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Geändert am: 10.07.2026 22:07:37

ATX geht etwas fester ins Wochenende -- DAX schlussendllich etwas schwächer -- US-Börsen ziehen an -- Asiens Börsen letztlich mehrheitlich mit positiven Vorzeichen

AUSTRIA

Der Wiener Aktienmarkt konnte am Freitag zulegen.

Der ATX notierte im frühen Handel etwas leichter und drehte im Anschluss in die Gewinnzone. Schlussendlich verabschiedete er sich 0,43 Prozent fester bei 6.484,89 Punkten ins Wochenende.

Im Fokus der Anleger war weiterhin der Iran-Krieg. Trotz der Angriffe gegen den Iran arbeiten Washington und Teheran laut der US-Regierung weiter an einer diplomatischen Lösung des Konflikts. "Die Vereinigten Staaten setzen sich weiterhin für eine Lösung ein, und die technischen Gespräche laufen weiter", sagte ein Regierungsbeamter. Gleichzeitig wies er darauf hin, dass das Verhalten der iranischen Führung einen Verstoß gegen das Rahmenabkommen "inakzeptablen Ausmaßes" darstelle.

In den vergangenen Tagen hatte das US-Militär mehrere Angriffswellen gegen Ziele im Iran gestartet. Die US-Regierung begründete das mit dem Beschuss von Handelsschiffen, den die USA Teheran zuschreiben. In der Folge meldeten Verbündete der USA am Persischen Golf wie Kuwait und Bahrain feindlichen Beschuss.

DEUTSCHLAND

Der deutsche Aktienmarkt zeigte sich am Freitag auf tieferem Niveau.

Der DAX verlor zu Beginn etwas und pendelte dann zeitweise um die Nulllinie. Am späten Nachmittag rutschte er jedoch ins Minus, wo er die Woche 0,2 Prozent tiefer bei 25.067,09 Zählern beendete.

Nach der Vortageserholung im DAX tat sich zum Wochenschluss nur wenig. Die Vorgaben waren durchwachsen angesichts erholter Aktienmärkte in Asien bei andererseits wieder etwas höheren Ölpreisen. Die Wochenbilanz ist nach dem wieder im Fokus stehenden Iran-Krieg und den damit einhergehenden deutlich gestiegenen Ölpreisen klar negativ, obwohl der DAX am Montag zunächst noch ein weiteres Rekordhoch von 25.900 Punkten erreicht hatte. Nach zwischenzeitlichem Rückschlag bis auf 24.830 Punkte konnte er sich aber immerhin etwas fangen und sich wieder über die 21-Tage-Linie retten. Trotz aller Angriffe arbeiten Washington und Teheran laut der US-Regierung weiter an einer diplomatischen Lösung des Konflikts. "Die Vereinigten Staaten setzen sich weiterhin für eine Lösung ein, und die technischen Gespräche laufen weiter", sagte ein Regierungsbeamter der Deutschen Presse-Agentur. Derweil berichteten US-Medien, dass Israel die US-Regierung vor einem Mordkomplott der Mullahs gegen US-Präsident Donald Trump gewarnt hat.

WALL STREET

Die US-Börsen präsentierten sich vor dem Wochenende mit einer ruhigen Tendenz.

So eröffnete der Dow Jones Industrial im Plus und setzte sich nach einem Abstecher auf rotes Terrain wieder in der Gewinnzone ab. Er beendete die Handelswoche mit einem Aufschlag von 0,29 Prozent bei 52.637,01 Punkten.
Der Techwerteindex NASDAQ Composite war negativ gestartet und konnte sich zunächst nicht für eine Richtung entscheiden. Schlussendlich setzte auch er sich im positiven Bereich fest und ging 0,29 Prozent stärker bei 26.281,61 Zählern in den Feierabend.

Für die New Yorker Börsen spielte sich ein unaufgeregter Ausklang einer uneinheitlichen Woche ab. Angesichts der wieder aufgeflammten Spannungen im Nahen Osten scheuten die Anleger eine klare Positionierung.

Die Internationale Energieagentur warnte, dass ein erneuter Ausbruch der Feindseligkeiten zwischen den USA und dem Iran die Bemühungen zum Wiederaufbau der erschöpften weltweiten Ölvorräte im weiteren Verlauf dieses Jahres gefährden könnte. Dass beide Konfliktparteien trotz der jüngsten militärischen Eskalation ihre Verhandlungsbereitschaft signalisierten, beruhigte die Anleger ein wenig.

Die Gespräche dürften am Wochenende fortgesetzt werden, schrieb David Manso, oberster Anlagestratege bei CaixaBank AM. Die Ölpreise sollten ein nützlicher Indikator für die Stimmung am Markt sowie die Erwartungen hinsichtlich der weiteren Entwicklung der Lage sein.

ASIEN

Die Börsen in Asien präsentierten sich am Freitag überwiegend positiv.

In Tokio stieg der Nikkei 225 letztlich um kräftige 1,2 Prozent auf 68.557,73 Punkte.

Auf dem chinesischen Festland notierte der Shanghai Composite dagegen mit einem Minus von 1,00 Prozent bei 3.996,16 Punkten.

Gewinne wurden auch aus Hongkong gemeldet, wo es für den Hang Seng 0,6 Prozent auf 24.175,12 Indexpunkte aufwärts ging.

Vor dem Wochenende zeigten sich die asiatischen Börsen am Freitag robust - trotz der erneut eskalierenden Spannungen zwischen den USA und dem Iran. Dass die Märkte die geopolitischen Risiken weitgehend ausblendeten, dürfte auch daran liegen, dass beide Seiten ihre diplomatischen Gespräche fortsetzen. Zudem legten die Ölpreise nur moderat zu.

Redaktion finanzen.at / APA / Dow Jones Newswires / dpa-AFX


Bildquelle: wienerborse.at, Ionana Davies / Shutterstock.com, Bule Sky Studio / Shutterstock.com
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