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Geändert am: 01.06.2026 22:06:14

ATX und DAX schließen im Minus -- US-Börsen schließen höher -- Asiens Börsen letztlich uneins - KOSPI dank KI-Euphorie mit neuem Rekordhoch

AUSTRIA

Anleger am Wiener Aktienmarkt hielten sich zum Wochenstart zurück.

So bewegte sich der ATX im frühen Handel in einer engen Range um die Nulllinie und fiel im weiteren Verlauf ins Minus, wo er den Tag auch 1,2 Prozent schwächer bei 6.075,32 Punkten beendete.

Positive Nachrichten im Konflikt zwischen den USA und dem Iran waren zu Wochenbeginn rar gesät. Mit dem Vormarsch israelischer Bodentruppen im Libanon und möglichen neuen Angriffen im Raum von Beirut eskaliert der Krieg in dem kleinen Mittelmeerland hingegen weiter. Der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmaeil Baghaei, erklärte, die israelischen Angriffe im Libanon verzögerten auch den diplomatischen Prozess zur Beendigung des Krieges zwischen den USA und dem Iran. Eine Waffenruhe im Libanon sei ein integraler Bestandteil jeder Vereinbarung. Die EU rief Israel dazu auf, die "militärische Eskalation" im Libanon zu beenden.

DEUTSCHLAND

Nach dem ungewöhnlich guten Börsenmonat Mai zeigte sich der deutsche Aktienmarkt am Montag tiefer.

Der DAX eröffnete die Sitzung marginal tiefer. Er schwankte anschließend zwischen Nulllinie und leichten Gewinnen. Am Nachmittag fiel er jedoch ins Minus zurück, wo er sich 0,4 Prozent niedriger bei 25.003,04 Punkten verabschiedete.

Die iranischen Revolutionsgarden meldeten einen Vergeltungsschlag nach einem US-Luftangriff. Zuvor hatte der Golfstaat Kuwait wegen Luftangriffen Alarm ausgelöst. Das US-Militär hatte am Wochenende eigenen Angaben zufolge Radar- und Drohnenkontrollzentren im Iran bombardiert, nachdem Teheran zuvor eine amerikanische Drohne abgeschossen haben soll. Seit Tagen ringen die USA und der Iran um ein Rahmenabkommen zur Verlängerung der seit dem 8. April geltenden Waffenruhe.

"Der Iran-Konflikt bleibt ungelöst, doch an den Finanzmärkten überwiegt weiterhin die Hoffnung. Während die politische Realität noch von offenen Fragen geprägt ist, richtet sich der Blick der Anleger bereits auf einen möglichen Frieden im Nahen Osten", kommentierte Marktanalyst Timo Emden.

WALL STREET

An der Wall Street ging es zum Start der neuen Woche moderat nach oben.

Der Dow Jones Industrial gewann schlussendlich 0,09 Prozent auf 51.078,88 Zähler.
Der Techwerteindex NASDAQ Composite legte deutlicher zu und gewann 0,42 Prozent auf 27.086,81 Zähler. Bei 27.190,21 Punkten wurde ein neues Rekordhoch erreicht.

Weiterhin sorgte neben dem Boom-Thema künstliche Intelligenz (KI) der Iran-Krieg für den grössten Gesprächsstoff. Im KI-Bereich setzten die Investoren nun auf die Softwarebranche, die lange Zeit unter Verdrängungssorgen gelitten hatte. Die sonst als KI-Treiber bekannten Chipwerte notierten überwiegend im Minus, genauso wie die allgemein bedeutenden "Magnificent 7".

In den Verhandlungen um eine Beendigung des Iran-Kriegs gab es eher wieder Rückschritte. Nach US-Bombardierungen am Wochenende wurde von den iranischen Revolutionsgarden ein Vergeltungsschlag vermeldet. Ausserdem berichtete die halbstaatliche Nachrichtenagentur Tasnim, der Iran werde den Austausch von Nachrichten mit den USA aus Protest gegen die Eskalation Israels im Libanon einstellen.

ASIEN

Zum Start in die neue Woche ließ sich an den Börsen in Ostasien keine einheitliche Tendenz ausmachen.

Der Nikkei 225 notierte letztlich 0,91 Prozent im Plus bei 66.934,33 Punkten.

Auf dem chinesischen Festland gab der Shanghai Composite hingegen 0,27 Prozent auf 4.057,74 Stellen nach.

In Hongkong gewann der Hang Seng 0,86 Prozent auf 25.398,18 Zähler.

Auf der Stimmung lastete vielerorts der ungelöste Nahostkonflikt. Die Ölpreise zogen wieder an in Reaktion auf den jüngsten Vorstoß israelischer Streitkräfte im Libanon, notierten aber weit unter den Höchstständen, die sie im Zuge des Konflikts gesehen haben.

Technologiewerte profitierten derweil weiter von KI-Euphorie. Das zeigte sich besonders am südkoreanischen Aktienmarkt. Der Leitindex KOSPI stieg nach starken Exportdaten auf ein Rekordhoch. Im Mai stiegen die südkoreanischen Exporte so stark wie zuletzt vor rund 40 Jahren. Die durch künstliche Intelligenz (KI) angetriebene Nachfrage nach Chips ließ den Wert der Lieferungen auf ein Rekordhoch steigen. Medienberichten zufolge wird NVIDIA-CEO Jensen Huang Ende dieser Woche nach Südkorea reisen, um Vertreter der dortigen Chipbranche zu treffen. Das befeuere die KI-Euphorie zusätzlich, hieß es.

Redaktion finanzen.at / APA / Dow Jones Newswires / dpa-AFX


Bildquelle: wienerborse.at, Ionana Davies / Shutterstock.com, Bule Sky Studio / Shutterstock.com
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