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Geändert am: 09.06.2026 09:40:13

ATX sehr fest -- DAX wenig bewegt -- Börsen in Fernost weitestgehend erholt - Nikkei und KOSPI ziehen an

AUSTRIA

Die Wiener Börse legt am Dienstag zunächst zu.

Der ATX zeigte sich im frühen Handel 0,48 Prozent fester bei 6.034,84 Punkten und kann weiterhin zulegen.

Der Wiener Aktienmarkt ist mit klaren Gewinnen in den Tag gestartet. Für Beruhigung sorgt derzeit, dass US-Präsident Donald Trump den Abschluss einer Vereinbarung zur Beendigung des Iran-Kriegs in den nächsten Tagen in Aussicht gestellt hat. "Wir befinden uns in den letzten Zügen dessen, was ein sehr, sehr gutes Abkommen sein wird", sagte Trump am Dienstag. Zudem wurden nach den Worten des israelischen Regierungschefs Benjamin Netanyahu die Angriffe auf den Iran eingestellt.

Die Augen sind heute konjunkturell auf die USA gerichtet. Dort steht am frühen Nachmittag die Handelsbilanz zur Veröffentlichung an. "Es wird weiterhin mit einem deutlichen Fehlbetrag gerechnet. Darauf hatte bereits der Saldo der Warenbilanz hingewiesen", schreiben die Analysten der Helaba in einem Bericht.

In Österreich war die Nachrichtenlage noch ruhig.

DEUTSCHLAND

Nach dem schwachen Wochenstart gehen es Anleger am deutschen Aktienmarkt am Dienstag ruhig an.

So notierte der DAX zum Sitzungsstart 0,11 Prozent tiefer bei 24.589,29 Punkten und pendelt auch im Anschluss in einer engen Range um die Nulllinie.

Auf dem niedrigsten Stand seit fast drei Wochen tritt der DAX am Dienstag erst einmal auf der Stelle. Anleger blicken auf diesem Niveau weiter von unten auf die 21-Tage-Linie, die der DAX zu Wochenbeginn im Zuge des jüngsten globalen Ausverkaufs unterschritten hatte. Der Charttechniker Martin Utschneider vom Broker Robomarkets schrieb am Morgen mit Blick auf den DAX, das Kräfteverhältnis zwischen Bullen und Bären sei vorerst ausgeglichen. In New York hatten sich die Tech-Werte am Vorabend erholt, aber nach dem europäischen Handelsschluss keinen zusätzlichen Schwung mehr gezeigt. In Asien war vor allem in Südkorea eine kräftige Erholung angesagt nach den dort sehr deutlichen Montagsverlusten, die in Europa nicht oder weniger stark zur Geltung gekommen waren.

WALL STREET

Die US-Börsen beendeten den Handel zum Wochenstart uneinheitlich.

Der Dow Jones Industrial schloss mit einem kleinen Abschlag von 0,16 Prozent bei 50.786,01 Punkten. Eröffnet hatte er die Sitzung noch freundlich, gab seine Gewinne dann jedoch im Verlauf ab und bewegte sich Großteil des späteren Handels nur noch um die Nulllinie.
Der Techwerteindex NASDAQ Composite schloss hingegen um 0,86 Prozent höher bei 25.929,66 Zählern. Er hatte zum Start bereits kräftig zugelegt und behielt seine positive Tendenz auch anschließend bei.

Nach der jüngsten Tech-Verkaufswelle griffen Aktienanleger hier am Montag wieder zu. Auch die weiter prekäre Lage im Nahen Osten und steigende Ölpreise schreckten sie zu Wochenbeginn kaum. Die Marktstrategen der US-Bank Morgan Stanley sprachen mit Blick auf den vergangenen Freitag von einem ebenso unvermeidlichen wie gesunden Rücksetzer. Mit Blick auf die Unternehmensgewinne und robuste Konjunkturdaten blieben sie bei ihrer positiven Einschätzung der Börsen.

Zentrales Thema am Markt war die jüngste Eskalation des Iran-Kriegs mit wechselseitigen Angriffen iranischer und israelischer Streitkräfte. US-Präsident Trump zufolge ignorierte der israelische Ministerpräsident Netanjahu seine Aufforderung, nicht auf iranische Angriffe zu reagieren. Zuletzt hat der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu jedoch eine Feuerpause nach der jüngsten Konfrontation mit dem Iran bestätigt.

Wichtige Konjunkturdaten standen am Montag nicht auf der Agenda. Spannend dürfte es am Mittwoch werden, wenn die Verbraucherpreise für Mai veröffentlicht werden. Am Donnerstag folgen die Erzeugerpreise. Überraschend starke Arbeitsmarktdaten hatten am Freitag Erwartungen befeuert, dass die US-Notenbank in diesem Jahr die Zinsen anheben könnte, um auf die infolge des Krieges und der hohen Ölpreise erhöhte Inflation zu reagieren.

ASIEN

Die Börsen in Asien erholen sich zunehmend von ihrem schwachen Wochenstart.

So gewinnt der Nikkei 225 in Japan zeitweise 2,17 Prozent auf 65.416,63 Punkte.

Auf dem chinesischen Festland geht es ebenfalls nach oben: Der Shanghai Composite legt stellenweise 1,18 Prozent zu auf 4.006,00 Zähler.

In Hongkong notiert der Hang Seng hingegen 0,25 Prozent fester bei 24.719,76 Einheiten.

Nach dem heftigsten Ausverkauf des Vortages seit März gehen die asiatischen Aktienmärkte am Dienstag auf Erholungskurs. Die zum Wochenbeginn teilweise heftig unter die Räder geratenen Halbleiter- und KI-Aktien fungieren als Treiber der Erholung. Übergeordnet stützt auch die leichte Entspannung im Nahen Osten, wo die militärischen Auseinandersetzungen zwischen Israel und dem Iran offenbar keine Fortsetzung finden. Die Marktstimmung habe sich "stabilisiert, da beide Seiten ihre Bereitschaft signalisiert hätten, die Kämpfe vorerst einzustellen." Dies habe die "Märkte in einen teilweisen Erholungsmodus versetzt", erläutert NAB-Analyst Rodrigo Catril.

Weiterhin extrem volatil zeigt sich der südkoreanische KOSPI, der nach dem Vortageseinbruch von über 8 Prozent nun über 8 Prozent wieder gutmacht - begleitet von erneuten der Volatilität geschuldeten Handelsunterbrechungen. Händler sprechen von Schnäppchenkäufen. Gestützt wird die Börse in Seoul auch durch eine Aufwärtskorrektur der BIP-Daten für das erste Quartal. Das BIP-Wachstum wurde vor allem durch starke Halbleiterexporte getragen. Die revidierten BIP-Daten dürfte die Wachstumsprognose für 2026 um 0,1 Prozentpunkte anheben, urteilt Barclays-Ökonom Bum Kim Son.

Redaktion finanzen.at / APA / Dow Jones Newswires / dpa-AFX


Bildquelle: Bule Sky Studio / Shutterstock.com
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