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Geändert am: 23.06.2026 22:23:04

KI-Sorgen belasten: Dow schlussendlich stabil -- ATX und DAX schließen deutlich leichter -- Börsen in Fernost letztlich tiefrot - Nikkei bricht ein

AUSTRIA

Die Wiener Börse notierte im Handel am Dienstag markant unterhalb der Nulllinie.

Der ATX verlor bereits im frühen Handel und verbuchte im weiteren Verlauf noch deutlichere Abschläge. Er ging 0,74 Prozent leichter bei 6.545,85 Punkten aus der Sitzung.

Gewinnmitnahmen an den vor allem technologielastigen asiatischen Börsen bremsten den gesamten europäischen Markt. Von den Nahostverhandlungen kam heute kein Störfeuer. Die Gespräche über ein Rahmenabkommen zur endgültigen Beendigung des Kriegs gehen momentan auf technischer Ebene weiter, wie US-Vizepräsident JD Vance bestätigte. Außerdem bleibe es abzuwarten, ob die Entspannung am Persischen Golf und bei den Ölpreisen bereits zu einer neuen Stimmungsverbesserung beitragen kann, oder ob sich dies erst im Verlauf der kommenden Monate zeigen werde, schrieben die Experten der Helaba.

In Österreich war es unternehmensseitig sehr ruhig.

DEUTSCHLAND

Der deutsche Aktienmarkt verzeichnete in der Dienstagssitzung kräftige Verluste.

So verlor der DAX zu Beginn bereits stark und verblieb im Anschluss weiter auf tiefrotem Terrain. Schlussendlich ging er 0,98 Prozent schwächer bei 24.893,58 Zählern in den Feierabend.

Der DAX ist am Dienstag wieder unter die Marke von 25.000 Punkten gesackt. Der deutsche Leitindex setzte seinen Schlingerkurs um die Tausendermarke fort, nachdem an den Asien-Börsen eine Korrektur vor allem bei Technologiewerten eingesetzt hatte.

Über die Börsen in Japan und Südkorea schwappte nach ihrem jüngsten Rekordlauf eine Welle an Gewinnmitnahmen. Diese war so heftig, dass der Handel in Seoul zeitweise sogar ausgesetzt wurde. Dies nahm dann auch dem DAX den Rückenwind aus den Segeln, nachdem er zum Wochenstart mit 25.176 Punkten noch ein Hoch seit Anfang Juni erreicht und sich seiner Bestmarke vom Januar bis auf 330 Punkte genähert hatte.

Von den Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran gab es am Dienstag kein Störfeuer. Die Gespräche über ein Rahmenabkommen zur endgültigen Beendigung des Kriegs gehen momentan auf technischer Ebene weiter, wie US-Vizepräsident JD Vance bestätigte. Nach seinen Angaben will der Iran auch wieder Inspektoren der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) ins Land lassen.

"Wir sehen einen in höchstem Masse stimmungsgetriebenen Handel. Gerade in der Nähe von Rekordnotierungen werden Anleger schnell nervös, wenn sich die Rally dann nicht direkt mit Schwung nach oben fortsetzt", schrieb am Morgen der Marktbeobachter Jochen Stanzl von der Consorsbank.

WALL STREET

Anleger an der Wall Street scheuten am Dienstag das Risiko.

So eröffnete der Dow Jones Industrial kaum verändert, rutschte dann direkt im Anschluss moderat ins Minus und konnte sich im weiteren Verlauf wieder an die Nulllinie vorarbeiten. Somit ging er quasi unverändert (-0,09 Prozent) bei 51.666,84 Punkten aus der Sitzung.
Der Techwerteindex NASDAQ Composite blieb nach einem sehr schwachen Start auch weiterhin tief in der Verlustzone und schloss letztlich 2,21 Prozent schwächer bei 25.587,04 Zählern.

