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Geändert am: 09.07.2026 09:40:04

Gegenbewegung nach Verlusten: ATX mit Stabilisierung -- DAX springt wieder über 25.000 Punkte -- Asiens Börsen mit unterschiedlichen Vorzeichen

AUSTRIA

Der Wiener Aktienmarkt leitet am Donnerstag eine Gegenbewegung ein.

Der ATX ist mit einem Plus von 0,18 Prozent bei 6388,25 Punkten in den Handel gestartet und zeigt sich auch im Verlauf mit Gewinnen.

Aufmerksam verfolgt werden an den Börsen weiter alle Entwicklungen rund um den Iran-Konflikt. Die Signale bleiben zwiespältig, wie bereits vor der inzwischen von US-Präsident Donald Trump für beendet erklärten Waffenruhe. Denn einerseits gab es erneute gegenseitige Angriffe, andererseits will der Iran laut Trump aber weiter ein Rahmenabkommen mit den USA.

DEUTSCHLAND

Der deutsche Aktienmarkt stabiisiert sich am Donnerstag.

Der DAX steigt mit einem Plus von 0,8 Prozent bei 25.097,48 Punkten in den Handel ein und bleibt im Verlauf in der Gewinnzone.

Noch am Montag hatte der deutsche Leitindex mit 25.900 Punkten einen weiteren Rekord erreicht, zur Wochenmitte aber bereits wieder mehr als 1.000 Punkte eingebüsst. Neben Verlusten aufgrund einer spürbar eingetrübten Stimmung für KI-Werte, die sich besonders in Asien bemerkbar machte, belastete die erneute Eskalation im Nahen Osten. Sie schürt einmal mehr Sorgen vor steigenden Ölpreisen und damit vor Inflationsdruck und einer Belastung der Konjunktur.

"Monatelang entwickelte sich der Irankonflikt in eine Richtung, die auf ein diplomatisches Endspiel hindeutete. Die Ereignisse der letzten Tage gehen allerdings in die falsche Richtung", kommentierte Marktanalyst Jochen Stanzl von der Consorsbank die jüngsten Entwicklungen. "Das geopolitische Risiko hat spürbar zugenommen."

Die Signale bleiben zwiespältig, wie bereits vor der inzwischen von US-Präsident Donald Trump für beendet erklärten Waffenruhe. Denn einerseits gab es erneute gegenseitige Angriffe, andererseits wolle der Iran laut Trump aber weiter ein Rahmenabkommen mit den USA. Irans Aussenminister Abbas Araghtschi erklärte, Verhandlungen über ein endgültiges Abkommen würden nicht beginnen, solange Drohungen anhielten.

WALL STREET

ie US-Börsen gerieten zur Wochenmitte teilweise unter Druck.

Der Dow Jones Industrial beendete den Handelstag 1,09 Prozent schwächer bei 52.347,97 Punkten.
Der Techwerteindex NASDAQ Composite konnte die Verlustzone unterdessen verlassen und schloss 0,20 Prozent höher bei 25.870,65 Zählern.

Das von US-Präsident Donald Trump verkündete Ende des Waffenstillands zwischen den USA und dem Iran belastete zur Wochenmitte die Wall Street. Der Aussage von Trump waren neuerliche gegenseitige Angriffe vorausgegangen, offenbar ausgelöst durch iranische Angriffe auf Handelsschiffe. Darauf hatten die USA auch die Sanktionen gegen iranische Ölverkäufe wieder in Kraft gesetzt. "Die Entwicklungen haben die Bedenken hinsichtlich der Energieversorgung und des geopolitischen Risikos neu entfacht. Die jüngste Eskalation stellt die bislang ernsthafteste Bewährungsprobe für die Waffenruhe dar", erläutert Marktstratege Jim Reid von der Deutschen Bank. Die Risikostimmung falle schwach aus, aber nicht so ausgeprägt wie vielleicht angesichts der Angriffe zu erwarten sei.
Die Ölpreise reagieren mit deutlichen Aufschlägen auf die Eskalation rund um den Nahen Osten.

ASIEN

Die Börsen in Asien zeigen sich auch am Donnerstag mit unterschiedlichen Tendenzen.

In Tokio konnte sich der Nikkei 225 teilweise wieder von seinem Vortagesverlusten erholen und schloss 1,54 Prozent höher bei 67.844,84 Punkten.

Auf dem chinesischen Festland kann der Shanghai Composite die Verlustzone verlassen und steigt zeitweise um 1,04 Prozent auf 4.012,06 Punkte ins Plus.

Verluste werden aus Hongkong gemeldet, wo es für den Hang Seng 0,69 Prozent auf 24.032,68 Indexpunkte abwärts ging.

Trotz teilweiser Gewinne bleibt die Stimmung an den Märkten in Asien durchwachsen. Ausgelöst wurde die gedrückte Stimmung durch erneute US-Militärschläge im Iran und steigende Ölpreise, was die Risikobereitschaft der Anleger spürbar dämpfte. Zudem belasteten die anhaltenden Nachwirkungen von Samsungs enttäuschendem Quartalsbericht insbesondere den südkoreanischen Markt, auch wenn sich einige Halbleiterwerte leicht erholen konnten.

An der Wall Street blieb der Trend am Vorabend uneinheitlich, nachdem das Protokoll der Juni-Sitzung der US-Notenbank Federal Reserve eine weiterhin vorsichtige geldpolitische Haltung bestätigte.

Die jüngste Verkaufswelle folgt auf eine ohnehin volatile Woche für Chipaktien. Die Gewinnmitnahmen der Vorwoche hatten sich am Dienstag verschärft, da selbst ein 19-facher Sprung im operativen Quartalsgewinn von Samsung Electronics die extrem hohen Erwartungen der Investoren nicht erfüllen konnte. Zwar konnten japanische Zulieferer aus dem Halbleitersektor nach den jüngsten Einbrüchen eine Erholung einleiten, für eine allgemeine Stimmungsaufhellung in der Region reichte dies jedoch nicht aus. Anleger bleiben skeptisch, ob die künftigen Erträge im Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI) die aktuell hohen Bewertungen noch rechtfertigen.

Redaktion finanzen.at / APA / Dow Jones Newswires / dpa-AFX


Bildquelle: Bule Sky Studio / Shutterstock.com
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EEX Strompreis Phelix DE 102,00 2,00 2,00
Erdgaspreis - Natural Gas 3,22 0,01 0,16
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Haferpreis 2,87 -0,12 -3,85
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Holzpreis 627,50 3,00 0,48
Kaffeepreis 3,24 -0,07 -2,22
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Kohlepreis 118,50 -0,25 -0,21
Kupferpreis 13 089,60 -218,55 -1,64
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Maispreis 4,33 -0,02 -0,52
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Palmölpreis 4 498,00 16,00 0,36
Platinpreis 1 620,00 38,00 2,40
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Zinnpreis 52 305,00 -545,00 -1,03
Zuckerpreis 0,15 -0,40
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