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Geändert am: 16.03.2026 21:02:32

ATX schließlich freundlich -- DAX schlussendlich fester -- Gewinne an den US-Börsen -- Asiens Börsen letztlich überwiegend leichter

AUSTRIA

Der Wiener Aktienmarkt zeigte sich am Montag wechselhaft.

Der ATX präsentierte sich im frühen Handel im Plus. Im weiteren Verlauf fiel der Leitindex zunächst auf rotes Terrain, bevor er sich an die Nulllinie vorkämpfen konnte. Anschließend konnte er wieder Gewinne verzeichnen und ging 0,67 Prozent höher bei 5.298,49 Punkten in den Feierabend.

Nach drei negativen Wochen zeigte sich der Wiener Aktienmarkt zum Wochenstart von seiner freundlichen Seite. Nach wie vor steht der Iran-Krieg und die damit verbundene Ölpreisentwicklung im Mittelpunkt. Negative Nachrichten vom Wochenende blieben für die Marktteilnehmer aber dieses Mal aus.

Im Fokus stand weiterhin der Iran-Krieg. Am Sonntagabend telefonierten die Präsidenten aus dem Iran, Masoud Pezeshkian, und Frankreich, Emmanuel Macron, über die Lage in der Straße von Hormuz. Nähere Details wurden nicht bekannt. Der Schiffsverkehr durch die Meerenge ist infolge des Krieges und durch iranischen Beschuss nahezu zum Erliegen gekommen, was die Ölpreise in die Höhe treibt.

Auf dem heutigen Programm stand der Empire-State-Index für das Verarbeitende Gewerbe im Großraum New York. Am Donnerstag folgt dann der Philadelphia-FedIndex. "Unternehmenslenker und Marktteilnehmer fürchten wegen der hohen Energiekosten einen Inflationsschub und so wurden Zinssenkungserwartungen verdrängt. Mit Reaktionen der Zentralbanken ist mit Blick auf die FOMC-Sitzung am Mittwoch und der EZB-Ratssitzung am Donnerstag aber nicht zu rechnen", schrieben die Helaba-Experten in ihrem Tagesausblick.

DEUTSCHLAND

Der deutsche Aktienmarkt bewegte sich zum Wochenstart aufwärts.

Der DAX startete etwas fester und wechselte im weiteren Verlauf zunächst in die Verlustzone. Am Mittag konnte er sich an die Nulllinie vorarbeiten und dann sogar auf grünes Terrain vordringen. Schlussendlich verabschiedete er sich 0,5 Prozent höher bei 23.564,01 Zählern aus dem Handel.

Nach den jüngsten Verlusten im Zuge des Iran-Krieges haben die Anleger am deutschen Aktienmarkt am Montag vorsichtig agiert.

Die Anleger blickten ansonsten weiter gen Nahost: Zuletzt hat US-Präsident Donald Trump von Nato-Verbündeten Unterstützung bei der Sicherung von Öltransporten in der wichtigen Straße von Hormus am Persischen Golf gefordert. Der Schiffsverkehr in der für den internationalen Transport von Öl und Flüssiggas wichtigen Meerenge ist wegen des Kriegs stark beeinträchtigt.

"Der Krieg im Nahen Osten bleibt weiterhin das dominierende Thema und straft mit jeder neuen Kriegswoche all diejenigen Lügen, die von einem kurzen und einfachen Militärschlag ausgegangen sind", schrieb Marktanalyst Andreas Lipkow vom Handelshaus CMC Markets. Die Energiepreise würden so zu einem echten Problem, das sich erst in den kommenden Monaten so richtig entfalten dürfte. Die Folgen sollten sowohl direkt über sinkende Margen bei den Unternehmen als auch über anziehende Inflationstendenzen und daraus folgende Konsumzurückhaltung spürbar werden.

WALL STREET

Die US-Börsen präsentierten sich zu Wochenbeginn mit Zuschlägen.

Der Dow Jones schloss 0,84 Prozent fester bei 46.946,28 Zählern.
Auch der NASDAQ Composite legte zu und gewann 1,22 Prozent auf 22.374,18 Indexpunkte.

