarisierung nicht erfüllen, könnte sich der aktuelle Abwärtstrend weiter verfestigen. Die Bilanz des Chip-Riesen steht am 25. Februar an.
Redaktion finanzen.at
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