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Geändert am: 13.07.2026 22:22:07

Nahost-Krise im Fokus: ATX beendet Handel leichter -- DAX letztlich im Plus -- US-Börsen gehen schwächer in den Feierabend -- Asiens Börsen schlussendlich in Rot

AUSTRIA

Der Wiener Aktienmarkt präsentierte sich im Montagshandel leichter.

So eröffnete der ATX bereits mit einem Abschlag und bewegte sich auch anschließend abwärts. Sein Schlussstand: 6.464,30 Punkte (-0,32 Prozent).

Einerseits eskalierte am Wochenende erneut die Lage im Iran-Krieg, andererseits gerieten die Halbleiteraktien in Europa nach negativen Vorgaben aus Asien unter Druck.

Im Iran-Krieg haben sich die militärischen Spannungen zwischen den USA und dem Iran wieder deutlich verschärft. Nach schweren gegenseitigen Raketen- und Drohnenangriffen erklärte die Regierung in Teheran, die strategisch wichtige Straße von Hormuz erneut gesperrt zu haben. Dies trieb die Ölpreise in die Höhe. Die iranischen Revolutionsgarden teilten am Montag mit, sie hätten als Reaktion auf jüngste US-Angriffe amerikanische Militäreinrichtungen am Persischen Golf ins Visier genommen. Das US-Militär erklärte hingegen, die Schifffahrt durch die Meerenge von Hormuz laufe weiter. Die erneute Gewalt stellt das im vergangenen Monat geschlossene Übergangsabkommen zwischen Washington und Teheran infrage.

DEUTSCHLAND

Am deutschen Aktienmarkt agierten die Anleger am Montag vorsichtig.

So startete der DAX tiefer und drehte im Anschluss zunächst moderat ins Plus, bevor er am Nachmittag an die Nulllinie zurückfiel. Letztlich konnte er jedoch wieder etwas hinzugewinnen und beendete den Handel 0,19 Prozent höher bei 25.114,25 Punkten.

Der weiter eskalierende Nahost-Konflikt hat den DAX am Montag weitgehend kaltgelassen. "Schnäppchenjäger haben den DAX zurück über die Marke von 25.000 Punkten gekauft", kommentierte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst bei CMC Markets. "Die Käufer blenden die potenziellen Folgen der jüngsten Eskalation im Nahen Osten vorerst aus." Große Kursausschläge blieben jedoch aus.

Das US-Militär attackierte in der Nacht auf Montag den Iran erneut für mehrere Stunden, nachdem es das Land bereits am Wochenende angegriffen hatten. Flugabwehrsysteme, Radaranlagen, Raketenstellungen und Drohnenstandorte sowie kleinere Boote seien zerstört worden, um dem Iran weitere Attacken auf den internationalen Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus zu erschweren, hieß es. Es war bereits die vierte Angriffswelle der USA, seit die Feindseligkeiten in der Nacht zu Mittwoch wieder aufflammten. Zuletzt erklärte das US-Militär seine Attacken für beendet.

WALL STREET

Die US-Börsen präsentierten sich zum Wochenstart mit negativer Tendenz.

So gewann der Dow Jones Industrial zu Beginn noch, fiel im Verlauf aber knapp unter die Nulllinie. Er verabschiedete sich mit einem Minus von 0,26 Prozent bei 52.498,82 Punkten in den Feierabend.
Der Techwerteindex NASDAQ Composite gab zur Eröffnung unterdessen deutlich nach und verlor in der Folge weiter an Boden. Hier stand am Ende ein Abschlag von 1,55 Prozent auf 25.873,18 Zähler an der Kurstafel.

Die US-Aktienmärkte haben am Montag aufgrund weiter zunehmender Spannungen zwischen den USA und dem Iran nachgegeben. Technologiewerte standen angesichts enormer Kursgewinne infolge der KI-Euphorie besonders unter Druck.

>Nach neuen US-Angriffen auf den Iran kündigte US-Präsident Donald Trump die Wiederaufnahme der Seeblockade gegen Schiffe an, die iranische Häfen ansteuern oder von diesen abfahren. Zugleich drohte er, dass die USA fortan für die sichere Fahrt durch die Straße von Hormus Einnahmen von 20 Prozent des Frachtwertes für sich beanspruchen. Das US-Militär hatte in der Nacht auf Montag den Iran erneut attackiert, nachdem bereits am Wochenende Angriffe erfolgt waren.

ASIEN

Die Börsen in Asien wiesen am Montag überwiegend rote Vorzeichen aus.

In Tokio schloss der Nikkei 225 mit einem Verlust von 1,92 Prozent bei 67.242,73 Punkten.

Auf dem chinesischen Festland fiel der Shanghai Composite letztlich um 2,06 Prozent auf 3.913,79 Punkte.

In Hongkong legte der Hang Seng um 0,16 Prozent auf 24.213,72 Indexpunkte zu.

Für Zurückhaltung sorgten die anhaltenden gegenseitigen Angriffe im Iran-Krieg, die deutlich steigende Ölpreise zur Folge hatten. Das heizte an den Finanzmärkten Sorgen vor steigenden Inflationsraten und erhöht bleibenden Zinsen an.

Im Nahost-Konflikt fuhren die USA die vierte Angriffswelle, nachdem der Waffenstillstand in der Vorwoche für beendet erklärt worden war, worauf der Iran Raketen- und Drohnenangriffe auf Golfstaaten als Vergeltung ausübte. Unklar ist die Situation um die wichtige Straße von Hormus. Während der Iran sie für geschlossen erklärte, behaupten die USA, die kommerzielle Schifffahrt durch die Wasserstraße bleibe unter US-Schutz offen.

Redaktion finanzen.at / APA / Dow Jones Newswires / dpa-AFX


Bildquelle: wienerborse.at, Ionana Davies / Shutterstock.com, Bule Sky Studio / Shutterstock.com
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EEX Strompreis Phelix DE 109,97 0,09 0,08
Erdgaspreis - Natural Gas 2,75 -0,01 -0,40
Ethanolpreis 2,16 0,00 0,05
Goldpreis 4 042,68 -60,91 -1,48
Haferpreis 3,10 -0,02 -0,56
Heizölpreis 108,84 -2,38 -2,14
Holzpreis 613,50 -11,50 -1,84
Kaffeepreis 3,32 0,09 2,80
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Kohlepreis 120,10 -0,15 -0,12
Kupferpreis 13 834,00 39,00 0,28
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Milchpreis 15,67 0,03 0,19
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Nickelpreis 17 100,00 155,00 0,91
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Palladiumpreis 1 279,50 -29,50 -2,25
Palmölpreis 4 531,00 -23,00 -0,51
Platinpreis 1 651,50 -2,50 -0,15
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Reispreis 13,99 0,23 1,63
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Sojabohnenmehlpreis 311,00 -3,10 -0,99
Sojabohnenpreis 11,71 -0,07 -0,55
Sojabohnenölpreis 0,67 -0,01 -1,80
Super Benzin 2,13 0,01 0,47
Weizenpreis 227,75 1,25 0,55
Zinkpreis 3 710,50 48,50 1,32
Zinnpreis 54 660,00 535,00 0,99
Zuckerpreis 0,15 1,59
Ölpreis (Brent) 90,12 1,09 1,22
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