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Geändert am: 14.01.2026 22:08:05

ATX beendet Handel stärker -- DAX letztlich in Rot -- Wall Street schlussendlich im Minus -- Asiens Börsen schließen mehrheitlich fester -- Nikkei überspringt erstmals 54.000-Punkte-Marke

AUSTRIA

Anleger am Wiener Aktienmarkt griffen am Mittwoch zu.

Der ATX rutschte nach zwischenzeitlich deutlichen Gewinnen teilweise deutlich ab. Am Nachmittag änderte das Börsenbarometer dann erneut seine Richtung und kletterte wieder in die Gewinnzone. Dort beendete er den Handel 0,39 Prozent fester bei 5.431,40 Punkten.

Die Aufmerksamkeit der internationalen Finanzmarktakteure richtete sich heute vor allem in die USA, nicht nur weil Donald Trump jederzeit für Überraschungen sorgen kann, sondern weil sich wichtige US-Daten im Kalender findeten, schrieben die Helaba-Analysten in ihrem Tagesausblick. Der Fokus lag dabei zunächst auf den Einzelhandelsumsätzen des Monats November, hieß es weiter von den Experten.

Mit Nachrichten rückten zudem OMV und Bajaj Mobility ins Blickfeld der Anleger.

DEUTSCHLAND

Nach einer siebentägigen Rekordrally zeigte sich der DAX am Mittwoch schwächer.

Der DAX eröffnete die Sitzung marginal höher, verlor im weiteren Verlauf aber zunehmend an Boden. Letztlich verabschiedete er sich 0,53 Prozent schwächer bei 25.286,24 Punkten in den Feierabend.

Der DAX konnte seine Rekordrally am Mittwoch nicht fortsetzen und drehte nach einem stabilen Start in die Verlustzone. Tags zuvor erreichte er noch erstmals die Schwelle von 25.500 Punkten, bevor er letztlich nur knapp im Plus schloss. Belastend wirkte, dass die US-Börsen nach Verlusten am Vortag erneut schwächer erwartet werden. Überraschend starke Handelsdaten aus China, die am Morgen noch gestützt hatten, rückten in den Hintergrund.

Mit Blick auf den deutschen Aktienmarkt warnte Altmann erneut, dass der HDAX, der die 110 grössten und liquidesten deutschen Aktien abbildet, aus technischer Sicht längst "massiv überkauft" sei. Der vor allem aus DAX- und MDAX-Aktien bestehende Index hatte am Vortag den 14. Handelstag in Folge zugelegt, was "die längste Gewinnserie in der bis 1988 zurückgehenden Index-Historie ist".

"Hinter den Rekorden wächst die Vorsicht", schrieben die Analysten von Index-Radar. Doch auch wenn es in den USA am Vortag zu einem "leisen Rückzug" am Aktienmarkt gekommen sei, könne von einer Kapitalflucht keine Rede sein. Allerdings werde am Markt inzwischen wohl zunehmend mit stärkeren Börsenschwankungen gerechnet.

Das Interesse blieb weiter stark auf die USA ausgerichtet, denn die tags zuvor gestartete Berichtssaison der US-Bankenbranche setzte sich mit den Zahlen der Bank of America, von Wells Fargo und der Citigroup fort.

WALL STREET

An der Wall Street herrschte am Mittwoch Zurückhaltung.

Der Dow Jones startete etwas tiefer in den Handel und fiel anschließend weiter zurück. Im Späthandel konnte er seine zwischenzeitlichen Verluste jedoch wieder eingrenzen und schloss letztlich 0,09 Prozent niedriger bei 49.149,63 Punkten.
Der NASDAQ Composite eröffnete ebenso im Minus. Er verweilte auch weiterhin in der Verlustzone und beendete den Tag 1 Prozent schwächer bei 23.471,75 Zählern.

Zur Wochenmitte setzten die US-Börsen ihre Verluste vom Vortag fort. Vor allem große Technologietitel standen unter Druck und gehörten zu den größten Verlierern. Auch mehrere Bankaktien zeigten sich nach der Veröffentlichung ihrer Quartalsergebnisse schwach. Zusätzlich belasteten stärker als erwartete US-Erzeugerpreise im November die Stimmung an den Märkten. Die Einzelhandelsumsätze legten im selben Monat hingegen etwas kräftiger zu als vorausgesagt.

ASIEN

Die Börsen in Fernost präsentierten sich am Mittwoch mehrheitlich stärker.

In Tokio notierte der Nikkei 225 letztlich 1,48 Prozent höher bei 54.341,23 Punkten. Der Tokioter Leitindex kletterte auf einen neuen Rekordstand.

Auf dem chinesischen Festland zeigte sich der Shanghai Composite derweil 0,31 Prozent schwächer bei 4.126,09 Zählern.

In Hongkong gewann der Hang Seng 0,56 Prozent auf 26.999,81 Stellen.

Im asiatischen Handel stand am Mittwoch weiter die japanische Börse im Fokus. Der Nikkei 225 sprang erstmals über die Marke von 54.000 Punkten. Getrieben wurde der japanische Leitindex weiter von der Hoffnung, dass mögliche vorgezogene Parlamentswahlen im nächsten Monat Position und Politik von Premierministerin Sanae Takaichi stärken werden. Beobachter gehen davon aus, dass Takaichi die Wahlen gewinnen würde. Ein Wahlsieg ermöglichte es Takaichi, eine aggressivere Fiskalpolitik, höhere Wachstumsinvestitionen sowie mutigere Sicherheitsmaßnahmen zu verfolgen.

Daneben standen Wirtschaftsdaten aus China im Blick. Der chinesische Handelsüberschuss hat im vergangenen Jahr mit 1,19 Billionen US-Dollar einen historischen Höchststand erreicht. Als US-Präsident Donald Trump im vergangenen Jahr ins Weiße Haus zurückkehrte, hatten Ökonomen noch prognostiziert, dass neue Zölle die gewaltige Exportmaschinerie Chinas drosseln würden. Stattdessen stiegen die Exporte im Jahr 2025 auf Dollar-Basis um 5,5 Prozent gegenüber Vorjahr, nachdem sie im Jahr davor um 5,9 Prozent zugelegt hatten.

Chinas starkes Exportwachstum werde die schwache Inlandsnachfrage abfedern, glaubt Zhiwei Zhang, Chefvolkswirt bei Pinpoint Asset Management. Die robuste Entwicklung vor dem Hintergrund eines boomenden Aktienmarktes und stabiler Beziehungen zwischen den USA und China werde Peking wahrscheinlich dazu veranlassen, zumindest bis zum Ende des ersten Quartals an seinem derzeitigen makropolitischen Kurs festzuhalten, fügte Zhang hinzu.

Redaktion finanzen.at / APA / Dow Jones Newswires / dpa-AFX


Bildquelle: wienerborse.at, Ionana Davies / Shutterstock.com, Bule Sky Studio / Shutterstock.com
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