Geändert am: 05.05.2026 22:03:10

Weiter keine Lösung im Nahost-Konflikt: ATX und DAX schlussendlich im Plus -- Gewinne an den US-Börsen -- Handel in Hongkong mit Verlusten - Feiertag in China und Japan

AUSTRIA

Anleger am heimischen Aktienmarkt zeigten sich in Kauflaune.

Der ATX eröffnete die Sitzung bereits etwas höher und beendete den Handel auch 1,11 Prozent fester bei 5.800,23 Punkten.

International war der Blick weiter auf den Nahen Osten gerichtet. Der Konflikt zwischen den USA und dem Iran ist weit von einer Entspannung entfernt. "Die Energiepreise liegen auf erhöhten Niveaus und schwanken dort mitunter deutlich. Im Hinblick auf die weiteren Perspektiven an den Finanzmärkten ist zum einen entscheidend, wie lange die Energiepreise erhöht bleiben, und zum anderen, wie stark die Zweitrundeneffekte bei der Inflationsentwicklung sein werden", beschrieben die Experten der Helaba die Situation.

Bezüglich Daten rückte heute in den USA der ISM-Index des Dienstleistungssektors in den Blick. Diese sorgten aber für keine Impulse und fielen gemäß den Erwartungen aus.

In Deutschland hat eine Umfrage der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK) zum Auslandsgeschäft deutscher Unternehmen gezeigt, dass der Irankrieg Spuren hinterlässt. "Die Hoffnung auf eine konjunkturelle Erholung hat sich zerschlagen", sagte der Außenwirtschaftschef der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK), Volker Treier, am Dienstag unter Verweis auf die Umfrage. Am stärksten betroffen sind wenig überraschend deutsche Unternehmen, die in der Golf-Region aktiv sind. Im Augenblick bewerten in der DIHK-Umfrage 39 Prozent der Betriebe ihre Lage als gut, 48 Prozent als befriedigend, 13 Prozent als schlecht.

DEUTSCHLAND

Anleger in Deutschland zeigten Optimismus.

Der DAX startete minimal höher in den zweiten Handelstag der Woche, konnte seine Gewinne im weiteren Verlauf jedoch weiter ausbauen. Er beendete den Handel 1,71 Prozent fester bei 24.401,70 Punkten.

Im Nahost-Krieg steht momentan vor allem das von den USA initiierte "Projekt Freiheit" im Mittelpunkt. Es zielt darauf ab, die Strasse von Hormus wieder für die Schifffahrt freizumachen. Irans Aussenminister bezeichnete es auf der Plattform X als "Projekt Sackgasse". Die Ölpreise gaben allerdings auf hohem Niveau etwas nach.

Für die Konjunktur in Deutschland sind die Rahmenbedingungen derzeit alles andere als gut, zumal jüngst noch Zollankündigungen von US-rheinPräsident Donald Trump auf europäische Autos als Belastung hinzugekommen sind. Der deutschen Wirtschaft drohe ein Dreifach-Schock, analysierte Marktexperte Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners. "Zu den hohen Energiekosten und den vor allem dadurch steigenden Zinsen kommt jetzt die Bedrohung durch neue US-Zölle. Selbst eine gesunde und stabile Wirtschaft könnte einem solchen Triple-Schock nicht einfach trotzen."

WALL STREET

Anleger an den US-Börsen griffen am Dienstag zu.

Der Dow Jones Industrial ging mit einem Plus von 0,73 Prozent bei 49.298,53 Punkten aus dem Handel. Der NASDAQ Composite schloss unterdessen 1,03 Prozent fester und beendete den Handelstag bei 25'326,13 Zählern, nachdem im Verlauf bei 25.361,05 Punkten ein neues Allzeithoch erreicht worden war.

Nach den Vortagesverlusten ging die Wall Street am Dienstag auf Erholungskurs. Die Lage im Nahen Osten bleibt angespannt - scheint aber aktuell nicht mehr stark zu belasten. Die militärischen Auseinandersetzungen am Vortag schüren zwar Ängste, der Konflikt könnte sich nach Wochen relativer Ruhe wieder verschärfen. Wohlwollend nahmen Händler aber zur Kenntnis, dass US-Präsident Donald Trump bislang darauf verzichtet, Teheran einen Waffenstillstandsbruch vorzuwerfen.

Positive Impulse lieferten Anzeichen einer Beruhigung der Lage im Nahost-Konflikt, die für fallende Ölpreise sorgten. Tags zuvor hatten erstmals seit Beginn der Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran die Spannungen deutlich zugenommen. Zudem zeigen sich die Anleger am Dienstag optimistisch, dass robuste Quartalsberichte von Unternehmen die Aktienkurse antreiben dürften. Aktuelle US-Konjunkturdaten hatten nur wenig Einfluss auf die Kurse.

Derweil hat ein Containershiff des dänischen Reederei Moller-Maersk die Strasse von Hormus mit Hilfe des US-Militärs passiert. Auch Schlagzeilen wie diese schüren Hoffnung, dass die US-Marine Schiffe gegen iranischen Widerstand durch die Meerenge eskortieren könnte. Solange das Weisse Haus und Teheran in Friedensgespräche eingebunden sind, "sollte das ausreichen, um die Risikobereitschaft zu stützen", erläutert Analyst Michael Brown von Pepperstone. Einen Treiber am US-Aktienmarkt stellt nach Aussage von Marktteilnehmern vor allem die Gewinnentwicklung der Unternehmen dar. Für Mike Wilson von Morgan Stanley sind diese derzeit wichtiger als Ölpreis oder Zinstrend.

