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Geändert am: 04.05.2026 22:02:38

Dow schließt schwächer -- ATX und DAX schlussendlich in Rot -- Asiens Börsen letztlich fester

AUSTRIA

Der Wiener Aktienmarkt präsentierte sich mit negativen Vorzeichen.

Der ATX eröffnete den Handel etwas höher, rutschte dann aber in die Verlustzone und beendete den Handel 1,00 Prozent tiefer bei 5.736,62 Punkten.

Der Wiener Aktienmarkt zeigte sich am Montag im Verlauf mit einer negativen Tendenz. Das europäische Umfeld zeigte sich ebenfalls mehrheitlich im Minus. Ins Blickfeld rückten neben der Straße von Hormus neuerliche Zolldrohungen durch US-Präsident Donald Trump.

Lange war es im Zollstreit zwischen den USA und der EU ruhig geblieben, doch kurz vor dem Wochenende ließ Trump die Situation eskalieren: Auf Truth Social kündigt er an, den Zoll auf Auto- und Lastwagenimporte aus der Europäischen Union in die USA auf 25 Prozent zu erhöhen. Der neue Satz soll ab dieser Woche gelten. "Sie haben sich nicht an die Vereinbarung gehalten, die wir getroffen haben", begründete Trump seine Entscheidung.

Trumps Zolldrohungen lassen die Unsicherheit auch in der österreichischen Kfz-Industrie wieder steigen. Derzeit würden alle in der Luft hängen, weil nicht klar ist, was wirklich passiert, sagte Igor Sekardi, Handelsexperte in der Industriellenvereinigung, zur APA. Sollte Trump die Zölle für den Automobilsektor tatsächlich anheben, wäre Deutschland am stärksten betroffen, aber auch Staaten wie die Slowakei und Ungarn, in denen viele Autos gebaut werden. Österreich wäre ebenfalls betroffen: 2024 - noch vor dem Einbruch um 20 Prozent - lagen Österreichs Automotive-Exporte in die USA bei 2,8 Mrd. Euro bei insgesamt 16 Mrd. Euro, sagte Sekardi.

Indes feuerte der Iran laut Nachrichtenagentur Fars zwei Raketen auf ein US-Militärschiff in der Straße von Hormuz ab. Zuvor habe die US-Fregatte "eine Warnung der iranischen Marine ignoriert", hieß es ohne Angaben von Quellen. Trump hatte am Sonntagabend (Ortszeit) einen US-Militäreinsatz in der vom Iran blockierten Straße von Hormuz ab Montag angekündigt, bei dem dort festsitzende Schiffe aus der Meerenge hinaus "geleitet" werden sollten. Von US-Seite gab es zu den angeblichen Vorfällen keine Angaben.

Die Lage am österreichischen Arbeitsmarkt bleibt weiterhin angespannt. Ende April waren 398.342 Menschen beim Arbeitsmarktservice (AMS) arbeitslos oder in Schulung gemeldet. Das entspricht einem Anstieg von 1,5 Prozent beziehungsweise 5.711 Menschen gegenüber dem Vorjahresmonat. Die nationale Arbeitslosenquote erhöhte sich um 0,1 Prozentpunkte auf 7,5 Prozent. Unternehmensseitig hat sich im Laufe des Tages wenig getan.

DEUTSCHLAND

Der deutsche Leitindex rutschte in die Verlustzone.

Der DAX eröffnete die Sitzung etwas tiefer und wechselte im Tagesverlauf mehrmals die Richtung. Er beendete den Handel letztlich 1,24 Prozent tiefer bei 23.991,27 Punkten.

Nach dem langen Wochenende zeigte sich der DAX am Montag von seiner unsicheren Seite.
Die Nachrichtenlage blieb angespannt - und das nicht nur hinsichtlich des Nahost-Kriegs. Denn in seinem Unmut über Europa und vor allem Deutschland hat US-Präsident Trump am Freitag auf seiner Plattform Truth Social eine kräftige Anhebung der US-Zölle auf Fahrzeuge aus der EU angekündigt. Die EU-Kommission behält sich Gegenmassnahmen vor, sollte Trump seine Ankündigung tatsächlich wahr machen.

An Trump-Drohungen hat sich der Markt allerdings auch ein Stück weit gewöhnt. Sie seien in der Vergangenheit teilweise Verhandlungsmasse gewesen oder angepasst worden, kommentierte Marktanalyst Jens Klatt vom Broker XTB. Und auch jetzt seien rasche bilaterale Gespräche zwischen den USA und der EU mit deutschen Herstellern sehr wahrscheinlich.

WALL STREET

Anleger an den US-Börsen hielten sich am Montag zurück.

Der Dow Jones Industrial blieb nach einer negativen Eröffnung im Minus und schloss 1,13 Prozent leichter bei 48.941,90 Punkten.
Der NASDAQ Composite war quasi unverändert gestartet und fiel im weiteren Verlauf moderat in die Verlustzone. Zum Schlussläuten gab er 0,19 Prozent auf 25.067,80 Zähler ab.

