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Geändert am: 03.03.2026 22:03:53

Krieg in Nahost: Dow schlussendlich schwächer -- ATX zum Handelsende tief in der Verlustzone -- DAX schließt deutlich unter 24.000-Punkte-Marke -- Asiens Börsen letztlich im Minus - Nikkei tiefrot

AUSTRIA

Der Wiener Aktienmarkt befand sich am Dienstag im Sinkflug.

So notierte der ATX im frühen Handel bereits knapp 2 Prozent schwächer. Im Verlauf weitete sich das Minus deutlich aus und er verlor zeitweise mehr als 4 Prozent. Letztlich rutschte der heimische Leitindex um 3,55 Prozent auf 5.433,81 Punkte ab.

US-Präsident Donald Trump lehnt Verhandlungen mit der Führung in Teheran ab. Der Iran wolle zwar verhandeln, dafür sei es aber zu spät, schrieb Trump auf der Plattform Truth Social. Die iranische Luftabwehr, die Luftwaffe, die Marine und die Führung seien ausgeschaltet. Zuvor hatten die iranischen Revolutionsgarden massive Vergeltungsschläge gegen die USA und Israel angekündigt. Ins Visier nahm Teheran auch Europa, welches vor einem Kriegseintritt gewarnt wurde.

Unter den Anlegern ging wegen des Krieges der USA und Israels gegen den Iran weiter die Sorge vor einer Energiekrise um. Der Straße von Hormuz als Öl- und Gasroute kommt dabei eine zentrale Bedeutung zu; der Iran schloss diese mittlerweile. "Je länger die Interventionen anhalten und je weiter sich die Angriffe auf andere Länder in der Region ausweiten, desto höher ist das Risiko, um von einem echten, belastenden Ereignis für die Kapitalmärkte auszugehen", schrieben die Experten der Landesbank NordLB. Die Commerzbank verwies angesichts steigender Ölpreise auch auf Inflationsrisiken.

"Der Fokus der Kapitalmärkte liegt aktuell auf dem Risiko einer Eskalation sowie der sicheren Versorgung mit Energie, insbesondere durch die Straße von Hormuz", fasste Ann-Katrin Petersen, Leiterin Kapitalmarktstrategie beim Vermögensverwalter BlackRock, die Sorgen der Marktteilnehmer zusammen.

Aktuelle Datenveröffentlichungen rückten etwas in den Hintergrund: In der Eurozone ist die Inflationsrate unerwartet gestiegen. Im Februar legten die Verbraucherpreise im Jahresvergleich um 1,9 Prozent zu, wie das Statistikamt Eurostat nach einer ersten Schätzung mitteilte. Im Jänner hatte die Rate noch bei 1,7 Prozent gelegen. Volkswirte hatten im Schnitt mit einer unveränderten Rate gerechnet.

DEUTSCHLAND

Der deutsche Aktienmarkt geriet am Dienstag erneut kräftig unter Druck.

So eröffnete der DAX die Sitzung mit einem Verlust von 1,75 Prozent bei 24.207,44 Punkten. Im Verlauf fiel er weiter zurück - zeitweise verlor er mehr als 4 Prozent und rutschte deutlich unter die 24'000-Punkte-Marke. Schließlich verabschiedete er sich 3,44 Prozent tiefer bei 23.790,65 Zählern in den Feierabend.

Die andauernden Kampfhandlungen im Nahen Osten haben den Abwärtsdruck an den weltweiten Börsen am Dienstag verstärkt. Steigende Öl- und Erdgaspreise nähren Konjunktur- und Inflationsängste. Vieles hängt nun von der Dauer des Krieges ab.

Unter den Anlegern ging wegen des Krieges der USA und Israels gegen den Iran weiter die Sorge vor einer Energiekrise um. Der DAX hängt seit Montag quasi am Gaspreis. Steigt dieser, geben die Aktienkurse nach; gibt der Gaspreis Gewinne teilweise wieder ab, stabilisieren sich auch die Aktienkurse etwas.

Die Exporte von Flüssigerdgas aus Katar und den Vereinigten Arabischen Emiraten hätten 2025 etwa ein Fünftel der weltweiten Versorgung ausgemacht, schrieb Nitesh Shah vom Vermögensverwalter Wisdomtree. "Sie müssen die Straße von Hormus passieren. Eine Unterbrechung hätte daher globale Auswirkungen", so der Rohstoffexperte. Selbst vorübergehende Ausfälle verschärften die globale Versorgungslage erheblich.

WALL STREET

Der eskalierende Krieg im Nahen Osten schickte auch die US-Börsen am Dienstag auf Talfahrt.