ASIEN

Die asiatischen Börsen zeigten sich am Dienstag schwächer.

In Tokio schloss der Nikkei 225 am Freitag letztlich 0,38 Prozent im Plus bei 59.513,12 Punkten. Am Montag und auch Dienstag fand kein Handel statt.

Auf dem chinesischen Festland notierte der Shanghai Composite zum Wochenende schlussendlich 0,11 Prozent im Plus bei 4.112,16 Zählern. Auch er blieb weiter in Feiertagspause.

In Hongkong fiel der Hang Seng 0,79 Prozent auf 25.889,41 Punkte.

Die Geopolitik sorgte am Dienstag an den ostasiatischen Börsen für Zurückhaltung. Angesichts der wieder zunehmenden Feindseligkeiten im Nahostkonflikt mit gegenseitigen Angriffen auf Schiffe in der Straße von Hormus, trennen sich die Akteure eher von Aktien. Dazu kommt eine leichtere Vorgabe der Wall Street.

Die Anleger verarbeiteten zudem den Preissprung beim Öl vom Vortag und die damit einhergehenden Inflationssorgen und verkomplizierten Zinserwartungen, auch wenn sich aktuelle die Ölpreise zumindest leicht rückläufig zeigen. Brent-Öl kostet 113,16 Dollar. Zur gleichen Vortageszeit waren es rund 107 Dollar.

Am Devisenmarkt hatten die Akteure den Yen im Blick. Nachdem dieser am vergangenen Donnerstag einen kräftigen Satz nach oben gemacht hatte, der alle Zeichen einer Intervention trug, kam es an den Tagen danach immer wieder zu kleineren auffallenden steilen Aufwärtsbewegungen, die Schwächetendenzen des Yen im Keim erstickten. Schon in der Vorwoche hatte es aus dem Handel geheißen, dass man sich während der Feiertage der sogenannten Golden Week in Japan auf eine Intervention der japanischen Regierung gefasst machen sollte. Hintergrund waren entsprechende Andeutungen von Japans oberstem Währungsdiplomat. Geringe Handelsvolumen während geschlossener Märkte machen Bemühungen, eine Währung in die gewünschte Richtung zu bewegen, effektiver.

Redaktion finanzen.at / APA / Dow Jones Newswires / dpa-AFX


Bildquelle: wienerborse.at, Ionana Davies / Shutterstock.com, Bule Sky Studio / Shutterstock.com
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05.05.26 Aadhar Housing Finance Ltd Registered Shs 144A Reg S / Quartalszahlen
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05.05.26 Consumer Price Index (YoY)
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Rohstoffe in diesem Artikel

Aluminiumpreis 3 653,45 12,80 0,35
Baumwolle 0,77 -0,01 -0,82
Bleipreis 2 005,50 9,65 0,48
Dieselpreis Benzin 1,94 0,00 -0,05
EEX Strompreis Phelix DE 97,75 0,65 0,67
Erdgaspreis - Natural Gas 2,91 -0,11 -3,68
Ethanolpreis 2,16 0,00 0,05
Goldpreis 4 571,18 65,51 1,45
Haferpreis 3,66 -
Heizölpreis 102,76 1,59 1,57
Holzpreis 585,50 1,50 0,26
Kaffeepreis 2,71 -0,02 -0,71
Kakaopreis 2 860,00 2,00 0,07
Kohlepreis 110,75 -1,95 -1,73
Kupferpreis 13 544,00 117,15 0,87
Lebendrindpreis 2,49 0,08
Mageres Schwein Preis 0,96 0,01 0,76
Maispreis 4,64 0,05
Mastrindpreis 3,50 -0,19 -5,13
Milchpreis 16,92 -
Naphthapreis (European) 889,98 3,86 0,44
Nickelpreis 18 550,00 13,50 0,07
Orangensaftpreis 1,67 0,12
Palladiumpreis 1 403,00 49,00 3,62
Palmölpreis 4 408,00 -20,00 -0,45
Platinpreis 1 975,00 47,50 2,46
Rapspreis 527,25 3,50 0,67
Reispreis 13,00 0,02 0,12
Silberpreis 78,10 2,67 3,54
Sojabohnenmehlpreis 332,20 0,30 0,09
Sojabohnenpreis 11,97 -
Sojabohnenölpreis 0,74 -0,64
Super Benzin 1,97 0,00 -0,05
Weizenpreis 215,00 0,75 0,35
Zinkpreis 3 544,25 17,10 0,48
Zinnpreis 53 898,50 1 122,50 2,13
Zuckerpreis 0,15 -1,48
Ölpreis (Brent) 96,14 -8,11 -7,78
Ölpreis (WTI) 96,60 0,25 0,26

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DAX 25 389,10 2,01%
Dow Jones 50 579,70 0,58%
NASDAQ Comp. 26 343,97 0,19%
S&P 500 7 473,47 0,37%
NIKKEI 225 65 158,19 2,87%
Hang Seng 25 606,03 0,86%
ATX 6 148,24 2,77%
Shanghai Composite 4 112,90 0,87%