Zunehmende Spannungen im Nahost-Konflikt und daraus resultierende steigende Ölpreise haben die US-Aktienmärkte zum Wochenstart belastet. Erstmals seit Beginn der Waffenruhe haben sich die Spannungen am Persischen Golf wieder deutlich zugespitzt. Nach offiziellen Angaben aus den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) ist nach einem iranischen Drohnenangriff ein Großbrand in einem Industriegebiet ausgebrochen. Außerdem fing das Militär der VAE weitere Raketen aus dem Iran ab. Die Emirate behalten sich eigenen Angaben zufolge das Recht auf eine Reaktion vor.

Unterdessen zerstörten die USA mehrere iranische Schnellboote. Der Kommandeur des zuständigen Regionalkommandos (Centcom), Admiral Brad Cooper, berichtete von sechs versenkten Booten. Zuvor hatten die Vereinigten Staaten dementiert, dass die iranischen Streitkräfte ein US-Kriegsschiff mit Raketen getroffen haben. Centcom teilte mit, entsprechende Berichte iranischer Medien seien falsch. Für etwas Hoffnung hatte die Nachricht gesorgt, dass zwei Handelsschiffe, die unter US-Flagge fahren, nach Angaben des US-Militärs die Straße von Hormus passiert haben.

ASIEN

Die asiatischen Börsen zeigen sich am Montag mit Gewinnen.

In Tokio notierte der Nikkei 225 am Freitag letztlich 0,38 Prozent im Plus bei 59.513,12 Punkten. Am Montag bleibt er geschlossen.

Auf dem chinesischen Festland notierte der Shanghai Composite zum Wochenende schlussendlich 0,11 Prozent im Plus bei 4.112,16 Zählern. Auch er bleibt in Feiertagspause.

In Hongkong stieg der Hang Seng letztlich 1,24 Prozent und notierte bei 26.095,88 Punkten.

Die Aktienmärkte in Ostasien zeigten sich im Handelsverlauf am Montag überwiegend mit Gewinnen. Nachdem am Freitag, dem 1. Mai, weder in China, Südkorea, Singapur, Taiwan oder Hongkong gehandelt wurde, pausierte zu Beginn der neuen Woche das Geschäft in China und Tokio feiertagsbedingt. Klarer Ausreisser nach oben war die Börse in Seoul, wo der Kospi einen Satz nach oben macht und auf einem Rekordhoch stand.

Allenfalls für etwas Zuversicht sorgten laut Händlern Pläne von US-Präsident Donald Trump, in der Straße von Hormus festsitzende Schiffe zu eskortieren. Wie genau dies geschehen solle, sagte er nicht. Zugleich warnte der Iran vor einem solchen Eingreifen. Bei den Ölpreisen sorgt die Trump-Ankündigung für keine Entlastung, Brent-Öl kostet aktuell knapp 109 Dollar. Zuvor bereits hatte der Iran erklärt, die USA hätten über Pakistan auf seinen 14-Punkte-Vorschlag geantwortet und man prüfe die Antwort. Allerdings hieß es dazu wiederum von Trump, es sei unwahrscheinlich, dass dies akzeptiert werde.

Redaktion finanzen.at / APA / Dow Jones Newswires / dpa-AFX


Bildquelle: wienerborse.at, Ionana Davies / Shutterstock.com, Bule Sky Studio / Shutterstock.com
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Bleipreis 1 957,00 -10,00 -0,51
Dieselpreis Benzin 1,83 0,00 0,11
EEX Strompreis Phelix DE 99,23 -1,75 -1,73
Erdgaspreis - Natural Gas 3,12 0,03 1,07
Ethanolpreis 2,16 0,00 0,05
Goldpreis 4 215,28 0,06 -
Haferpreis 3,08 -0,07 -2,30
Heizölpreis 89,82 -2,91 -3,13
Holzpreis 623,50 4,00 0,65
Kaffeepreis 2,57 0,03 1,28
Kakaopreis 2 890,00 4,00 0,14
Kohlepreis 131,00 -1,75 -1,32
Kupferpreis 13 603,00 183,00 1,36
Lebendrindpreis 2,50 -0,02 -0,71
Mageres Schwein Preis 0,93 -0,27
Maispreis 4,13 0,02 0,36
Mastrindpreis 3,57 -0,03 -0,72
Milchpreis 15,98 -0,04 -0,25
Naphthapreis (European) 706,23 -13,59 -1,89
Nickelpreis 17 630,00 190,00 1,09
Orangensaftpreis 1,63 -0,03 -1,51
Palladiumpreis 1 295,50 51,00 4,10
Palmölpreis 4 387,00 -74,00 -1,66
Platinpreis 1 711,50 44,00 2,64
Rapspreis 527,00 -1,75 -0,33
Reispreis 12,06 -0,15 -1,23
Silberpreis 68,05 0,48 0,71
Sojabohnenmehlpreis 301,10 -0,60 -0,20
Sojabohnenpreis 11,13 -0,02 -0,16
Sojabohnenölpreis 0,74 -0,23
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Weizenpreis 202,75 -0,75 -0,37
Zinkpreis 3 557,00 89,00 2,57
Zinnpreis 53 350,00 955,00 1,82
Zuckerpreis 0,14 -0,65
Ölpreis (Brent) 86,80 -2,33 -2,61
Ölpreis (WTI) 84,88 -2,83 -3,23

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