Ethereum - Japanischer Yen

328 868,81
 JPY
-4 798,59
-1,44 %
<
Kurse + Charts + Realtime
Snapshot
Chart (groß)
Historisch
Realtimekurs
>
<
Nachrichten
Nachrichten
>
<
Tools
Währungsrechner
>
<
Invertiert
JPY/ETH
>
Geändert am: 05.03.2026 16:42:33

Krieg in Nahost: Dow in Rot -- ATX schwächer -- DAX fällt zurück -- Asiens Börsen letztlich in Grün

AUSTRIA

Am Wiener Aktienmarkt halten sich die Anleger am Donnerstag zurück.

Der ATX notierte im frühen Handel 0,28 Prozent schwächer bei 5.500,24 Zählern. Im weiteren Verlauf baute der Index die Verluste zunächst weiter aus, bevor er dann vorübergehend ins Plus drehte. Inzwischen ist er aber wieder in rotes Terrain zurückgefallen.

Eine dauerhafte Entspannung ist nicht in Sicht. Die Kriegshandlungen im Nahen Osten setzten sich fort. Ein Ende der Feindseligkeiten ist trotz vorsichtiger Gesprächsbereitschaft der Konfliktparteien weiterhin nicht in Sicht. US-Verteidigungsminister Pete Hegseth nannte einen längeren Zeitrahmen für den Krieg und sagte, dieser könne bis zu acht Wochen dauern. Bisher war von vier Wochen gesprochen worden.

In Washington lehnte der Senat eine Resolution ab, die darauf abzielte, US-Präsident Trumps Befugnisse für Militäroperationen gegen den Iran ohne Zustimmung des Kongresses einzuschränken. Goldman Sachs erklärt, dass das Risiko einer Korrektur angesichts der hohen Bewertung globaler Aktien hoch sei, der Nahost-Konflikt den Markt jedoch wahrscheinlich nicht in einen Bärenmarkt stürzen werde.

DEUTSCHLAND

Der deutsche Aktienmarkt fällt am Donnerstag zurück in die Verlustzone.

So eröffnete der DAX die Sitzung 0,25 Prozent schwächer bei 24.145,44 Punkten, wobei der Leitindex zunächst auch im Anschluss nachgab. Im weiteren Verlauf konnte der DAX vorübergehen ins Plus drehen, gibt seine Gewinne jedoch aktuell wieder ab und fällt ins Minus.

Angesichts der unübersichtlichen Lage im Nahen Osten halten sich Investoren zurück. Skepsis und Vorsicht sind unverändert gross. Die Energiepreise seien gestiegen und die physischen Lieferungen aus der Region unterbrochen, schrieb Analyst Felix-Antoine Vezina-Poirier vom Analysehaus BCA Research. Sollte die Inflation infolge des Kriegs im Nahen Osten und daher höherer Energiepreise dauerhaft steigen, sollten Anleger in Aktien und Anleihen untergewichtet sein. Cash und Rohstoffe seien in diesem Fall die Alternativen.

Der Iran feuerte am Donnerstag erneut Raketen auf Israel ab. Gleichzeitig hat Aserbaidschan den Iran für einen Drohnenangriff in der autonomen Exklave Nachitschewan verantwortlich gemacht und mit Vergeltung gedroht. Der iranische Generalstab wies Berichte über Drohnenangriffe auf Aserbaidschan zurück.

Die israelische Luftwaffe beendete derweil nach Angaben eines Militärsprechers ihre zwölfte Angriffswelle gegen den Iran. Neben Zielen in Teheran seien Angriffe auf das Hauptquartier einer Spezialeinheit der iranischen Sicherheitskräfte in der Provinz Albors geflogen worden, hiess es. In Teheran seien unter anderem Ziele der Revolutionsgarden angegriffen worden. Neben Dutzenden Kommandozentren seien Waffenlager und Waffenproduktionsstätten Ziel der Angriffe gewesen.

Hierzulande läuft die Berichtssaison am Donnerstag auf vollen Touren mit Resultaten der DAX-Konzerne Merck und DHL, die auf der Agenda ergänzt werden von Unternehmen aus der zweiten und dritten Börsenreihe.

WALL STREET

Nach der Erholungsbewegung vom Vortag geht es an den US-Börsen am Donnerstag wieder abwärts.

