Geändert am: 11.03.2026 21:06:59

ATX und DAX schließlich schwächer -- Wall Street letztlich uneins -- Asiens Börsen schlussendlich überwiegend fester

AUSTRIA

Der Wiener Aktienmarkt präsentierte sich zur Wochenmitte mit Verlusten.

So eröffnete der ATX die Sitzung etwas schwächer und beendete den Handel 0,33 Prozent tiefer bei 5.434,40 Punkten.

Etwas tiefere Rohölnotierungen konnten an den Aktienmärkten nicht beflügeln. Die Internationale Energieagentur IEA will als Reaktion auf den Iran-Krieg eine Rekordmenge strategischer Ölreserven freigeben. Insgesamt werden die 32 Mitgliedsländer der Agentur 400 Millionen Barrel Rohöl freigeben, wie es in einer in Paris veröffentlichten Mitteilung hieß. Noch nie wurde bei einer vorherigen gemeinsamen Aktion so viel Öl aus den Reserven angezapft. Mit dem Schritt sollen die durch den Krieg angespannten Märkte stabilisiert werden.

Am heimischen Aktienmarkt lag auf Unternehmensebene noch eine dünne Meldungslage vor. Zahlenvorlagen stehen erst am morgigen Donnerstag von der Post, Vienna Insurance und Flughafen Wien zur Veröffentlichung an.

DEUTSCHLAND

Am deutschen Aktienmarkt ging es am Mittwoch abwärts.

So startete der DAX deutlich tiefer und verabschiedete sich 1,37 Prozent im Minus bei 23.640,03 Punkten.

Die Anleger blieben am Mittwoch aufgrund der Entwicklung im Nahen Osten besorgt. Der DAX konnte deshalb seine Erholungsgewinne vom Vortag nicht verteidigen.

Laut den Experten der Helaba ist es noch zu früh, um auf nachhaltige Kursgewinne zu setzen. Nach Meinung des Experten Jochen Stanzl von der Consors Bank handelte es sich bei dem Vortagsplus nur um eine "technische Erholung", die noch keinen neuen Trend begründe. Mit einer belastbaren Bodenbildung rechnet er im besten Falle in ein bis zwei Wochen.

Der Energiemarkt bleibt weiter das Zünglein an der Waage für die Konjunktur- und Inflationssorgen der Anleger im Zuge des Iran-Kriegs. In der Freigabe der Ölreserven durch die IEA sieht Stanzl aber nur eine "Lösung auf Zeit".

Neben dem geopolitischen Nachrichtenfluss mussten die Anleger am Montag auch die jüngsten Zahlen zur Entwicklung der US-Verbraucherpreise im Februar verarbeiten. Die Fachleute der hessisch-thüringischen Landesbank wiesen aber darauf hin, dass diese den zuletzt massiven Anstieg der Benzinpreise noch nicht widerspiegeln.

Auf Unternehmensseite hatte die Agenda zur Wochenmitte wieder einige Zahlenvorlagen auf höchster Ebene zu bieten.

WALL STREET

Die Wall Street zeigte sich am Mittwoch uneins.

Der Dow Jones startete minimal schwächer in den Tag und fiel anschließend weiter zurück. Er beendete den Tag 0,61 Prozent tiefer bei 47.417,21 Zählern.
Der NASDAQ Composite eröffnete im Plus und legte auch im Anschluss zu. Im weiteren Verlauf fiel er ins Minus, schaffte es letztlich jedoch zurück an die Nulllinie. Sein Schlussstand: 22.716,13 Punkte (+0,08 Prozent).

Im Fokus stand unverändert die faktisch gesperrte Straße von Hormus. Irans Militärführung hat jedes Schiff und jede Ölladung für die USA, Israel und ihre Partner in der für den weltweiten Handel wichtigen Meerenge als legitimes Ziel von Angriffen bezeichnet.

Die Sperrung hält die Preise von Energieträgern wie Rohöl und Flüssiggas auf hohem Niveau, obwohl die Internationale Energieagentur als Reaktion auf den Iran-Krieg eine Rekordmenge strategischer Ölreserven freigeben will. Damit droht der weiter hohe Ölpreis unverändert die Inflation anzuheizen und gleichzeitig das Wirtschaftswachstum zu bremsen. Aktien sind angesichts dieses Szenarios Experten zufolge mit hohen Risiken verbunden.

ASIEN

Die Börsen in Fernost wiesen am Mittwoch überwiegend grüne Vorzeichen aus.

