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Geändert am: 13.04.2026 17:51:52
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Gespräche zwischen Iran und USA gescheitert: ATX und DAX schließen schwächer -- Asiens Börsen letztlich uneins
AUSTRIA
Der Wiener Aktienmarkt präsentierte sich mit negativer Tendenz.
Der ATX notierte im frühen Handel tiefer und verbuchte auch im Anschluss weitere Verluste. Er beendete den Tag 0,27 Prozent schwächer bei 5.797,75 Punkten.
Der Wiener Aktienmarkt hat sich am Montag nach den vorläufig gescheiterten Friedensverhandlungen zwischen den USA und dem Iran im Minus gezeigt.
Die USA haben am Nachmittag mit einer von US-Präsident Donald Trump angekündigten Blockade der Straße von Hormuz begonnen. Laut "Wall Street Journal" erwäge Trump auch begrenzte Militärschläge, um die Gespräche wieder in Gang zu bringen. Trump will mit der Hormuz-Blockade verhindern, dass der Iran Gebühren von Reedereien für eine Durchfahrt durch die Meerenge verlangt und das Land gleichzeitig von Öleinnahmen abschneiden.
Die Ölpreise stiegen angesichts der vorerst gescheiterten Verhandlungen wieder. In der Nacht auf Montag kletterte der Preis für ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Nordseesorte Brent mit Lieferung im Juni bis zu neun Prozent auf fast 104 Dollar (88,81 Euro).
In Österreich öffnete das Wirtschaftsministerium am Montag ungeachtet der ausstehenden beihilferechtlichen Genehmigung der EU das Antragsportal für den Industriestrombonus.
DEUTSCHLAND
Der deutsche Leitindex bewegte sich am Montag in der Verlustzone.
Der DAX eröffnete den Handel in Rot und verblieb auch im Anschluss auf negativem Terrain. Im Tagesverlauf konnte er sein Minus jedoch eingrenzen, sodass zum Ende der Sitzung noch ein Verlust von 0,26 Prozent bei 23.742,44 Zählern an der Tafel in Frankfurt stand.
Stark gestiegene Ölpreis haben den deutschen Aktienmarkt am Montag zunächst deutlich belastet. Auslöser des Preisschubs am Rohölmarkt war die von US-Präsident Donald Trump angekündigte Seeblockade der Strasse von Hormus, nachdem am Wochenende die Friedensverhandlungen zwischen den USA und dem Iran vorläufig gescheitert waren.
Iranische Regierungsvertreter ziehen unteressen offenbar in Betracht, ihr Urananreicherungsprogramm einzustellen. Diese Entwicklung könnte einen Durchbruch in den festgefahrenen Beziehungen zwischen Teheran und Washington bedeuten, da die Vereinigten Staaten die Einstellung der Anreicherungsaktivitäten seit langem als zentrale Voraussetzung für eine Entspannung betrachten.
Direkte Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad waren ohne greifbares Ergebnis geblieben. Für diesen Montag hat Trump eine Blockade von Schiffen in der Strasse von Hormus angekündigt, die iranische Häfen anlaufen oder von ihnen auslaufen. Zugleich erläuterte das Militär, dass die Durchfahrt von Schiffen, deren Ziel oder Startpunkt kein iranischer Hafen ist, nicht beeinträchtigt werde. Trump will mit der Hormus-Blockade verhindern, dass der Iran Gebühren von Reedereien für eine Durchfahrt durch die Meerenge verlangt, und das Land gleichzeitig von Öleinnahmen abschneiden.
Der Iran gab sich unbeeindruckt. Trumps Ankündigung der Seeblockade sei nichts als Bluff, schrieb der Sprecher des Sicherheitsausschusses im iranischen Parlament, Ebrahim Rezaei, auf der Plattform X. Dies würde als Militäroperation gewertet, "und wir würden darauf reagieren." Die Revolutionsgarden warnten davor, dass sich Militärschiffe der Strasse von Hormus nähern. Dies würde als "klarer Verstoss gegen die bestehende Waffenruhe betrachtet", hiess es.
