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Geändert am: 10.08.2026 22:02:04

ATX geht wenig bewegt in den Feierabend -- DAX schließlich kaum verändert -- Leichte Verluste an der Wall Street -- Asiens Börsen letztlich im Plus

AUSTRIA

Der Wiener Aktienmarkt begab sich am Montag auf Richtungssuche.

Dabei startete der ATX zunächst ohne große Impulse in den Handelstag, wechselte in der Folge jedoch häufig das Vorzeichen. Letztlich verabschiedete er sich kaum verändert aus dem Handelstag bei 6.653,15 Punkten (+0,01%).

Weiterhin gilt der Fokus der Anleger dem Iran-Krieg. Zwar hatten sowohl der Iran als auch die USA zuletzt von einer absehbaren Einigung zur Wiederaufnahme des freien Schiffsverkehrs in der Straße von Hormuz gesprochen. Allerdings gab es seit Kriegsbeginn schon etliche Kehrtwenden und die Gemengelage ist äußerst komplex. So bekräftigte der Iran am Montag einmal mehr, von Handelsschiffen Gebühren für eine Durchfahrt durch die Straße von Hormuz zu erheben. Wie Außenamtssprecher Esmail Baghaei sagte, erarbeite der Iran gemeinsam mit dem Oman "Mechanismen zur Überwachung der Sicherheit, zum Schutz der Umwelt und zur Bekämpfung der Kriminalität auf See". Für die maritimen Dienstleistungen für Schiffe würden entsprechende Gebühren und Entgelte erhoben. Der Streit um die Durchfahrtsrechte auf einer internationalen Schlüsselroute für Öl, Gas und Düngemittel gilt als ein wesentlicher Auslöser für die jüngste Eskalation im militärischen Konflikt zwischen den USA und dem Iran.

Der Sentix-Konjunkturindikator brachte am Vormittag keine entscheidenden Impulse. Finanzmarktexperten schätzen die konjunkturelle Entwicklung im Euroraum erneut positiver ein. Der vom Analysehaus Sentix erhobene Konjunkturindikator legte im August um 4,0 Punkte auf plus 0,9 Punkte zu, wie das Institut mitteilte. Volkswirte hatten nur mit einem Anstieg auf minus 0,5 Punkte gerechnet. Insbesondere die Einschätzung der aktuellen Lage habe sich deutlich verbessert, heißt es in der Mitteilung. "Das Wachstum im zweiten Quartal fiel stärker als erwartet aus, gleichzeitig zeigen Industrieproduktion, Wirtschafts- und Verbrauchervertrauen Erholungstendenzen", schrieben die Sentix-Experten.

DEUTSCHLAND

Der deutsche Aktienmarkt legte am Montag eine Pause auf hohem Niveau ein.

Der DAX eröffnete die Sitzung etwas fester und wechselte in der Folge zwischen Gewinn- und Verlustzone. Zum Handelsende stand ein marginales Plus von 0,02 Prozent auf 26.323,88 Punkte an der Kurstafel.

Zeitweise schloss der DAX zu seinem jüngsten Rekord auf, konnte diesen aber im Handelsverlauf nicht übertreffen. Die europäischen Börsen blieben ebenso nah am Rekord, so auch der Eurozonen-Leitindex EURO STOXX 50. "An den weltweiten Börsen scheint weiterhin die Sonne", schrieben dazu die Experten von Index-Radar. Getragen sei dies von guten Unternehmenszahlen, gedämpften Sorgen vor Leitzinserhöhungen und der Hoffnung auf eine Wiederöffnung der Strasse von Hormus. Einen diplomatischen Durchbruch im Iran-Krieg gibt es zwar weiterhin nicht, doch US-Präsident Donald Trump gibt sich gelassen.

JPMorgan-Anlagestratege Mislav Matejka bleibt optimistisch für Aktien und rechnet mit mehr Höchstständen - trotz zahlreicher Bedenken der Anleger, die von der Geopolitik über Inflationsangst bis hin zu Konjunktursorgen reichten. Das solide Fundament der Ergebnisentwicklung sowie die alles andere als übertriebene Positionierung der Anleger federten den Markt immer wieder gegen Schocks ab, so Matejka.

In puncto Berichtssaison ging die neue Woche ruhiger los. Das DAX-Mitglied GEA bestätigte vorläufige Zahlen nebst dem Ausblick.

WALL STREET

An der Wall Street trauten sich Anleger am Montag nicht recht aus der Deckung.

Der Dow Jones Industrial ging 0,11 Prozent tiefer bei 53.975,63 Punkten aus dem Handel.
Der technologielastige NASDAQ Composite verlor daneben 0,32 Prozent auf 26.605,36 Zähler.

