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Geändert am: 04.06.2026 08:23:53
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ATX & DAX vor schwächerem Start -- Asiens Börsen mit Abgaben
AUSTRIA
Die Wiener Börse präsentierte sich am Mittwoch nach den klaren Vortageszuwächsen mit einer leichteren Tendenz.
Der ATX dürfte zur Eröffnung abgeben.
Der anhaltende Konflikt im Nahen Osten zwischen den USA und dem Iran sorgt für zurückhaltende Anleger. Militärische Spannungen und gegenseitige Angriffe überschatten die Bemühungen für ein Ende des Iran-Kriegs.
Mit leichten Kursverlusten werden Europas Börsen am Donnerstag erwartet. Der Feiertag in Deutschland dürfte für einen insgesamt ruhigen Handel sorgen. Angesichts einer dünnen Nachrichtenlage dürften Schlagzeilen vom Persischen Golf die Kursrichtung vorgeben. Hier gibt es weiter kaum Verlässliches zum Stand der US-iranischen Gespräche. Für Gesprächsstoff sorgt das wieder von der US-Regierung aufgemachte Zoll-Thema. Sie warnt vor neuen Zöllen von mindestens 10 Prozent gegen viele Handelspartner, weil diese angeblich das Problem der Zwangsarbeit nicht ausreichend angingen.
DEUTSCHLAND
Der deutsche Aktienmarkt wird mit Verlusten erwartet.
Der DAX dürfte schwächer in den Handelstag eisteigen.
Nach schwächeren Vorgaben aus den USA und Asien geht es für den DAX am Donnerstag im Feiertagshandel wohl zunächst etwas weiter abwärts. Der Broker IG taxierte den deutschen Leitindex rund zweieinhalb Stunden vor dem Xetra-Start 0,2 Prozent tiefer auf 24.745 Punkte. Zunächst geht es für den Dax darum, im laufenden Rückschlag die 21-Tage-Linie bei 24.694 Punkten zu halten. Ansonsten könnte aus technischer Sicht schnell wieder die Marke von 24.500 Punkten ins Spiel kommen. Die Lage im Iran-Krieg bleibt undurchsichtig. Neben der Hoffnung im Iran-Krieg verliert nun auch die KI-Rally etwas an Schwung.
WALL STREET
Anleger an der Wall Street hielten sich am Mittwoch zurück.
So eröffnete der Dow Jones Industrial die Sitzung mit einem moderaten Abschlag und fiel danach tiefer in negatives Terrain. Letztlich schloss er 1,21 Prozent schwächer bei 50.687,07 Punkten.
Der Techwerteindex NASDAQ Composite rutschte nach einem stabilen Start weit ins Minus ab und beendete den Handel schlussendlich 0,89 Prozent tiefer bei 26.853,98 Zählern.
Die US-Börsen litten am Mittwoch nach ihrer Rekordjagd unter Gewinnmitnahmen. Zunehmende Spannungen zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran, weiter anziehende Ölpreise und neue Zolldrohungen von US-Präsident Donald Trump sorgten für eine nicht gerade rosige Nachrichtenlage. Nur dem NASDAQ 100 gelang zum Auftakt erneut ein Rekord.
Obwohl über eine Verlängerung der seit knapp zwei Monaten geltenden Waffenruhe verhandelt wird, haben sich die USA und der Iran über Nacht eines der schwersten Feuergefechte seit Beginn der Waffenruhe geliefert. Experten von UBS warnten vor "Wachstumsrisiken durch einen anhaltenden Energieschock", die aber auch größere geldpolitische Straffungen unwahrscheinlich machten.
Wirtschaftsdaten wurden deshalb kritisch beäugt, ergaben aber ein robustes Bild. Bevor am Freitag der offizielle Jobbericht kommt, teilte der Dienstleister ADP mit, dass die US-Privatwirtschaft im Mai etwas mehr neue Stellen geschaffen hat als erwartet. Außerdem hat sich die Stimmung im US-Dienstleistungssektor im vergangenen Monat stärker als erwartet aufgehellt und im April war der Auftragseingang in der Industrie etwas stärker als erwartet gestiegen.Trumps Zolldrohungen richten sich gegen insgesamt 60 Länder mit dem Argument, dass diese Importe von Produkten aus mutmaßlicher Zwangsarbeit nicht verhinderten oder bestehende Importverbote nicht genügend überprüften. Demnach müssen etwa die Europäische Union (EU), Großbritannien und die Schweiz sowie Kanada und China mit zusätzlichen Zöllen zwischen 10 und 12,5 Prozent rechnen.
ASIEN
An den Börsen in Asien sind am Donnerstag Kursverluste zu beobachten.
Der Nikkei 225 verliert zeitweise 1,49 Prozent auf 67.383,46 Punkte.
Auf dem chinesischen Festland notiert der Shanghai Composite 0,43 Prozent im Minus bei 4.066,56 Stellen.
In Hongkong verliert der Hang Seng derweil 1,39 Prozent auf 25.276,02 Zähler.
Die asiatischen Aktienmärkte geben am Donnerstag auf breiter Front nach und folgen damit der negativen Vorlage der US-Börsen. Verkauft werden unter anderem auch Technologieaktien. Marktteilnehmer sprechen von Gewinnmitnahmen nach der jüngsten Rally. Dazu komme ein gut 13-prozentiger Einbruch von Broadcom im nachbörslichen US-Handel. Der Halbleiterkonzern hatte zwar solide Geschäftszahlen vorgelegt, sie erfüllten aber zusammen mit der Prognose die hohen Erwartungen nicht.
Hauptbelastungsgrund an den lokalen Märkten ist die um sich greifende Sorge, dass ein Ende des Iran-Kriegs wieder in weitere Ferne gerückt sein könnte, nachdem sich die Streitkräfte von USA und Iran erneut Gefechte geliefert hatten. Die Risikostimmung habe sich angesichts mangelnder Fortschritte bei den Gesprächen zwischen den USA und dem Iran zur Beendigung des Konflikts und weiterer Militäraktionen abgeschwächt, urteilt NAB-Analyst Gavin Friend. "Auf die Frage nach dem Zeitpunkt eines Abkommens und der Öffnung der Strasse von Hormus hat US-Präsident Trump den überraschenden Vorschlag gemacht, dass die Meerenge bis zum US-"Labor Day Holiday" am 7. September geschlossen bleiben könnte. Der Vorschlag einer Verlängerung der Schliessung um dann sechs Monate ist nicht stimmungsfördernd", fügt der Stratege hinzu. Die Ölpreise zeigen sich davon allerdings kaum beeindruckt, sie geben sogar leicht nach.
Redaktion finanzen.at / APA / Dow Jones Newswires / dpa-AFX
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