Zum Start in die neue Woche liess sich an den US-Börsen eine Gegenbewegung auf die jüngsten Verluste beobachten. Ausschlaggebend war letztlich aber die Nachrichtenlage um den Iran-Krieg. Ein schnelles Ende des Krieges scheint noch immer nicht in Sicht. Etwas Unterstützung erhielten die Aktienmärkte Marktteilnehmern zufolge vom Aufruf des US-Präsidenten Donald Trump an andere Länder, Schiffen auf ihrer Passage durch die Strasse von Hormus Geleitschutz zu gewähren.

Die faktische Sperrung der Strasse von Hormus durch den Iran, durch die normalerweise rund ein Fünftel der weltweiten Öltransporte läuft, hatte in der vergangenen Woche die Furcht vor Versorgungsengpässen befeuert und die Ölpreise drastisch nach oben getrieben, was wiederum die Aktienmärkte belastete. Zwar haben etliche Länder Teile ihrer strategischen Ölreserven freigegeben und andere Massnahmen ergriffen, um die Belastung für die Wirtschaft und die Bevölkerung zu lindern, doch verharren die Ölpreise auf ihren jüngst erreichten hohen Niveaus. Denn im Zuge der Kampfhandlungen wurden Teile der Ölinfrastruktur in der Region zerstört: im Iran durch Angriffe der israelischen und US-Streitkräfte, in anderen Ölförderländern durch iranische Gegenschläge. Selbst wenn die Strasse von Hormus bald wieder gefahrlos passiert werden könnte, dürfte es dauern, bis die verfügbaren Kapazitäten und das Angebot wieder das Niveau von vor dem Krieg erreichen.

Highlight der Woche dürfte aber der Zinsentscheid der US-Notenbank am Mittwoch sein. Es wird weithin erwartet, dass die Federal Reserve die Zinsen unverändert lässt. Das Interesse gilt vor allem Aussagen zum künftigen geldpolitischen Kurs. Im Zuge der steigenden Ölpreise dürfte die ohnehin schon hartnäckig hohe Inflation in den USA nochmals zugelegt haben, was baldige Zinssenkungen unwahrscheinlich macht. Unternehmenstermine sind rar; die Bilanzsaison in den USA ist fast vorüber.

ASIEN

Die Börsen in Fernost wiesen am Montag unterschiedliche Vorzeichen auf.

In Tokio schloss der Nikkei 225 0,13 Prozent tiefer bei 53.751,15 Punkten.

Auch auf dem chinesischen Festland notierte der Shanghai Composite letztlich 0,26 Prozent im Minus bei 4.084,79 Stellen.

In Hongkong zeigte sich der der Hang Seng dagegen schlussendlich 1,45 Prozent im Plus bei 25.834,02 Einheiten.

Die asiatischen Aktienmärkte bewegten sich am Montag uneinheitlich. Bremsend wirkten die weiter hohen Ölpreise vor dem Hintergrund der anhaltenden gegenseitigen Angriffe im Nahost-Krieg. Die wichtige Öl-Schifffahrtsstraße, die Straße von Hormus, ist praktisch unpassierbar und die USA verstärken nun ihre Anstrengungen, bei anderen Ländern Unterstützung beim Geleitschutz von Schiffen durch die Straße von Hormus zu finden. Derweil belastete unverändert die mit den stark gestiegenen Energiepreisen einhergehende Sorge vor einem globalen Inflationsanstieg die Stimmung.

Das Investitionswachstum in China habe positiv überrascht, was vor allem auf einen starken Anstieg der Infrastrukturinvestitionen zurückzuführen sei, sagte Ökonom Zhiwei Zhang von Pinpoint Asset Management. Dennoch seien die privaten Investitionen gesunken und die Arbeitslosigkeit gestiegen, was zeige, dass die Binnennachfrage nach wie vor schwach sei. Weil der Konflikt im Nahen Osten die Weltwirtschaft in den kommenden Monaten beeinflussen dürften, erwartet Zhang, dass die politischen Entscheidungsträger in China die Entwicklungen genau beobachteten und bei Bedarf mit fiskalpolitischen Maßnahmen reagierten. Der Fokus richte sich nun auf das bevorstehende Treffen zwischen der chinesischen und der US-Führung.

Redaktion finanzen.at / APA / Dow Jones Newswires / dpa-AFX


Bildquelle: Bule Sky Studio / Shutterstock.com
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