Zweifel an einem baldigen Ende des Nahostkonflikts liessen die Anleger vorsichtig agieren. Der Iran hat zwar mitgeteilt, dass er kurz vor einer Einigung mit dem Oman über die Wiederöffnung der Straße von Hormus stehe, doch hat ein Vertreter des Irans mehrere Forderungen an die USA übermittelt, darunter den Abzug von Truppen und die Einstellung von Militärschlägen gegen mit dem Iran verbündete Milizen. Derweil hat der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanyahu die Pläne des US-Präsidenten Donald Trump zur Entwaffnung der Hamas zurückgewiesen.

Neben den geopolitischen Spannungen trug auch die am Mittwoch anstehende Veröffentlichung von Verbraucherpreisen zur Zurückhaltung bei. Nachdem die Inflation im Juni nachgelassen habe, wollten die Investoren einen weiteren Beweis dafür sehen, dass die Desinflation andauere, so Patrick Munnelly von Tickmill.

Am Montag war die Agenda der Konjunkturdaten noch leer. Die Bilanzsaison ist in den USA schon fast vorüber. Am Wochenende hat Berkshire Hathaway, die Holding von Investorenlegende Warren Buffett, Zahlen zum zweiten Quartal vorgelegt, die von Beobachtern als gut, aber nicht überragend bezeichnet werden, auch wenn die Gesellschaft ihren Gewinn mehr als verdoppelt hat.

ASIEN

Die Rekordstände der Wall Street beflügelten am Montag die asiatischen Börsen.

Der japanische Nikkei 225 legte letztlich 2,08 Prozent auf 66.970,22 Punkte zu.

Auf dem chinesischen Festland notierte der Shanghai Composite unterdessen 0,67 Prozent höher bei 3.966,59 Zählern.

Der Hang Seng in Hongkong gewann 1,05 Prozent auf 25.937,49 Einheiten.

Ein schwacher US-Arbeitsmarktbericht dämpfte die Sorgen über kurzfristige Zinserhöhungen durch die US-Notenbank und stützte somit die Aktienmärkte. "Die Fed-Fund-Futures implizieren jetzt eine 57-prozentige Wahrscheinlichkeit für keine Zinsänderung im September, nach einer 54-prozentigen Wahrscheinlichkeit für eine Anhebung vor dem Arbeitsmarktbericht", erläuterte Marktanalyst Matt Simpson von StoneX. Trotz der positiven Stimmung gibt es auch mahnende Stimmen im Handel, denn die Unsicherheiten über den Fortgang des Iran-Krieges und die Wiederöffnung der für den Ölhandel so eminent wichtigen Straße von Hormus sind groß.

Redaktion finanzen.at / APA / Dow Jones Newswires / dpa-AFX


Bildquelle: wienerborse.at, Ionana Davies / Shutterstock.com, Bule Sky Studio / Shutterstock.com
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Dieselpreis Benzin 2,22 -0,02 -0,80
EEX Strompreis Phelix DE 119,48 -
Erdgaspreis - Natural Gas 2,89 -0,02 -0,65
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Goldpreis 4 458,80 -142,47 -3,10
Haferpreis 3,49 0,14 4,18
Heizölpreis 115,18 2,11 1,87
Holzpreis 564,50 5,00 0,89
Kaffeepreis 3,46 0,04 1,16
Kakaopreis 4 773,00 385,00 8,77
Kohlepreis 125,60 1,00 0,80
Kupferpreis 14 535,00 45,00 0,31
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Mageres Schwein Preis 0,82 0,01 1,58
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Mastrindpreis 3,21 -0,13 -3,85
Milchpreis 16,66 -0,01 -0,06
Naphthapreis (European) 745,84 0,38 0,05
Nickelpreis 16 850,00 190,00 1,14
Orangensaftpreis 1,33 -0,04 -3,20
Palladiumpreis 1 427,00 85,50 6,37
Palmölpreis 4 628,00 35,00 0,76
Platinpreis 1 823,00 -23,00 -1,25
Rapspreis 541,00 3,00 0,56
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Sojabohnenölpreis 0,71 0,03 3,78
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Weizenpreis 234,25 -2,25 -0,95
Zinkpreis 4 070,00 -37,00 -0,90
Zinnpreis 55 125,00 175,00 0,32
Zuckerpreis 0,18 -0,01 -3,46
Ölpreis (Brent) 89,31 -0,39 -0,43
Ölpreis (WTI) 83,40 -0,13 -0,16

Indizes in diesem Artikel

DAX 26 569,99 0,77%
Dow Jones 53 559,99 -0,02%
NASDAQ Comp. 26 402,42 -0,52%
S&P 500 7 711,76 -0,25%
NIKKEI 225 66 405,56 0,41%
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