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Geändert am: 13.07.2026 08:24:06
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ATX und DAX leichter erwartet -- Asiens Börsen in Rot
AUSTRIA
Der Wiener Aktienmarkt präsentiert sich im Montagshandel wohl leichter.
Eine Stunde vor Handelseröffnung verliert der ATX 1,2 Prozent auf 6.408 Punkte.
Momentan stünden die Aussichten im Iran-Konflikt wieder auf Eskalation, heisst es in einer Einschätzung der Commerzbank. Über das Wochenende habe es in jeder Nacht ausgeprägte gegenseitige Angriffe auf Stellungen gegeben. Nach den Erklärungen des Iran und dem Widerspruch der USA zufolge sei damit die Strasse von Hormus erneut gleichzeitig geöffnet und geschlossen. In der Praxis heisse das, dass sich viele Reedereien mit einer Durchfahrt zurückhalten dürften.
DEUTSCHLAND
Am deutschen Aktienmarkt stossen Anleger am Montag ihre Papiere ab.
Eine Stunde vor Handelsbeginn fällt der DAX um 0,8 Prozent auf 24.866 Zähler.
Der weiter eskalierende Nahost-Konflikt dürfte am Montag auch den DAX belasten. Das US-Militär attackierte in der Nacht auf Montag den Iran erneut für mehrere Stunden, nachdem es das Land bereits am Wochenende angegriffen hatten. Flugabwehrsysteme, Radaranlagen, Raketenstellungen und Drohnenstandorte sowie kleinere Boote seien zerstört worden, um dem Iran weitere Attacken auf den internationalen Schiffsverkehr durch die Strasse von Hormus zu erschweren, hiess es. Es war bereits die vierte Angriffswelle der USA, seit die Feindseligkeiten in der Nacht zu Mittwoch wieder aufflammten. Zuletzt erklärte das US-Militär seine Attacken für beendet.
"Die Ölpreise steigen und die Aktienkurse fallen, nachdem die Anleger einmal mehr über die Verwerfungslinie der Strasse von Hormus gestolpert sind", kommentierte Marktbeobachter Stephen Innes. "Der Iran sagt, sie ist geschlossen. Die USA sagen, der Schiffsverkehr fliesst. Beide Aussagen sind technisch vertretbar. Ein labiles Gleichgewicht, das für Unbehagen sorgt."
WALL STREET
Die US-Börsen präsentierten sich vor dem Wochenende mit einer ruhigen Tendenz.
So eröffnete der Dow Jones Industrial im Plus und setzte sich nach einem Abstecher auf rotes Terrain wieder in der Gewinnzone ab. Er beendete die Handelswoche mit einem Aufschlag von 0,29 Prozent bei 52.637,01 Punkten.
Der Techwerteindex NASDAQ Composite war negativ gestartet und konnte sich zunächst nicht für eine Richtung entscheiden. Schlussendlich setzte auch er sich im positiven Bereich fest und ging 0,29 Prozent stärker bei 26.281,61 Zählern in den Feierabend.
Für die New Yorker Börsen spielte sich ein unaufgeregter Ausklang einer uneinheitlichen Woche ab. Angesichts der wieder aufgeflammten Spannungen im Nahen Osten scheuten die Anleger eine klare Positionierung.
Die Internationale Energieagentur warnte, dass ein erneuter Ausbruch der Feindseligkeiten zwischen den USA und dem Iran die Bemühungen zum Wiederaufbau der erschöpften weltweiten Ölvorräte im weiteren Verlauf dieses Jahres gefährden könnte. Dass beide Konfliktparteien trotz der jüngsten militärischen Eskalation ihre Verhandlungsbereitschaft signalisierten, beruhigte die Anleger ein wenig.
Die Gespräche dürften am Wochenende fortgesetzt werden, schrieb David Manso, oberster Anlagestratege bei CaixaBank AM. Die Ölpreise sollten ein nützlicher Indikator für die Stimmung am Markt sowie die Erwartungen hinsichtlich der weiteren Entwicklung der Lage sein.
ASIEN
Die Börsen in Asien weisen am Montag überwiegend rote Vorzeichen aus.
In Tokio verbucht der Nikkei 225 aktuell (07:48 Uhr) einen Verlust von 2,19 Prozent bei 67.054,88 Punkten.
Auf dem chinesischen Festland fällt der Shanghai Composite um 1,83 Prozent auf 3.922,92 Punkte.
In Hongkong legt der Hang Seng um minimale 0,06 Prozent auf 24.190,05 Indexpunkte zu.
Die neuerlichen gegenseitigen Angriffe im Iran-Krieg haben am Montag deutlich steigende Ölpreise zur Folge, was an den Finanzmärkten Sorgen vor steigenden Inflationsraten anheizt. An den Aktienmärkten in Ostasien und geht es daraufhin abwärts.
Im Nahost-Konflikt weitete der Iran am Sonntag Raketen- und Drohnenangriffe auf Golfstaaten aus, als Vergeltung für US-Militärschläge. Zudem erklärte das Land die Strasse von Hormus für geschlossen. Die USA erklärten dagegen durch Präsident Trump, die kommerzielle Schifffahrt durch die Wasserstrasse bleibe unter US-Schutz offen.
Mit den zunehmenden Inflationssorgen nehmen auch Spekulationen über steigende Zinsen zu, was wiederum am Aktienmarkt unter anderem Technologieaktien zusetzt mit Blick auf deren vielfach hohen Bewertungen.
Redaktion finanzen.at / APA / Dow Jones Newswires / dpa-AFX
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