Zwar rechneten die Anleger fest damit, dass beide Parteien zähneknirschend an den Verhandlungstisch zurückkehren, doch die akute Gefahr bleibe extrem hoch, schrieb Analyst Frank Sohlleder vom Handelshaus ActivTrades. Das absolute Nadelöhr, die blockierte Strasse von Hormus, bleibe unter der Kontrolle Teherans weiterhin fest verschlossen. Und als Vergeltung drohe die US-Administration nun mit eigenen, aggressiven Blockaden. Dieses explosive geopolitische Gemisch berge massive Risiken.
WALL STREET
Die US-Börsen bewegen sich auf unterschliedlichem Terrain.
Der Dow Jones notierte zur Startglocke 0,41 Prozent leichter bei 47.718,21 Einheiten und sackt auch anschließend weiter ab.
Der NASDAQ Composite kann leicht über die Nulllinie drehen, nachdem er den Handelstag 0,23 Prozent im Minus bei 22.849,23 Stellen begonnen hat.
Die US-Börsen starten verunsichert in die neue Handelswoche, nachdem am Wochenende die Verhandlungen über eine Beilegung des Iran-Konflikts ergebnislos abgebrochen wurden. US-Präsident Donald Trump kündigte daraufhin an, dass die USA die Strasse von Hormus blockieren würden. Der in der vergangenen Woche vereinbarte Waffenstillstand zwischen den USA und dem Iran gilt derweil noch, was den Verkaufsdruck am Aktienmarkt lindern dürfte.
Nach dem Optimismus, den die Waffenruhe in der vergangenen Woche hervorgerufen habe, sei die Stimmung nun wieder umgeschlagen, kommentiert die Deutsche Bank. Der Wiederanstieg der Ölpreis habe Stagflationsängste wiederaufleben lassen, worauf Aktien- und Anleihekurse weltweit unter Druck geraten seien.
Am Dienstag dürften die Erzeugerpreise aus dem März Aufschluss darüber geben, inwieweit die stark gestiegenen Ölpreise die Inflation nach oben getrieben haben.
ASIEN
Die asiatischen Börsen präsentierten sich am Montag mehrheitlich mit Verlusten.
In Tokio notierte der Nikkei 225 letztlich 0,74 Prozent im Minus bei 56.502,77 Punkten.
Auf dem chinesischen Festland zeigte sich der Shanghai Composite wenig bewegt und ging mit 0,06 Prozent im Plus bei 3.988,56 Zählern in den Feierabend.
In Hongkong bewegte sich der Hang Seng letztendlich 0,90 Prozent im Minus bei 25.660,85 Punkten.
Während US-Dollar und Ölpreise gestiegen sind, ging es am Montag an den asiatischen Aktienmärkten auf breiter Front talwärts. Von Panik konnte aber keine Rede sein, die Indizes erholten sich im Verlauf sogar - Schanghai schaffte gar den Sprung knapp ins Plus. Die Finanzmärkte reagierten mit der negativen Tagesbilanz auf die Entwickung der Nahostkrise, denn die Friedensgespräche zwischen den USA und Iran waren zunächst gescheitert.
Für den Fall, dass die Kampfhandlungen wieder aufgenommen werden sollten, sehen Anleger Risiken einer Verlangsamung des globalen Wachstums und einer steigenden Inflation. In diesem Stagflationsumfeld waren Aktien nicht erste Wahl. Mit Sorgenfalten wurden zudem die Schlagzeilen zur für den Öltransport wichtigen Seestraße von Hormus aufgenommen. Denn US-Präsident Donald Trump verschärfte die Rhetorik zur Meerenge, durch die ein Fünftel des weltweiten Öls und viele wichtige Rohstoffe transportiert werden, und schürt Ängste vor Versorgungsschocks.
Trump kündigte eine Blockade der Straße von Hormus für alle Schiffe an. Die US-Streitkräfte erklärten, sie setzten ab Montag, 16.00 Uhr MESZ eine Blockade des gesamten Schiffsverkehrs in und aus iranischen Häfen durch. Laut Trump soll jedes Schiff in internationalen Gewässern gestoppt werden, das eine "Maut" an den Iran gezahlt habe. "Niemand, der eine illegale Maut zahlt, wird freie Fahrt auf hoher See haben", machte Trump klar. "Eine nennenswerte Wiederaufnahme des Verkehrs durch die Straße von Hormus erscheint nun viel unwahrscheinlicher", stellte MUFG-Währungsanalyst Michael Wan fest.
Redaktion finanzen.at / APA / Dow Jones Newswires / dpa-AFX
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