So eröffnete der Dow Jones 0,44 Prozent tiefer bei 48.526,73 Punkten und bleibt auch im weiteren Verlauf auf rotem Terrain.
Auch der NASDAQ Composite gibt zeitweise ab, nachdem er zum Start schon 0,44 Prozent auf 22.807,48 Zähler verloren hatte.

Für Verunsicherung sorgten zum einen die im Zuge des Iran-Kriegs erneut gestiegenen Ölpreise. Zum anderen fielen jüngste Arbeitsmarktdaten robust aus. Beides weckte Inflationssorgen und ließ die Renditen am Anleihenmarkt weiter steigen.

Der noch keine Woche alte Iran-Krieg zieht immer weitere Kreise. So fliegt eine ballistische Rakete Richtung Nato-Land Türkei, Israel greift weiter Hisbollah-Stellungen im Libanon an, in den Golfstaaten gibt es Drohnen-Attacken auf zivile Ziele, und die USA versenken vor Sri Lanka ein Kriegsschiff.

Die Entwicklungen im Krieg der USA und Israels gegen den Iran veranlassen die Händler erneut dazu, Risiken zu begrenzen, nachdem sich die Stimmung am Vortag noch leicht verbessert hatte. Die Spannungen auf den Energiemärkten treten zunehmend in den Vordergrund. So versucht China, Kraftstoff zu sparen, und japanische Raffinerien fordern die Freigabe strategischer Erdölreserven.

Die Straße von Hormus, durch die ein großer Teil des globalen Ölhandels verläuft, bleibt die Hauptsorge an den Märkten. Der Schiffsverkehr durch diese Wasserstrasse ist nahezu zum Erliegen gekommen. Dadurch sind die Öllieferungen aus dem Iran sowie von anderen Produzenten am Persischen Golf unterbrochen und Förderländer gezwungen, ihre Produktion zu drosseln.

ASIEN

Die Börsen in Fernost präsentierten sich stärker.

In Tokio stieg der Nikkei 225 letztlich kräftige 1,90 Prozent auf 55.278,06 Punkte.

Auf dem chinesischen Festland zeigte sich der Shanghai Composite schließlich mit Zuwächsen von 0,64 Prozent bei 4.108,57 Zählern.

In Hongkong notierte der Hang Seng mit einem Anstieg von 0,28 Prozent letztlich auf 25.321,34 Einheiten.

Nach drei Tagen mit teils heftigen Abgaben aufgrund der Angriffe auf den Iran kam es am Donnerstag an den ostasiatischen Börsen zu einer deutlichen Erholung.

Die Intensität der iranischen Raketenattacken sei stark zurückgegangen, da die US-Militärschläge die Fähigkeiten des Landes geschwächt hätten, so Analyst Chang Wei Liang von DBS Group Research. Es gebe außerdem Berichte, wonach der Iran auf Geheimdienstebene Offenheit für Gespräche über eine Beendigung des Krieges signalisiert haben soll, ergänzt der Stratege.

Daneben hatte China für 2026 ein Ziel für das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 4,5 bis 5 Prozent festgelegt. Es ist das niedrigste Ziel seit den 1990er-Jahren und folgt auf drei Jahre, in denen ein Wachstum von "rund 5 Prozent" festgelegt worden war. Sollte Chinas Wirtschaft in diesem Jahr um weniger als 5 Prozent wachsen, wäre dies das langsamste Wachstum seit mehr als drei Jahrzehnten, abgesehen von den Jahren der Covid-19-Pandemie. China gab zudem an, dass das BIP im vergangenen Jahr real um 5 Prozent gewachsen sei und damit sein offizielles Ziel trotz eines erneuten Handelskriegs mit den USA erreicht habe.

Ein niedrigeres BIP-Ziel dürfte der chinesischen Regierung mehr Spielraum für qualitatives Wachstum geben, urteilt Chefvolkswirt Lynn Song von der ING. "Mit dem neuen Ziel scheint es eine Toleranz für langsameres Wachstum zu geben, was den politischen Entscheidungsträgern mehr Flexibilität geben sollte, um qualitatives Wachstum anzustreben, eine Priorität der vergangenen Jahre", meint Song. Die Wirkung der Fiskalpolitik könne sich in diesem Jahr verbessern, wobei potenziell mehr Mittel in die Realwirtschaft fließen könnten, fügt Song hinzu.