Der Auslöser für die kräftigen Verluste bei den Technologie-Werten sind Bedenken, dass die US-Zinsen länger als erwartet auf einem hohen Niveau bleiben könnten. Dazu kommt die Frage, ob sich die enormen Ausgaben für KI-Infrastruktur im aktuellen Tempo fortsetzen werden. Technologie- und Halbleiteraktien gehörten zu den größten Gewinnern der Rally seit dem vergangenen Jahr, was sie besonders anfällig mache, wenn die Stimmung umschlage, so ein Marktbeobachter laut Dow Jones Newswires. Entscheidend werde daher sein, ob die jüngste Schwächephase lediglich eine Konsolidierung im KI-Bereich darstelle oder den Beginn einer umfassenderen Neubewertung des Sektors.

Teilnehmer verwiesen auch auf die sehr schwachen Vorgaben aus Asien, wo es vor allem für die Halbleiterwerte abwärts ging. Daher standen an der Wall Street vor allem die Chipwerte unter Abgabedruck.

Für Unsicherheit sorgten auch die jüngsten massiven Abgaben bei SpaceX.

ASIEN

Die Börsen in Fernost wiesen am Dienstag negative Vorzeichen aus.

In Tokio notierte der Nikkei 225 schließlich mit einem kräftigen Verlust von 3,55 Prozent bei 69.788,38 Punkten.

Auf dem chinesischen Festland fiel der Shanghai Composite dagegen um 1,37 Prozent auf 4.106,25 Punkte.

In Hongkong gab der Hang Seng letztlich um 1,82 Prozent auf 23.336,28 Punkte nach.

An den asiatischen Börsen ging es am Dienstag zum Teil kräftig nach unten. Im Handel war von Gewinnmitnahmen die Rede nach der jüngst von Künstlicher Intelligenz getriebenen Rally. Auch in den USA gehörten Technologietitel zu den schwächsten. Damit kehrte sich der Optimismus über die Fortschritte bei den Friedensbemühungen in Nahost vom Vortag um, aktuell überwiegen wieder die Sorgen vor einem möglichen Scheitern der Verhandlungen.

Redaktion finanzen.at / APA / Dow Jones Newswires / dpa-AFX


Bildquelle: wienerborse.at, Ionana Davies / Shutterstock.com, Bule Sky Studio / Shutterstock.com
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23.06.26 Acacia Research CorpShs Acacia Technologies / Hauptversammlung
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Dieselpreis Benzin 2,01 0,00 -0,10
EEX Strompreis Phelix DE 102,60 -0,59 -0,57
Erdgaspreis - Natural Gas 2,90 -0,05 -1,53
Ethanolpreis 2,16 0,00 0,05
Goldpreis 4 067,27 -44,18 -1,07
Haferpreis 2,85 -0,16 -5,31
Heizölpreis 97,22 3,43 3,66
Holzpreis 623,00 -2,50 -0,40
Kaffeepreis 3,36 -0,07 -2,13
Kakaopreis 4 127,00 -315,00 -7,09
Kohlepreis 113,50 -3,85 -3,28
Kupferpreis 13 351,50 -4,90 -0,04
Lebendrindpreis 2,35 -0,02
Mageres Schwein Preis 0,95 0,48
Maispreis 4,40 0,02 0,46
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Milchpreis 15,70 0,03 0,19
Naphthapreis (European) 679,86 -2,92 -0,43
Nickelpreis 16 404,00 55,00 0,34
Orangensaftpreis 1,48 -0,02 -1,37
Palladiumpreis 1 270,00 -11,50 -0,90
Palmölpreis 4 455,00 -27,00 -0,60
Platinpreis 1 628,00 -6,00 -0,37
Rapspreis 517,75 -0,75 -0,14
Reispreis 13,32 -0,03 -0,22
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Weizenpreis 214,00 9,00 4,39
Zinkpreis 3 601,65 -19,50 -0,54
Zinnpreis 52 551,00 -895,00 -1,67
Zuckerpreis 0,15 -1,34
Ölpreis (Brent) 78,13 2,12 2,79
Ölpreis (WTI) 73,59 2,18 3,05

Indizes in diesem Artikel

DAX 25 117,95 0,20%
Dow Jones 52 637,01 0,29%
NASDAQ Comp. 26 281,61 0,29%
S&P 500 7 575,39 0,42%
NIKKEI 225 67 242,73 -1,92%
Hang Seng 24 175,12 0,60%
ATX 6 450,11 -0,54%
Shanghai Composite 3 996,16 -1,00%