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Geändert am: 11.08.2026 09:25:03

ATX mit zurückhaltendem Handel -- DAX mit überschaubaren Ausschlägen -- Asiens Börsen tiefer - Kein Handel in Japan

AUSTRIA

Anleger am Wiener Aktienmarkt üben sich zunächst in Zurückhaltung.

Der ATX markierte seinen Erstkurs bei 6.653,23 Punkten, im Verlauf sind überschaubare Verluste zu sehen.

Im Fokus steht heute wieder der Iran-Krieg. Zwar hatten sowohl der Iran als auch die USA zuletzt von einer absehbaren Einigung zur Wiederaufnahme des freien Schiffsverkehrs in der Straße von Hormuz gesprochen. Allerdings gab es seit Kriegsbeginn schon etliche Kehrtwenden und die Gemengelage ist äußerst komplex. So bekräftigte der Iran am Montag einmal mehr, von Handelsschiffen Gebühren für eine Durchfahrt durch die Straße von Hormuz zu erheben.

Jedenfalls blieben gestern positive Impulse für den Markt aus, schrieben die Analysten der Helaba in einem Kommentar. "Neue gegenseitige Forderungen der USA und des Irans haben den Ölpreis steigen lassen. In der Folge haben die Inflations- und Zinserwartungen wieder zugenommen", heißt es weiter.

DEUTSCHLAND

Der deutsche Aktienmarkt zeigt sich kaum verändert.

Der DAX ist mit einem Plus von 0,21 Prozent bei 26.378,00 Punkten in den Handel eingestiegen, im Verlauf pendelt er um seinen Vortagesstand.

Der deutsche Aktienmarkt zeigt damit dennoch Stärke. Der Leitindex bleibt damit in Sichtweite der Höchstmarke vom Freitag von 26.445 Punkten. Ein gutes Gewinnwachstum der DAX-Unternehmen trotz hoher Energiepreise, "gepaart mit moderaten Bewertungen und zurückhaltender Anlegerstimmung, erzeugen ein konstruktives Umfeld für den DAX", schrieb Analyst Jochen Stanzl von der Consorsbank am Morgen. Mit Blick auf den Nahostkonflikt hätten sich die Marktakteure mittlerweile "an eine Situation zwischen Hoffen und Bangen gewöhnt und sich angesichts der wechselhaften Nachrichtenlage ein dickes Fell wachsen lassen". Gleichwohl gibt Stanzl zu bedenken: "Resilienz ist aber nicht gleichbedeutend mit Immunität: Der Nahostkonflikt bleibt ein Pulverfass, die Stimmung kann jederzeit blitzschnell drehen.

WALL STREET

An der Wall Street trauten sich Anleger am Montag nicht recht aus der Deckung.

Der Dow Jones Industrial ging 0,11 Prozent tiefer bei 53.975,63 Punkten aus dem Handel.
Der technologielastige NASDAQ Composite verlor daneben 0,32 Prozent auf 26.605,36 Zähler.

Zweifel an einem baldigen Ende des Nahostkonflikts liessen die Anleger vorsichtig agieren. Der Iran hat zwar mitgeteilt, dass er kurz vor einer Einigung mit dem Oman über die Wiederöffnung der Straße von Hormus stehe, doch hat ein Vertreter des Irans mehrere Forderungen an die USA übermittelt, darunter den Abzug von Truppen und die Einstellung von Militärschlägen gegen mit dem Iran verbündete Milizen. Derweil hat der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanyahu die Pläne des US-Präsidenten Donald Trump zur Entwaffnung der Hamas zurückgewiesen.

Neben den geopolitischen Spannungen trug auch die am Mittwoch anstehende Veröffentlichung von Verbraucherpreisen zur Zurückhaltung bei. Nachdem die Inflation im Juni nachgelassen habe, wollten die Investoren einen weiteren Beweis dafür sehen, dass die Desinflation andauere, so Patrick Munnelly von Tickmill.

Am Montag war die Agenda der Konjunkturdaten noch leer. Die Bilanzsaison ist in den USA schon fast vorüber. Am Wochenende hat Berkshire Hathaway, die Holding von Investorenlegende Warren Buffett, Zahlen zum zweiten Quartal vorgelegt, die von Beobachtern als gut, aber nicht überragend bezeichnet werden, auch wenn die Gesellschaft ihren Gewinn mehr als verdoppelt hat.

ASIEN

An den asiatischen Aktienmärkten hat sich am Dienstag ein schwaches Bild gezeigt. Während der japanische Markt aufgrund des Feiertags zum Tag des Buches geschlossen blieb, prägen gemischte Vorgaben aus Übersee und schwankende Rohstoffpreise das Handelsgeschehen in der verbleibenden Region.

Der japanische Nikkei 225 blieb feiertagsbedingt geschlossen, am Vortag hatte er letztlich 2,08 Prozent auf 66.970,22 Punkte zugelegt.

Auf dem chinesischen Festland sind die Anleger ernüchtert: Der Shanghai Composite rutscht zeitweise um 0,61 Prozent auf 3.942,58 Punkte an.

Der Hang Seng notiert unterdessen tiefer und verliert zeitweise 0,91 Prozent auf 25.698,90 Zähler.

Die Anleger in Asien zeigen sich angesichts des anhaltenden Konflikts mit dem Iran, den damit verbundenen Inflationsrisiken durch steigende Ölpreise sowie der Ungewissheit über den künftigen Zinspfad der US-Notenbank eher vorsichtig. Nachdem zuletzt schwache US-Arbeitsmarktdaten die Sorgen vor weiteren Zinsschritten in den USA abgemildert und den Markt gestützt hatten, richten sich die Blicke nun auf die am Mittwoch anstehenden US-Verbraucherpreise, von denen man sich eine Bestätigung dieser Hoffnung verspricht.

In China hält sich die Kaufneigung zurück, da erhoffte staatliche Konjunkturreize nach den jüngst enttäuschenden Wirtschaftsdaten bislang ausblieben.

Redaktion finanzen.at / APA / Dow Jones Newswires / dpa-AFX


Bildquelle: Bule Sky Studio / Shutterstock.com
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