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Geändert am: 04.03.2026 22:08:39
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Krieg in Nahost: ATX und DAX letztlich höher -- US-Börsen schließen im Plus -- Asiens Börsen zum Handelsende tiefrot

AUSTRIA
Der Wiener Aktienmarkt präsentierte sich im Handelsverlauf zur Wochenmitte mit grünen Vorzeichen.
Der ATX verbuchte im frühen Handel einen Abschlag und verblieb im Anschluss zunächst auf rotem Terrain. Gegen Mittag konnte er sich dann jedoch in die Gewinnzone vorarbeiten und verzeichnete ein kräftiges Plus. Schlussendlich ging er 1,51 Prozent höher bei 5.515,85 Punkten aus dem Handel.
Die vage Hoffnung auf eine Sicherung der Straße von Hormus durch US-Streitkräfte bremste den Kursrutsch der Vortage, hieß es von Marktbeobachtern.
Der Krieg in Nahost und die damit einhergehenden Unterbrechungen der Seehandelslinien sowie die erhöhten Energiepreise lasteten auf dem Marktsentiment, hieß es in einem Helaba-Kommentar. Die Risikoaversion ist weiterhin ein bestimmendes Thema, auch weil noch nicht abzusehen ist, wie und wann der Krieg beendet werden kann und auch weil Inflationssorgen in den Vordergrund rücken.
Die Meldungslage zu den heimischen Unternehmen fiel noch eher dünn aus.
DEUTSCHLAND
Der deutsche Aktienmarkt erholte sich am Mittwoch deutlich von seinen Vortagesverlusten.
So notierte der DAX zu Beginn im Plus und verzeichnete im Anschluss deutlichere Gewinne. Er schloss den Handelstag 1,74 Prozent fester bei 24.205,36 Punkten ab.
Die vage Hoffnung auf eine Sicherung der Straße von Hormus durch US-Streitkräfte bremste den Kursrutsch am deutschen Aktienmarkt am Mittwoch. "Falls erforderlich, wird die US-Marine so bald wie möglich damit beginnen, Tanker durch die Strasse von Hormus zu eskortieren", schrieb Trump am Vorabend auf seiner Plattform Truth Social. Um jeden Preis würden die USA den freien Fluss von Energie für den Rest der Welt sicherstellen. Zudem habe er die zuständige Behörde für Entwicklungsfinanzierung DFC angewiesen, Risikoversicherungen und Garantien für den gesamten Seehandel in der Region anzubieten.
Diese Nachrichten hatten am Vorabend in New York dafür gesorgt, dass die US-Börsen ihre Verluste deutlich reduzierten. Ein Blick nach Ostasien zeigt aber, dass die Anleger an den Weltbörsen sehr nervös bleiben.
Laut dem Marktbeobachter Thomas Altmann von QC Partners versuchen die USA, die Situation zu beruhigen. "Bislang überzeugt der Plan, Tanker auf ihrem Weg durch die Straße von Hormus zu eskortieren, die Börsen aber nicht", kommentierte er am Morgen. Noch sei unklar, ob sich dieser Plan tatsächlich umsetzen lässt. Nach einer Delle am Vorabend zogen die Ölpreise am Mittwoch dann auch wieder an.
WALL STREET
Die US-Börsen zeigten sich am Mittwoch mit Gewinnen.
Der Dow Jones eröffnete die Sitzung etwas höher, rutschte zwischenzeitlich ins Minus, drehte dann jedoch wieder in Plus. Letztlich zeigte er sich 0,49 Prozent fester bei 48.739,41 Punkten.
Der NASDAQ Composite startete ebenfalls auf grünem Terrain und weitete seine Gewinne im Verlauf aus. Er beendete den Handel schließlich 1,29 Prozent höher bei 22.807,48 Zählern.
Nachdem sich die US-Börsen bereits an den beiden ersten Handelstagen nach Ausbruch des Kriegs in Nahost sehr gut gehalten und nur moderate Einbussen erlitten haben, ließ sich für den Mittwoch ein ruhiger Handel beobachten.
Die entscheidende Frage aus Sicht der Finanzmärkte ist weiter die nach der Dauer der militärischen Eskalation. Dies ist unter anderem im Hinblick auf das Ölangebot aus der Region wichtig, das durch die Strasse von Hormus transportiert wird, die derzeit vom Iran blockiert wird.
Zur Entspannung trug bei, dass die Ölpreise nach dem gewaltigen Anstieg zunächst die Hochs vom Vortag um 85 Dollar je Barrel nicht mehr erreichten.
Konjunkturseitig war der ADP-Arbeitsmarktbericht besser ausgefallen als erwartet. Die Beschäftigung in der US-Privatwirtschaft stieg im Februar deutlicher als erwartet, allerdings von einer nach unten revidierten Vormonatsbasis.
ASIEN
Die Börsen in Fernost präsentierten sich zur Wochenmitte erneut mit deutlichen Verlusten.
In Tokio verlor der Nikkei 225 letztlich kräftige 3,61 Prozent auf 54.245,54 Punkte.
Auf dem chinesischen Festland zeigte sich der Shanghai Composite unterdessen mit Abgaben von 0,98 Prozent bei 4.082,47 Zählern.
In Hongkong schloss der Hang Seng dagegen 2,01 Prozent im Minus bei 25.249,48 Einheiten.
Auch zur Wochenmitte sorgten die anhaltenden Angriffe der USA und Israels gegen den Iran für massiven Abgabedruck an den ostasiatischen Börsen. Dabei standen vor allem Technologiewerte unter Druck.
Die Angriffe gegen den Iran setzen sich unvermindert fort - ebenso wie die Gegenschläge des Landes in der gesamten Region des Nahen Ostens. Die Öl-Futures gaben ihre Tagesgewinne größtenteils wieder ab, nachdem US-Präsident Donald Trump angekündigt hat, die US-Marine werde bei Bedarf Tanker durch die Straße von Hormus eskortieren. Der Verkehr in der Meerenge war wegen des Konflikts mit dem Iran zum Erliegen gekommen.
Die chinesischen Einkaufsmanagerindizes deuten zu Jahresbeginn auf eine Schrumpfung der Wirtschaftstätigkeit hin, was möglicherweise den Weg für weitere Konjunkturmaßnahmen ebnet. Der Einkaufsmanagerindex für Februar lag bei 49,0 Punkten und damit bereits den zweiten Monat in Folge unter der Expansionsschwelle von 50 Punkten. Der Krieg im Nahen Osten werde die Weltwirtschaft und auch die chinesische Wirtschaft zumindest im März wahrscheinlich belasten, so Zhiwei Zhang von Pinpoint Asset Management. Der Ökonom rechnet damit, dass die Regierung in diesem Jahr einen flexiblen politischen Kurs einschlagen wird. Sollte sich die Wirtschaftstätigkeit in den kommenden Monaten weiter verlangsamen, dürfte Peking die Investitionen moderat erhöhen, um den Druck zu mindern. Vor diesem Hintergrund wird mit Spannung auf Aussagen vom Nationalen Volkskongresses in dieser Woche gewartet.
Redaktion finanzen.at / APA / Dow Jones Newswires / dpa-AFX
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Wirtschaftsdaten
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