In Tokio schloss der Nikkei 225 mit einem Gewinn von 1,43 Prozent bei 55.025,37 Punkten.

Auf dem chinesischen Festland stieg der Shanghai Composite um 0,25 Prozent auf 4.133,43 Zähler.

In Hongkong gab dagegen der Hang Seng um 0,24 Prozent auf 25.898,76 Zähler ab.

Auch am Mittwoch haben an den Börsen in Asien die positiven Vorzeichen dominiert, auch wenn der Anstieg verhaltener ausfiel als am Dienstag und die Gewinne im Tagesverlauf abbröckelten. Getragen wurde die fortgesetzte Erholung von den weiter nachgebenden Ölpreisen, wie Händler berichteten. Allerdings seien Zweifel an einem baldigen Ende des Iran-Kriegs damit nicht ausgeräumt.

Am Montag waren die Ölpreise drastisch gestiegen, was die jüngst bereits gestiegenen Inflationssorgen nochmals befeuerte und die Börsen auf Talfahrt schickte, ehe US-Präsident Donald Trump mit der Aussage, der Krieg sei "sehr bald" beendet, eine Tendenzwende einläutete. Am Mittwoch trug ein Bericht des Wall Street Journal zur Beruhigung bei, wonach die Internationale Energieagentur die bisher größte Freigabe von Ölreserven plant, um Lieferunterbrechungen gegenzusteuern. Unterdessen hat der Iran Vertretern der US-Regierung zufolge Minen in der Straße von Hormus verlegt, einen extrem wichtigen Transportweg für Öl.

Redaktion finanzen.at / APA / Dow Jones Newswires / dpa-AFX


Bildquelle: wienerborse.at, Ionana Davies / Shutterstock.com, Bule Sky Studio / Shutterstock.com
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Unternehmensdaten

Datum Unternehmen/Event
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11.03.26 Consumer Price Index (YoY)
11.03.26 Consumer Price Index ex Food & Energy (MoM)
11.03.26 Consumer Price Index (MoM)
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Rohstoffe in diesem Artikel

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Baumwolle 0,70 0,17
Bleipreis 1 872,85 18,50 1,00
Dieselpreis Benzin 2,29 0,01 0,26
EEX Strompreis Phelix DE 103,35 -0,25 -0,24
Erdgaspreis - Natural Gas 2,89 0,10
Ethanolpreis 2,16 0,00 0,05
Goldpreis 4 635,75 124,48 2,76
Haferpreis 3,57 0,06 1,71
Heizölpreis 111,22 -3,96 -3,44
Holzpreis 605,00 -
Kaffeepreis 2,99 0,06 2,10
Kakaopreis 2 487,00 124,00 5,25
Kohlepreis 119,00 -3,00 -2,46
Kupferpreis 12 136,85 92,00 0,76
Lebendrindpreis 2,41 0,02 0,65
Mageres Schwein Preis 0,90 -0,06
Maispreis 4,59 0,03 0,60
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Milchpreis 16,09 -0,01 -0,06
Naphthapreis (European) 853,20 1,88 0,22
Nickelpreis 17 039,00 35,00 0,21
Orangensaftpreis 1,89 0,09 4,97
Palladiumpreis 1 483,00 50,50 3,53
Palmölpreis 4 728,00 62,00 1,33
Platinpreis 1 958,00 48,50 2,54
Rapspreis 508,00 7,75 1,55
Reispreis 11,36 0,04 0,31
Silberpreis 74,44 4,43 6,33
Sojabohnenmehlpreis 316,60 1,70 0,54
Sojabohnenpreis 11,71 0,12 0,99
Sojabohnenölpreis 0,69 0,01 0,95
Super Benzin 2,08 0,01 0,34
Weizenpreis 203,75 0,50 0,25
Zinkpreis 3 159,85 86,00 2,80
Zinnpreis 46 846,50 2 020,50 4,51
Zuckerpreis 0,16 0,71
Ölpreis (Brent) 119,12 4,73 4,13
Ölpreis (WTI) 102,29 -0,59 -0,57

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Dow Jones 45 958,40 1,64%
NASDAQ Comp. 21 405,32 2,94%
S&P 500 6 478,49 2,12%
NIKKEI 225 51 063,72 -1,58%
Hang Seng 24 750,79 -0,81%
ATX 5 343,25 0,93%
Shanghai Composite 3 923,29 0,24%