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Geändert am: 08.06.2026 22:16:54

KI-Zweifel und Lage in Nahost: US-Börsen beenden Handel uneinig -- ATX letztlich mit Verlusten -- DAX schließt mit roten Vorzeichen -- Börsen in Asien zum Handelsende mit kräftigen Verlusten

AUSTRIA

Die Wiener Börse startete tiefer in die neue Handelswoche.

Der ATX hat am Montag kräftig nachgegeben. Zum Handelsende notierte er 1,29 Prozent tiefer bei 6.005,89 Punkten.

Iran und Israel haben sich das erste Mal seit der im April zwischen Teheran und Washington vereinbarten Waffenruhe gegenseitig angegriffen. Israels Luftwaffe habe Ziele im Westen und im Zentrum des Iran ins Visier genommen, teilte das israelische Militär in den frühen Morgenstunden auf der Plattform X mit. Wenige Stunden zuvor hatte der Iran Israel mit Raketen beschossen. US-Präsident Donald Trump forderte beiden Länder auf, die neuen Angriffe sofort einzustellen. "Israel und der Iran müssen unverzüglich aufhören zu 'schießen'", schrieb er in den sozialen Medien. Der Iran warnte vor einem Scheitern der Friedensbemühungen von Trump. Die Angriffe belasteten den "chaotischen diplomatischen Prozess" mit den USA, teilte das Außenministerium in Teheran mit.

Zuletzt hat der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu jedoch eine Feuerpause nach der jüngsten Konfrontation mit dem Iran bestätigt. Nach israelischen Angriffen im Iran habe Teheran das Feuer eingestellt, sagte Netanjahu in einer Video-Botschaft.

DEUTSCHLAND

Zum Wochenstart in Deutschland prägten rote Vorzeichen das Bild.

Der DAX rutschte zum Start deutlich ab und baute seine Verluste im Verlauf zunächst weiter aus. Im Tagesverlauf konnte er das Minus jedoch etwas eingrenzen. Das deutsche Börsenbarometer verabschiedete sich 0,58 Prozent leichter bei 24.616,22 Zählern aus der Sitzung.

Der deutsche Aktienmarkt hat am Montag seine deutlichen Anfangsverlusten eingegrenzt, aber dennoch moderat im Minus tendiert. Zunächst hatten US-Zinsängste und der sich wieder zuspitzende Krieg zwischen Israel und dem Iran der hiesigen Börse zu schaffen gemacht.

Die US-Börsen hatten am Freitag - angeführt von einem massiven Abverkauf bei den Technologiewerten - stark nachgegeben. Auslöser dafür waren unerwartet gute US-Arbeitsmarktdaten. "Eine viel zu heiße Beschäftigung in den USA schürt panische Angst vor einer hartnäckigen Inflation und zerstört jegliche Hoffnungen auf baldige Zinssenkungen der Fed völlig", kommentierte Marktexperte Tim Ritschar von ActivTrades.

Zudem belastete zunächst die erneute Eskalation im Krieg zwischen dem Iran und Israel. Beide Länder überzogen sich erstmals seit Inkrafttreten einer Waffenruhe im April wieder gegenseitig mit heftigen Angriffen. Damit drohten die Hoffnungen auf eine von US-Präsident Donald Trump angestrebte Vereinbarung zur Beilegung des Konflikts zunichtegemacht zu werden. Der Iran kündigte am Nachmittag an, die Angriffe wieder einzustellen. Trump versicherte, dass weiter an einer baldigen Lösung des Konflikts gearbeitet werde. Zuletzt hat der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu eine Feuerpause nach der jüngsten Konfrontation mit dem Iran bestätigt. Nach israelischen Angriffen im Iran habe Teheran das Feuer eingestellt, sagte Netanjahu in einer Video-Botschaft.

WALL STREET

Die US-Börsen beendeten den Handel zum Wochenstart uneinheitlich.

Der Dow Jones Industrial schloss mit einem kleinen Abschlag von 0,16 Prozent bei 50.786,01 Punkten. Eröffnet hatte er die Sitzung noch freundlich, gab seine Gewinne dann jedoch im Verlauf ab und bewegte sich Großteil des späteren Handels nur noch um die Nulllinie.
Der Techwerteindex NASDAQ Composite schloss hingegen um 0,86 Prozent höher bei 25.929,66 Zählern. Er hatte zum Start bereits kräftig zugelegt und behielt seine positive Tendenz auch anschließend bei.

Nach der jüngsten Tech-Verkaufswelle griffen Aktienanleger hier am Montag wieder zu. Auch die weiter prekäre Lage im Nahen Osten und steigende Ölpreise schreckten sie zu Wochenbeginn kaum. Die Marktstrategen der US-Bank Morgan Stanley sprachen mit Blick auf den vergangenen Freitag von einem ebenso unvermeidlichen wie gesunden Rücksetzer. Mit Blick auf die Unternehmensgewinne und robuste Konjunkturdaten blieben sie bei ihrer positiven Einschätzung der Börsen.

Zentrales Thema am Markt war die jüngste Eskalation des Iran-Kriegs mit wechselseitigen Angriffen iranischer und israelischer Streitkräfte. US-Präsident Trump zufolge ignorierte der israelische Ministerpräsident Netanjahu seine Aufforderung, nicht auf iranische Angriffe zu reagieren. Zuletzt hat der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu jedoch eine Feuerpause nach der jüngsten Konfrontation mit dem Iran bestätigt.

Wichtige Konjunkturdaten standen am Montag nicht auf der Agenda. Spannend dürfte es am Mittwoch werden, wenn die Verbraucherpreise für Mai veröffentlicht werden. Am Donnerstag folgen die Erzeugerpreise. Überraschend starke Arbeitsmarktdaten hatten am Freitag Erwartungen befeuert, dass die US-Notenbank in diesem Jahr die Zinsen anheben könnte, um auf die infolge des Krieges und der hohen Ölpreise erhöhte Inflation zu reagieren.

ASIEN

Die Börsen in Asien zeigten sich zum Wochenstart schwächer.

Der Nikkei 225 verlor schlussendlich 3,85 Prozent auf 64.024,60 Punkte.

Auf dem chinesischen Festland ging es ebenfalls abwärts - der Shanghai Composite gab zum Handelsende 1,70 Prozent auf 3.959,34 Indexpunkte nach.

In Hongkong rutschte daneben der Hang Seng um 1,28 Prozent auf 24.642,33 Zähler ins Minus.

Die Aktienmärkte in Fernost wurden von mehreren Faktoren belastet und gaben auf breiter Front teils massiv nach. Händler nannten Zinsängste, steigende Ölpreise und die Eskalation im Nahostkrieg. Die unerwartet starken US-Arbeitsmarktdaten vom Freitag verstärkten die Spekulationen in den USA auf Zinserhöhungen. Dazu flammte die militärische Auseinandersetzung zwischen dem Iran und Israel wieder auf. Beide Seiten überzogen sich mit Angriffen aus der Luft. Das dämpft Hoffnungen auf ein Friedensabkommen, in der Folge ziehen die Ölpreise an. Verkauft wurden mit den Zinserhöhungssorgen unter anderem Technologiewerte aus dem Halbleiterbereich, wozu aber auch Gewinnmitnahmen nach der fulminanten Rally beitrugen. Besonders betroffen waren davon die Börsen in Südkorea, Japan und Taiwan.

Redaktion finanzen.at / APA / Dow Jones Newswires / dpa-AFX


Bildquelle: wienerborse.at, Ionana Davies / Shutterstock.com, Bule Sky Studio / Shutterstock.com
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NIKKEI 225 69 360,88 -4,15%
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