Geändert am: 20.02.2026 22:02:36

ATX beendet die Woche in Grün -- DAX schlussendlich im Plus --Wall Street schließt fester -- Asiens Börsen letztlich tiefrot

AUSTRIA

Der Wiener Aktienmarkt bewegte sich zum Wochenschluss etwas höher.

Der ATX notierte im frühen Handel minimal im Minus und bewegte sich im Anschluss nach kurzen Ausflügen an die Nulllinie weiter auf grünem Terrain. Letztendlich ging er 0,33 Prozent höher bei 5.807,44 Punkten ins Wochenende.

Der ATX tendierte am Freitag aufwärts. Für etwas Zuversicht sorgten besser als erwartet ausgefallene Einkaufsmanagerindizes aus der Eurozone. Mit Blick auf die Unsicherheiten im Nahen Osten war die Risikofreude vor dem Wochenende aber gedämpften. Ein ähnliches Bild gaben auch die anderen europäischen Börsen ab.

In den USA lag der Fokus auf der ersten Schätzung des BIP-Wachstums im vierten Quartal.

DEUTSCHLAND

Anleger am deutschen Aktienmarkt griffen am Freitag zu.

Der DAX notierte zu Beginn mit leichten Gewinnen und zeigte sich im Tagesverlauf nach einem kurzen Ausflug ins Minus wieder über der Nulllinie. Er verabschiedete sich 0,87 Prozent höher bei 25.260,69 Stellen aus der Woche.

Der DAX hat sich am Freitag über 25.000 Punkten behauptet. Für eine weitere Annäherung an das Rekordhoch von Mitte Januar bei gut 25.507 Punkten fehlten dem Leitindex jedoch die Impulse.

Anleger wagten sich vor dem Wochenende nicht groß aus der Deckung angesichts eines möglichen US-Angriffs auf den Iran und der unklaren Folgen für die Weltwirtschaft. Die Verhandlungen um Irans umstrittenes Atomprogramm gehen weiter. In dem Konflikt hat US-Präsident Donald Trump für einen Deal eine Frist von bis zu 15 Tagen genannt. Das sei "so ziemlich das Maximum", sagte er an Bord der Air Force One.

WALL STREET

An den US-Börsen griffen die Anleger am Freitag zu.

Zwar eröffnete der Dow Jones schwächer, jedoch kletterte im Anschluss auf grünes Terrain, wo er den Handel 0,47 Prozent stärker bei 49.625,97 Einheiten beendete.
Der NASDAQ Composite bewegte sich deutlich aufwärts, wogegen er zum Start verloren hatte. Zum Handelende notierte er 0,9 Prozent fester bei 22.886,07 Stellen.

Die Stimmung besserte sich, nachdem der Supreme Court Trumps aggressiver Zollpolitik einen Riegel vorschob. Das Oberste Gericht der USA kam zu dem Entschluss, dass US-Präsident Donald Trump seine Befugnisse überschritten hat, als er sich auf ein Notstandsgesetz berief, um umfangreiche Zölle gegen Dutzende Handelspartner zu verhängen.

Mit Sorge schauen die Anleger aber weiterhin gen Nahen Osten. Denn dort konkretisieren sich mögliche Eskalationsstufen. US-Präsident Donald Trump erwägt offenbar einen anfänglich nur begrenzten Militärschlag gegen den Iran, um das Land zur Erfüllung seiner Forderungen nach einem Atomabkommen zu zwingen. Sollte sich der Iran aber weiterhin weigern, Trumps Vorstellungen zur Beendigung seiner Urananreicherung nachzukommen, reagierten die USA mit einer breit angelegten Kampagne gegen Einrichtungen des Regimes - möglicherweise mit dem Ziel, das Regime in Teheran zu stürzen, sagen mit der Angelegenheit vertraute Personen.

Druck auf die Notierungen brachten zudem Daten zum US-Wirtschaftswachstum im Schlussquartal 2025 sowie Inflationssignale. So wuchs die US-Wirtschaft im Schlussquartal weniger als erwartet, während der PCE-Deflator der persönlichen Konsumausgaben, eine Kennzahl zur Preisentwicklung, etwas höher lag als gedacht. Der PCE-Index ist das bevorzugte Preismaß der US-Notenbank Fed und wird daher an den Finanzmärkten stark beachtet.

ASIEN

Die asiatischen Börsen gaben zum Wochenschluss ab.

In Tokio notierte der Nikkei 225 letztlich 1,12 Prozent tiefer bei 56.825,70 Punkten.

Auf dem chinesischen Festland blieb der Shanghai Composite am Freitag aufgrund des chinesischen Neujahrsfest weiterhin geschlossen. Er schloss zuletzt mit einem Minus von 1,26 Prozent bei 4.082,07 Zählern.

Der Hang Seng zeigte sich am Freitag unterdessen 1,10 Prozent leichter bei 26.413,35 Punkten.

Die angespannte weltpolitische Lage sorgte an den asiatischen Märkten für Zurückhaltung. Viele Investoren agierten vorsichtig, neue Engagements wurden gemieden. Belastend wirkten vor allem die geopolitischen Unsicherheiten im Nahen Osten. Die festlandchinesischen Börsen sind noch bis einschließlich Montag wegen der Feiertage zum chinesischen Neujahrsfest geschlossen.

Für zusätzliche Impulse sorgten neue Konjunkturdaten aus Japan. Wie die Regierung mitteilte, stieg die Kerninflation im Januar im Jahresvergleich um 2,0 Prozent - der geringste Zuwachs seit zwei Jahren. Im Dezember hatte die Rate noch bei 2,4 Prozent gelegen. Die Entwicklung entsprach den Erwartungen der Ökonomen.

Redaktion finanzen.at / APA / Dow Jones Newswires / dpa-AFX


Bildquelle: wienerborse.at, Ionana Davies / Shutterstock.com, Bule Sky Studio / Shutterstock.com
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