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Geändert am: 15.07.2026 13:26:51
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ATX mit Verlusten -- DAX fällt unter 25.000-Punkte-Marke -- Asiens Börsen letztlich überwiegend freundlich
AUSTRIA
Der Wiener Aktienmarkt zeigt sich am Mittwoch mit Abschlägen.
So eröffnete der ATX etwas schwächer und steht auch anschließend im Minus.
Die jüngste Eskalation im Konflikt zwischen den USA und dem Iran sorgt international für Zurückhaltung. Zudem legten die Rohölpreise weiter zu.
Positive Vorgaben hatte hingegen die Wall Street am Vorabend geliefert. An den US-Börsen legten vor allem die Technologiewerte klar zu. In Europa sorgte zudem ASML mit einer erhöhten Jahresprognose für Rückenwind im Technologiebereich und einer starken Sektorstimmung.
Am heimischen Aktienmarkt liegt auf Unternehmensebene noch eine sehr dünne Meldungslage vor.
DEUTSCHLAND
Am deutschen Aktienmarkt halten sich Anleger zur Wochenmitte zurück.
So startete der DAX 0,70 Prozent tiefer bei 24.970,05 Punkten und bleibt auch im weiteren Verlauf klar auf rotem Terrain. Dabei rutscht der deutsche Leitindex wieder unter die wichtige Marke von 25.000 Punkten.
Der DAX hat am Mittwoch in seiner jüngsten Konsolidierung wieder nachgegeben. Dass der DAX zuletzt vier Tage in Folge über 25.000 Punkten geschlossen hat, wertete Thomas Altmann von QC Partners als einen "Etappensieg der Bullen im Kampf um diese wichtige Marke". Solange der Index allerdings weiter um diese Marke pendele, scheine die zukünftige Richtung offen.
Die freundlichen asiatischen Märkte, an denen laut Analyst Andreas Lipkow von CMC Markets die Freude über die besser als erwarteten US-Verbraucherpreise vom Dienstag nachwirkte, konnten dem DAX keinen Rückenwind geben - zumal die gegenseitigen Angriffe der USA und des Iran im Nahen Osten weitergehen. Allerdings preisten die Aktienkurse keine umfassende Eskalation des Konflikts ein, so Altmann.
WALL STREET
Der US-Leitindex tendierte am Dienstag seitwärts.
Der Dow Jones Industrial konnte sich nach einem negativen Start im weiteren Verlauf an die Nulllinie vorarbeiten und schloss mit einem geringfügigen Zuwachs um 0,02 Prozent bei 52.508,48 Punkten.
Derweil konnte der Technologiewerteindex NASDAQ Composite seinen frühen Gewinn ausbauen und ging 0,91 Prozent stärker bei 26.107,37 Zählern in den Feierabend.
An den US-Börsen ließ sich eine gespaltene Tendenz auszumachen, obwohl Inflationsdaten überraschend günstig ausgefallen sind und Zinserhöhungssorgen lindern.
Die Verbraucherpreise fielen im Juni in der Gesamtrate um 0,4 Prozent. Volkswirte hatten prognostiziert, dass die Preise dank der Entspannung beim Ölpreis auf Monatssicht um 0,2 Prozent sinken würden, nachdem im Mai ein Anstieg um 0,5 Prozent verzeichnet worden war. In der Kernrate (ohne Preise für Nahrungsmittel und Energie) wurde eine Stagnation zum Vormonat verzeichnet. Ökonomen hatten die Kernteuerung auf 0,2 Prozent geschätzt.
Nachdem die Ölpreise in den vergangenen Tagen in Reaktion auf die jüngsten Scharmützel zwischen den USA und dem Iran allerdings wieder rasant gestiegen sind, dürfte der Auftritt von US-Notenbankchef Warsh vor dem Ausschuss für Finanzdienstleistungen des Repräsentantenhauses für die Anleger interessanter sein als die Preisdaten aus dem vergangenen Monat. Hinweise zum künftigen geldpolitischen Kurs der Federal Reserve fanden sich im vorbereiteten Text seiner Rede nicht. Warsh versicherte jedoch, dass die Fed die Inflation senken werde. Die Mitglieder des Federal Open Market Committee (FOMC) hätten "keine Toleranz für eine andauernd erhöhte Inflation".
ASIEN
Die Börsen in Asien präsentierten sich am Mittwoch mehrheitlich in Grün.
In Tokio schloss der Nikkei 225 mit einem Gewinn von 1,49 Prozent bei 68.751,51 Punkten.
Auf dem chinesischen Festland fällt der Shanghai Composite stellenweise um 0,29 Prozent auf 3.955,58 Punkte.
In Hongkong zog der Hang Seng bis Handelsende um 1,40 Prozent auf 24.681,10 Indexpunkte an.
Im Sog der positiven Vorgabe der Wall Street ist es am Mittwoch an den Aktienmärkten in Ostasien und Australien nach oben gegangen. Niedriger als erwartet ausgefallene Inflationsdaten hatten an den US-Börsen Zinserhöhungsspekulationen gedämpft und für Kauflaune gesorgt. Zugleich kam der Anstieg der Ölpreise wieder zum Stehen, nachdem US-Präsident Donald Trump von seinem Plan abrückte, künftig eine Art Schutzgeld für die Passage der Straße von Hormus zu verlangen. "Aufgrund hochproduktiver Gespräche mit der Führung im Nahen Osten habe ich beschlossen, die 20-prozentige Erstattungsgebühr durch Handels- und Investitionsabkommen zu ersetzen, die die verschiedenen Golfstaaten mit den Vereinigten Staaten abschließen werden," sagte Trump.
Chinas Wirtschaftswachstum kühlte sich im zweiten Quartal trotz robuster Exporte stärker als erwartet ab. Das BIP wuchs um 4,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, verglichen mit noch 5,0 Prozent im Vorquartal. Ökonomen hatten ein Plus von 4,5 Prozent prognostiziert. Gleichwohl bleibt China damit auf Kurs, das Wachstumsziel von 4,5 bis 5,0 Prozent für das Jahr zu erreichen.
Redaktion finanzen.at / APA / Dow Jones Newswires / dpa-AFX
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