Der Dow Jones verblieb nach einer negativen Eröffnung auf rotem Terrain und verlor zum Schlussläuten 0,83 Prozent auf 48.501,27 Punkte.
Auch der NASDAQ Composite blieb nach einem schwachen Start in der Verlustzone und beendete die Handelssitzung 1,02 Prozent tiefer bei 22.516,69 Stellen.

Hatte die Wall Street am Montag noch recht gelassen auf die Angriffe der USA und Israels auf den Iran sowie die iranischen Vergeltungsschläge reagiert, so macht sich nun Nervosität breit. Zur Kriegs- gesellt sich Inflationsangst. Denn die Ölpreise setzen ihren rasanten Anstieg fort. Der Iran hat gedroht, Energieinfrastruktur zu zerstören und Schiffe "zu verbrennen", die die Straße von Hormus passieren - ein wichtiger Transportweg für Öl. Anleger fürchten, dass steigende Ölpreise die Inflation in die Höhe treiben und die US-Notenbank längere Zeit davon abhalten werden, ihre Geldpolitik zu lockern.

Schwindende Zinssenkungshoffnungen ließen am US-Anleihemarkt die Renditen weiter steigen, doch kamen diese von ihren Tageshochs zurück. Die Preisentwicklung am Anleihemarkt zeige, dass Bundes- und US-Anleihen nicht länger als "sichere Häfen" fungierten, so Analyst Christoph Rieger von der Commerzbank.

ASIEN

Die Börsen in Fernost befanden sich am Dienstag auf rotem Terrain.

In Tokio verlor der Nikkei 225 letztlich deutliche 3,06 Prozent auf 56.279,05 Punkte.

Auf dem chinesischen Festland fiel der Shanghai Composite um 1,43 Prozent und notierte schließlich bei 4.122,68 Punkten.

In Hongkong notierte der Hang Seng letztlich 1,12 Prozent tiefer bei 25.768,08 Zählern.

Die anhaltenden Angriffe der USA und Israels gegen den Iran drückten die ostasiatischen Börsen am Dienstag erneut deutlich ins Minus. Es deutet sich aktuell kein Ende der Kämpfe an. Die US-Operation im Iran wird nach Aussage von US-Präsident Donald Trump vier bis fünf Wochen dauern. "Aber wir haben die Fähigkeit, auch weitaus länger durchzuhalten", sagte er bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus.

Für den Nikkei in Tokio ging es ebenfalls deutlich abwärts. Hier wurde auch auf Aussagen von Ryozo Himino, Vize-Gouverneur der Bank of Japan (BoJ), verwiesen. Er hat die Haltung der Zentralbank bekräftigt, die Leitzinsen weiter anzuheben. Er blieb allerdings konkrete Hinweise auf den Zeitpunkt des nächsten Schrittes schuldig. Die BoJ hatte den Leitzins zuletzt im Dezember auf 0,75 Prozent angehoben.

Dagegen zeigten sich die Börsen in China nur mit moderaten Abgaben. Die Risiken für die chinesische Ölversorgung blieben trotz des Iran-Konflikts kurzfristig beherrschbar, so Macquarie. Zudem warten die Marktteilnehmer auf Aussagen vom Nationalen Volkskongresses im Wochenverlauf. Dieser wird den Fünfjahresplan für den Zeitraum 2026 bis 2030 verabschieden. Der Markt rechnet mit weiteren Stimulierungsmaßnahmen für die Konjunktur.

Redaktion finanzen.at / APA / Dow Jones Newswires / dpa-AFX


Bildquelle: wienerborse.at, Ionana Davies / Shutterstock.com, Bule Sky Studio / Shutterstock.com
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Bleipreis 1 860,35 33,00 1,81
Dieselpreis Benzin 2,29 0,00 0,17
EEX Strompreis Phelix DE 105,95 0,95 0,90
Erdgaspreis - Natural Gas 2,91 -0,19 -6,04
Ethanolpreis 2,16 0,00 0,05
Goldpreis 4 393,87 -114,06 -2,53
Haferpreis 3,40 -0,19 -5,17
Heizölpreis 108,57 -13,21 -10,85
Holzpreis 596,50 -12,50 -2,05
Kaffeepreis 3,07 -0,04 -1,33
Kakaopreis 2 368,00 -51,00 -2,11
Kohlepreis 119,00 -2,60 -2,14
Kupferpreis 12 021,40 196,05 1,66
Lebendrindpreis 2,35 0,01 0,58
Mageres Schwein Preis 0,91 -0,01 -0,58
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