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Geändert am: 01.06.2026 09:08:56

ATX kaum verändert -- DAX wenig bewegt -- Asiens Börsen uneinheitlich - KOSPI dank KI-Euphorie mit neuem Rekordhoch

AUSTRIA

Anleger am Wiener Aktienmarkt halten sich zum Wochenstart zurück.

So startete der ATX bewegt sich im frühen Handel in einer engen Range um die Nulllinie.

Der Iran-Krieg ist zu Wochenbeginn weiterhin im Gange. Trotzdem konnten in der vergangenen Woche viele Börsen weltweit neue Maßstäbe setzen. Auch der ATX ließ sich von seiner Rekordrally kaum abbringen. Allerdings gibt es am Montag einen Dämpfer. Die USA und der Iran meldeten am Wochenende erneut gegenseitige Angriffe. Das US-Militär griff nach eigenen Angaben iranische Radar- und Drohnen-Kommandozentralen in Goruk und auf der Insel Keschm an. Die Vorstöße seien eine Reaktion auf aggressive Handlungen des Iran gewesen, darunter der Abschuss einer US-Drohne vom Typ MQ-1 über internationalen Gewässern, teilt das US-Zentralkommando (Centcom) mit. Unterdessen erklären die iranischen Revolutionsgarden iranischen Medien zufolge, sie hätten einen Luftwaffenstützpunkt ins Visier genommen. Dieser sei von den USA für einen Angriff auf einen Telekommunikationsturm auf der Insel Sirik im Süden des Iran genutzt worden. Die staatliche Nachrichtenagentur Kuna vermeldete, dass die kuwaitische Luftabwehr Raketen- und Drohnenangriffe abfangen.

Von einer erhöhten Risikoaversion kann aber nicht die Rede sein, weshalb die Energiepreise unterhalb ihrer Höchststände konsolidieren, bei allerdings insgesamt erhöhten Niveaus, so die Experten von Helaba. Am Montag steht in Österreich die Veröffentlichung der Arbeitsmarktdaten von Mai am Programm.

DEUTSCHLAND

Nach dem ungewöhnlich guten Börsenmonat Mai startet der deutsche Aktienmarkt nur wenig verändert in den Juni.

Der DAX eröffnet die Sitzung marginale 0,09 Prozent tiefer bei 25.083,24 Punkten.

In der vergangenen Woche war er in der Hoffnung auf eine nachhaltige Friedensvereinbarung zwischen den USA und dem Iran gleich zum Start bis auf 25.438 Punkte gestiegen. Diese Aussicht erhielt im Wochenverlauf allerdings keine neue Nahrung, und so entfernte sich der DAX wieder von seinem Rekordhoch vom Januar bei 25.507 Punkten. In den USA eilen die wichtigsten Aktienindizes derweil von Rekord zu Rekord. Am Montagmorgen setzten sich auch die Rekordrallys des japanischen Nikkei 225 und des südkoreanischen KOSPI fort. Am Aktienmarkt werde schon die Zukunft gekauft, während in Nahost noch die Gegenwart verhandelt werde, kommentierte Marktexperte Stephen Innes.

WALL STREET

Anleger waren am Freitag weiter in Kauflaune und trieben sämtliche wichtigen US-Indizes auf neue Rekordhochs.

Der Dow Jones Industrial zeigte sich freundlich und legte um 0,72 Prozent auf 51.032,46 Punkte zu.
Der Techwerteindex NASDAQ Composite erzielte das siebte Tagesplus in Folge und verbesserte sich zum Handelsende um 0,2 Prozent auf 26.972,62 Zähler.

Bei einer Einigung zwischen den USA und dem Iran dürfte die Blockade der Straße von Hormus als Belastungsthema für die Börsen wegfallen. Mit dann womöglich sinkenden Ölpreisen könnte das Narrativ vom nur temporären Inflationsschock wieder greifen und die Aktienkurse stützen. Passend zu den Hoffnungen am Markt fielen die Ölpreise zum Wochenschluss. Der Iran werde die Kontrolle über die Straße von Hormus wahrscheinlich nicht aufgeben, da die Wasserstraße bei allen künftigen Atomverhandlungen mit Washington eine wichtige strategische Trumpfkarte bleibe, meinte SEB-Analyst Bjarne Schieldrop.

Die Renditen von US-Staatsanleihen gaben leicht nach. Sollten sich die Kriegsparteien auf ein Abkommen verständigen, dürften die Inflationssorgen über dann wohl nachgebende Ölpreise zurückgehen. Allerdings sei die Unsicherheit groß, weswegen die Renditen nur leicht gesunken seien, hieß es im Handel.

Gestützt wurde die Stimmung auch von einem deutlich besser als erwartet ausgefallenen Einkaufsmanager-Index Chicago. Dieser stieg im Mai auf 62,7 Punkte, nach 49,2 Punkten im April. Es ist damit der höchste Stand seit Januar 2022. Die Neuaufträge sprangen ebenfalls auf das höchste Niveau seit Januar 2022.

ASIEN

Zum Start in die neue Woche lässt sich an den Börsen in Ostasien keine einheitliche Tendenz ausmachen.

Der Nikkei 225 notiert gegen 07:00 MESZ 0,83 Prozent im Plus bei 66.878,90 Punkten.

Auf dem chinesischen Festland gibt der Shanghai Composite hingegen 0,12 Prozent auf 4.063,72 Stellen nach.

In Hongkong gewinnt der Hang Seng 0,88 Prozent auf 25.402,80 Zähler.

Auf der Stimmung lastet vielerorts der ungelöste Nahostkonflikt. Die Ölpreise ziehen wieder an in Reaktion auf den jüngsten Vorstoss israelischer Streitkräfte im Libanon, notieren aber weit unter den Höchstständen, die sie im Zuge des Konflikts gesehen haben.

Technologiewerte profitieren derweil weiter von KI-Euphorie. Das zeigt sich besonders am südkoreanischen Aktienmarkt. Der Leitindex KOSPI steigt nach starken Exportdaten auf ein Rekordhoch. Im Mai stiegen die südkoreanischen Exporte so stark wie zuletzt vor rund 40 Jahren. Die durch künstliche Intelligenz (KI) angetriebene Nachfrage nach Chips liess den Wert der Lieferungen auf ein Rekordhoch steigen. Medienberichten zufolge wird NVIDIA-CEO Jensen Huang Ende dieser Woche nach Südkorea reisen, um Vertreter der dortigen Chipbranche zu treffen. Das befeuere die KI-Euphorie zusätzlich, heisst es.

Redaktion finanzen.at / APA / Dow Jones Newswires / dpa-AFX


Bildquelle: Bule Sky Studio / Shutterstock.com
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