Redaktion finanzen.at / APA / Dow Jones Newswires / dpa-AFX


Bildquelle: Bule Sky Studio / Shutterstock.com
Eintrag hinzufügen
Hinweis: Sie möchten dieses Wertpapier günstig handeln? Sparen Sie sich unnötige Gebühren! Bei finanzen.net Brokerage handeln Sie Ihre Wertpapiere für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade? Hier informieren!
Es ist ein Fehler aufgetreten!

Unternehmensdaten

Datum Unternehmen/Event
05.03.26 A & W Food Services of Canada Inc Registered Shs / Quartalszahlen
05.03.26 a.k.a. Brands Holding Corp Registered Shs / Quartalszahlen
05.03.26 AcelRx Pharmaceuticals Inc Registered Shs / Quartalszahlen
05.03.26 Acorn Energy Inc Registered Shs / Quartalszahlen
05.03.26 Activex LtdShs / Quartalszahlen
05.03.26 Adicet Bio Inc Registered Shs / Quartalszahlen
05.03.26 Admiral Group PLC / Quartalszahlen
05.03.26 Admiral Group Plc Unsponsored American Deposit Receipt Repr 1 Sh / Quartalszahlen

Wirtschaftsdaten

Datum Unternehmen
05.03.26 Investitionen in ausländische Anleihen
05.03.26 Ausländische Investitionen in japanische Aktien
05.03.26 Handelsbilanz
05.03.26 Imports (MoM)
05.03.26 Exports (MoM)
05.03.26 Verbraucherpreisindex (Kernrate) (YoY)
05.03.26 Verbraucherpreisindex (YoY)
05.03.26 Retail Sales (MoM)
05.03.26 Retail Sales (YoY)
05.03.26 BNM Zinsentscheidung
05.03.26 Verbraucherpreisindex ( Jahr )
05.03.26 Verbraucherpreisindex ( Monat )
05.03.26 Einzelhandelsumsatz (im Jahresvergleich)
05.03.26 Industrieproduktion ( Monat )
05.03.26 Bruttoinlandsprodukt (Quartal)
05.03.26 Industrieproduktion s.a. ( Jahr )
05.03.26 Arbeitslosenquote
05.03.26 EZB-Mitglied De Guindos spricht
05.03.26 Einzelhandelsumsätze n.s.a ( Jahr )
05.03.26 Einzelhandelsumsätze s.a. ( Monat )
05.03.26 S&P Global Bau-EMI
05.03.26 Auktion 3-jähriger Staatsanleihen
05.03.26 Auktion 10-jähriger Obligaciones
05.03.26 Auktion 5-jähriger Staatsanleihen
05.03.26 Einzelhandelsumsätze (Monat)
05.03.26 Einzelhandelsumsätze (Jahr)
05.03.26 Auktion 10-jähriger Staatsanleihen
05.03.26 Bruttoinlandsprodukt (Jahr)
05.03.26 Bruttoinlandsprodukt (Quartal)
05.03.26 Verbrauchervertrauen, saisonbereinigt
05.03.26 Verbraucherzuversicht
05.03.26 Arbeitslosenquote
05.03.26 Challenger-Stellenabbau
05.03.26 EZB Accounts: Zusammenfassung der geldpolitischen Sitzung des Rates
05.03.26 Zentralbankreserven USD
05.03.26 Lohnstückkosten
05.03.26 Arbeitsproduktivität außerhalb der Landwirtschaft
05.03.26 Importpreisindex (Monat)
05.03.26 Exportpreisindex (Monat)
05.03.26 Importpreisindex (Jahr)
05.03.26 Exportpreisindex (Jahr)
05.03.26 Durchschnittliche Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe (4-Wochen-Durchschnitt)
05.03.26 Folgeanträge auf Arbeitslosenhilfe
05.03.26 Erstanträge Arbeitslosenunterstützung
05.03.26 EIA Änderung des Erdgaslagerbestandes
05.03.26 Rede von Kocher der EZB
05.03.26 Auktion 4-wöchiger Treasury Bills
05.03.26 EZB-Präsidentin Lagarde spricht
05.03.26 Handelsbilanz
05.03.26 Fed-Mitglied Bowman spricht