Fokus auf freien Cashflow |
27.02.2025 14:04:00
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Analyst optimistisch: Warum Apple die Konkurrenz im KI-Bereich schlagen könnte
• Partnerschaften mit OpenAI und anscheinend Alibaba
• Analyst sieht Apple im Vorteil
Seit über einem Jahr dominiert am Aktienmarkt die Devise, dass künstliche Intelligenz der Weg zum Erfolg ist. Umso erstaunlicher erschien, dass Apple selbst in seiner jüngsten Gewinnmitteilung noch betont hatte, bei seinen Investitionen einen "sehr vorsichtigen und durchdachten Ansatz" zu verfolgen.
Fokus auf freien Cashflow
Ben Reitzes von Melius Research vertritt laut "MarketWatch" die Meinung, dass sich dies letztlich als der bessere Weg erweise könnte. Denn Apple könne, indem es die Technologien anderer Unternehmen nutzt, im Grunde Investitions- und Betriebsausgaben auf andere Tech-Giganten "abwälzen", so der Analyst. "Dadurch kann Apple strukturell einen freien Cashflow generieren, der derzeit über dem Nettogewinn liegt, während die Umsätze in den nächsten Jahren steigen - was vielen anderen Unternehmen nicht gelingt", so der Analyst. Denn im Gegensatz zu Apple wollen Alphabet, Amazon, Meta Platforms und Microsoft ihre KI-Investitionen deutlich steigern, was aber schlussendlich ihren freien Cashflow belasten wird.
Laut Ben Reitzes könnte jedoch genau diese Finanzkennzahl an der Wall Street künftig stärker unter die Lupe genommen werden: "Apple könnte den letzten Lacher haben, da es eine echte 'Mautstraße' zur mobilen KI ist", schrieb er. "Während sich Kritiker auf "Builds" und Mikrodatenpunkte konzentrieren, ist es der freie Cashflow, der am Ende zählt. Apple kann eine Partnerschaft mit OpenAI (und eventuell mit Baidu in China) eingehen, während es öffentliche Cloud-Dienste nutzt, um Modelle zu trainieren und sein Dienstleistungsgeschäft zu betreiben".
Reitzes wies darauf hin, dass Apple im Geschäftsjahr 2024 einen freien Cashflow von 109 Milliarden US-Dollar erwirtschaftete, was über dem Nettogewinn von 104 Milliarden US-Dollar liegt. Für die Cloud-Unternehmen sehe das Verhältnis von freiem Cashflow zu Nettogewinn dagegen besorgniserregender aus.
Apples KI-Partnerschaften
Reichlich spät, nämlich erst im vergangenen Oktober, startete der Konzern aus dem kalifonischen Cupertino einen großen Teil der Funktionen von "Apple Intelligence". Die Einführung dieser KI-Funktionen erfolgt schrittweise, so wurde etwa OpenAIs Chatbot ChatGPT mit der Veröffentlichung der Betriebssysteme iOS 18.2, iPadOS 18.2 und macOS Sequoia 15.2 Mitte Dezember 2024 in den Sprach-Assistenten Siri integriert.
In China ließ sich der US-Konzern sogar noch mehr Zeit. Erst vor einigen Tagen meldete die Nachrichtenagentur Reuters, dass Apple wohl eine Kooperation mit dem chinesischen Tech-Konzern Alibaba vereinbart hat, um KI-Funktionen für iPhone-Benutzer in China einzuführen, nachdem der iKonzern auch KI-Modelle anderer chinesischer Tech-Unternehmen, wie Baidu, Tencent, ByteDance und DeepSeek evaluiert hatte. Apple und Alibaba haben ihre gemeinsam entwickelten KI-Funktionen wohl bereits der chinesischen Cyberspace-Regulierungsbehörde zur Genehmigung vorgelegt und wollen die Dienste bereits im April auf den Markt bringen, hieß es in dem Bericht.
Redaktion finanzen.at
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