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Geändert am: 13.03.2026 16:52:49
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ATX schwächer -- DAX fällt zurück -- Wall Street uneins -- Asiens Börsen schließt in Rot

AUSTRIA
Anleger am Wiener Aktienmarkt ergreifen am Freitag die Flucht.
Der ATX hat die Sitzung 1,07 Prozent tiefer bei 5.291,64 Punkten begonnen und notiert auch im weiteren Verlauf auf schwächerem Niveau.
Der Krieg der USA und Israel gegen den Iran hat den Wiener Aktienmarkt auch am Freitag weiter belastet.
Der heimische Leitindex dürfte die zweite vom Iran-Krieg geprägte Handelswoche mit einem deutlichen Wochenverlust abschließen. Die Anleger bleiben vor dem Wochenende wegen möglicher weiterer Ereignisse im Nahen Osten wohl vorsichtig.
Vom fast drei Wochen alten Rekordhoch bei knapp 5.867 Punkten ist der ATX bereits um knapp zehn Prozent zurückgefallen. Damit nähert sich der Leitindex wieder der charttechnischen Korrekturzone, die üblicherweise ab einem Rückgang von rund zehn Prozent von der vorherigen Kursspitze definiert wird. Diese Schwelle hatte das Börsenbarometer im früheren Verlauf der Woche bereits vorübergehend unterschritten.
Der Brent-Preis hielt sich am Freitagvormittag weiterhin über der Marke von 100 US-Dollar. Irans neuer Führer Mojtaba Khamenei hatte am Donnerstag bekräftigt, dass die Straße von Hormuz geschlossen bleiben soll. Zudem droht der Iran mit weiteren Angriffen auf die Öl- und Gas-Infrastruktur der Region. Die erhöhten Energiepreise schlagen sich durch wachsende Sorgen über die Auswirkungen auf Inflation und Konjunktur wiederum auf die Aktienkurse nieder. Fraglich ist noch, wie die Europäische Zentralbank (EZB) auf einen Inflationsanstieg reagieren würde.
DEUTSCHLAND
Der deutsche Aktienmarkt kann seine Verluste vor dem Wochenende nicht nachhaltig ausgleichen.
Der DAX notierte zur Startglocke 0,88 Prozent leichter bei 23.381,91 Einheiten und bewegte sich anschließend weiter auf rotem Terrain - die Verluste konnten dann zeitweise wettgemacht werden, sodass er am Nachmittag leicht im Plus tendierte. Zuletzt gab er jedoch wieder ab.
Fast zwei Wochen nach Kriegsausbruch im Iran muss der DAX am Freitag erneut Verluste verbuchen. Etwas mutiger stimmte die Anleger, dass der Preis für ein Fass der Nordsee-Ölsorte Brent zuletzt etwas unter die Marke von 100 US-Dollar fiel. Die Risikobereitschaft blieb vor dem Wochenende aber gedämpft, denn an den vergangenen Montagen hatte es jeweils ein böses Erwachen gegeben wegen des Iran-Kriegs.
Auf Wochensicht bahnt sich für den deutschen Leitindex ein Plus an - trotz des düsteren Montags, an dem der DAX mit 22.927 Punkten auf ein Tief seit Mai gesackt war.
Der Ölpreis blieb zu Wochenschluss das entscheidende Thema, während der Iran mit weiteren Attacken auf die Öl- und Gas-Infrastruktur der Golfregion droht. Für Gesprächsstoff sorgte im Tagesverlauf die Erlaubnis der USA, dass Länder zeitweise russisches Öl kaufen dürfen, das sich bereits auf Schiffen befindet. Außerdem berichtete die "Financial Times", dass Frankreich und Italien das Gespräch mit Teheran suchen sollen, um eine sichere Passage durch die Straße von Hormus zu erreichen.
Durch den Dreh ins Plus sinken die Dax-Verluste seit Kriegsausbruch wieder in Richtung sechs Prozent. Wie der Aktienstratege Emmanuel Cau von der Barclays Bank schrieb, sind die Aktienmärkte bislang noch nicht so stark gefallen wie bei früheren Ölpreisschocks. Anleger glaubten noch an den "Trump-Put", also die Annahme, dass der US-Präsident rechtzeitig eingreift, wenn die Märkte stärker unter Druck geraten.
"Die Nervosität wächst jedoch täglich und je länger die Straße von Hormus geschlossen bleibt, desto stärker dürften die Märkte in Richtung Stagflation tendieren", warnt der Experte. In diesem Szenario stagniert das Wirtschaftswachstum, während die Inflation anzieht. Vor diesem Hintergrund rückten die Zinsentscheide der großen Notenbanken in den Mittelpunkt, die in der kommenden Woche anstehen.
WALL STREET
An der Wall Street geht es am Freitag in verschiedene Richtungen.
Der Dow Jones startete die Sitzung 0,02 Prozent im Plus bei 46.689,24 Punkten und legte auch im Anschluss zunächst leicht zu. Dann gab er seine Gewinne jedoch allmählich ab und pendelt aktuell um die Nulllinie.
Der NASDAQ Composite eröffnete den Handel unterdessen 0,51 Prozent höher bei 22.425,70 Stellen und verbuchte zunächst weiterhin Aufschläge, bevor er ins Minus drehte.
Die Erdölpreise stabilisieren sich am Freitag. Doch die Märkte bewegten sich weiterhin in einer hohen Abhängigkeit von der Ölpreisentwicklung. Nach der Freigabe der strategischen Ölreserven durch die Internationale Energieagentur versuchen die USA nun, durch eine Lockerung der Sanktionen gegen Russland den anhaltenden Preisanstieg zu dämpfen.
Laut Berichten verhandeln europäische Staaten und auch Indien mit dem Iran über eine Passage von Rohöl durch die extrem unsichere Seestrasse von Hormus. Zudem zeigte sich US-Verteidigungsminister Pete Hegseth offen für Verhandlungen mit dem Iran über eine Beseitigung dessen nuklearer Fähigkeiten. Am Markt steigt damit die Hoffnung auf eine Deeskalation im Nahen Osten.
Zwar mag der leicht gesunkene Ölpreis Inflationssorgen wieder etwas dämpfen und damit Zinssenkungen wieder ins Gespräch bringen, ins Bild passen aber auch aktuelle US-Daten. Schwache Auftragseingänge langlebiger Wirtschaftsgüter liefern Argumente für Zinssenkungen. Zudem wurde das BIP-Wachstum im vierten Quartal 2025 deutlich nach unten revidiert, Volkswirte hatten eine Aufwärtsrevision in Aussicht.
ASIEN
Die Börsen in Fernost weisen am Freitag rote Vorzeichen aus.
In Tokio verlor der Nikkei 225 1,16 Prozent auf 53.819,61 Punkte.
Auf dem chinesischen Festland sank der Shanghai Composite um 0,82 Prozent auf 4.095,45 Zähler.
In Hongkong gab der Hang Seng um 0,98 Prozent auf 25.465,60 Zähler ab.
Der andauernde Iran-Krieg und seine Folgen lasteten auch am Freitag auf den Börsen in Ostasien. Vor allem die drastisch gestiegenen Ölpreise weckten Konjunktur- und Inflationssorgen, zumal in der kommenden Woche zahlreiche Notenbanksitzungen anstehen. Unter anderem tagen die US-Notenbank, die Bank of England, die Europäische Zentralbank und die Reserve Bank of Australia (RBA). Mit den Ölpreisen dürfte die Inflation steigen, was die Notenbanken dazu veranlassen könnte, Zinssenkungen zu verschieben oder die Zinsen gar anzuheben.
Redaktion finanzen.at / APA / Dow Jones Newswires / dpa-AFX
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Wirtschaftsdaten
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| 13.03.26 | Personal Consumption Expenditures - Price Index (YoY) |
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